- Rede von Hugo Präsident Chavez vor der VN-Generalversammlung
(20.9.06) - deutsche Übersetzung-
- Rise Up Against the Empire - Chavez Speech in the UN
- Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte
Rede des iranischen Präsidenten vor der UN-Generalversammlung
- Wir distanzieren uns deutlicher denn je zuvor
Eine klare Stellungnahme
REDE DES PRÄSIDENTEN DER BOLIVARISCHEN REPUBLIK VENEZUELA,
HUGO CH+VEZ, BEI DER 61. VOLLVERSAMMLUNG DER ORGANISATION
DER VEREINTEN NATIONEN (UNO)
New York, 20. September 2006
Sitz der Vereinten Nationen, New York, Mittwoch, 20. September 2006
Präsidentin der 66. Vollversammlung der Vereinten Nationen, Sheika
Haya Rashed Al-Khalifa: Im Namen der Vollversammlung habe ich
die Ehre, Seine Exzellenz, Herrn Hugo Chávez Frías, Präsident
der Bolivarischen Republik Venezuela, bei den Vereinten Nationen
willkommen zu heißen und lade ihn ein, sich an die Versammlung zu
wenden.
Teilnehmer [Beifall]
Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Hugo Chávez: Frau
Präsidentin, Exzellenzen, Staatschefs, Regierungschefs und hohe
Repräsentanten der Regierungen der Welt: Guten Tag ihnen allen. Zu
Beginn möchte ich voller Respekt alle, die dieses Buch noch nicht
lesen konnten, einladen, es zu lesen: Noam Chomsky, einer der
angesehensten Intellektuellen dieses Amerika und der Welt, Chomsky,
eine seiner jüngsten Arbeiten: Hegemonie oder Überleben, Die
imperialistische Strategie der Vereinigten Staaten.
- Eine ausgezeichnete Arbeit, um zu verstehen, was in der Welt des 20.
Jahrhunderts geschehen ist, was heute geschieht und über die größte
Gefahr, die über unserem Planeten lastet: die hegemonialen Bestrebungen
des nordamerikanischen Imperialismus bringen das Überleben der
menschlichen Spezies in Gefahr.
Wir warnen weiter vor dieser Gefahr und rufen das Volk der Vereinigten
Staaten und die Welt auf, diese Bedrohung zu stoppen, die wie das
Schwert des Damokles über uns schwebt. Ich wollte ein Kapitel vorlesen,
aber um die Zeit zu respektieren belasse ich es lieber bei einer
Empfehlung. Es liest sich schnell. Es ist sehr gut, Frau Präsidentin.
Sicher kennen Sie es. Es ist erschienen in Englisch, in Deutsch, in
Russisch, und sicherlich in Arabisch.
Teilnehmer [Beifall]
Präsident Chávez: Sehen Sie, ich denke, dass die ersten Bürger,
die dieses Buch lesen sollten, die Brüder und Schwestern Bürger
der Vereinigten Staaten sind, denn sie haben die Bedrohung im
eigenen Haus; der Teufel ist im Hause.
Der Teufel, der Teufel selbst ist im Haus. Gestern kam der Teufel
hierher.
Teilnehmer [Beifall]
Präsident Chávez: Gestern war der Teufel hier, an diesem selben Ort.
Dieser Tisch, an dem es nun an mir ist, zu reden, riecht es immer
noch nach Schwefel! Gestern, meine Damen und Herren, sprach von dieser
selben Bühne der Herr Präsident der Vereinigten Staaten, den ich "den
Teufel" nenne; er kam hierher, um als Herr der Welt zu sprechen, als
Herr der Welt. Ein Psychiater wäre nicht genug, um die gestrige Rede
des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu analysieren. Als Sprachrohr
des Imperialismus kam er, um seine Rezepte zu verteilen, um zu
versuchen, das gegenwärtige Herrschaftsverhältnis zu bewahren, das
Ausbeutungs- und Ausplünderungsverhältnis gegen die Völker der Welt.
Das wäre gut für einen Film von Alfred Hitchcock, ich würde sogar den
Titel vorschlagen: "Das Rezept des Teufels".
Das heißt, der nordamerikanische Imperialismus - und hier sagt es
Chomsky klipp und klar - unternimmt hoffnungslose Anstrengungen, um
sein hegemoniales Herrschaftssystem zu festigen. Wir dürfen nicht
erlauben, dass dies geschieht, wir dürfen nicht erlauben, dass die
Weltdiktatur errichtet wird, dass sie sich festigt, dass sich die
weltweite Diktatur festigt.
Die Rede des Welttyrannpräsidenten ist voller Zynismus, voller
Heuchelei; es ist die imperiale Heuchelei, der Versuch, alles zu
kontrollieren. Sie wollen uns das demokratische Modell aufzwingen,
wie sie es verstehen: die falsche Demokratie der Eliten. Und außerdem
ein sehr originelles demokratisches Modell: Durchgesetzt mit Bomben,
mit Bombenangriffen und durch Invasionen und Kanonenschüsse! Was für
eine Demokratie! Man müsste noch einmal die These von Aristoteles
lesen, oder? Und die der Ersten, die dort in Griechenland von der
Demokratie gesprochen haben, um zu sehen, was für ein Demokratiemodell
das ist, dass durch Marines, durch Invasionen, durch Aggressionen und
Bomben durchgesetzt wird.
Gestern sagt der Präsident der Vereinigten Staaten in diesem selben
Saal das Folgende: "Wohin Sie auch sehen, hören Sie Extremisten, die
Ihnen sagen, dass man durch Gewalt, Terror und Märtyrertum dem Elend
entfliehen und die Würde zurückgewinnen kann". Wo auch immer er
hinblickt, sieht er Extremisten! Ich bin sicher, dass er dich sieht,
Bruder, mit dieser Farbe und glaubt, du bist ein Extremist. Mit
dieser Farbe ist Evo Morales - der gestern gekommen ist, der würdige
Präsident Boliviens - ein Extremist. Überall sehen die Imperialisten
Extremisten.
Nein, wir sind keine Extremisten; was passiert ist, dass die Welt
erwacht und überall wir, die Völker, uns erheben.
Ich habe den Eindruck, Herr imperialistischer Diktator, dass Sie den
Rest ihrer Tage mit einem Alptraum leben müssen, denn wo auch immer
Sie hinschauen, werden wir erscheinen, wir, die sich gegen den
nordamerikanischen Imperialismus erheben, die die völlige Freiheit
der Welt fordern, die Gleichheit der Völker, den Respekt für die
Souveränität der Nationen.
Ja, sie nennen uns Extremisten, wir erheben uns gegen das Imperium,
wir erheben uns gegen das Herrschaftsmodell.
Danach sagte der Herr Präsident Ihnen: "Heute möchte ich direkt zu
den Bevölkerungen des Mittleren Ostens sprechen, mein Land wünscht
den Frieden..." Das stimmt. Wenn wir durch die Straßen der Bronx
gehen, wenn wir durch die Straßen von New York, Washington, San
Diego, Kalifornien, irgendeiner Stadt, San Antonio, San Francisco
gehen und die Menschen auf der Straße fragen, die Bürger der
Vereinigten Staaten, dann will dieses Land den Frieden. Der Unterschied
ist, dass die Regierung dieses Landes, der Vereinigten Staaten, nicht
den Frieden will, sie will uns durch Krieg ihr Modell der Ausbeutung
und Ausplünderung und ihre Hegemonie aufzwingen. Das ist der kleine
Unterschied. Sie will den Frieden, und was passiert im Irak? Was ist
im Libanon und in Palästina passiert? Was ist in 100 Jahren in
Lateinamerika und weltweit passiert? Und nun die Drohungen gegen
Venezuela, neue Drohungen gegen Venezuela, neue Drohungen gegen den
Iran... Er sprach zum Volk des Libanon: "Viele von Ihnen haben gesehen,
wie Ihre Heime und ihre Gemeinden im Kreuzfeuer gefangen waren". Was
für ein Zynismus! Was für eine Fähigkeit, schamlos vor aller Welt
zu lügen! Die Bomben auf Beirut, die mit millimetergenauer Präzision
abgeworfen wurden, sind Kreuzfeuer? Ich glaube, der Präsident denkt
an die Westernfilme, als man aus der Hüfte schoß und irgendwer im
Kreuzfeuer gefangen war. Imperialistisches Feuer, faschistisches Feuer,
mörderisches Feuer, völkermörderisches Feuer des Imperiums und Israels
gegen das unschuldige Volk Palästinas und das Volk des Libanon! Das ist
die Wahrheit! Jetzt sagen sie, dass sie leiden, dass "wir leiden, weil
wir ihre Heime zerstört sehen".
Schließlich kam der Präsident der Vereinigten Staaten, um zu den Völkern
zu sprechen, er kam, um außerdem zu sagen - Frau Präsidentin, ich habe
einige Dokumente mitgebracht, weil ich heute Morgen einige Reden gesehen
und meine Worte aktualisiert habe - er sprach zum Volk Afghanistans, zum
Volk des Libanon: "Dem Volk des Iran sage ich... Dem Volk des Libanon
sage ich... Dem Volk Afghanistans sage ich..." Gut, man fragt sich: so
wie der Präsident der Vereinigten Staaten diesen Völkern sagt "Ich sage
ihnen...", was würden ihm diese Völker sagen, wenn diese Völker reden
könnten. Was würden sie ihm sagen? Ich werde es aufgreifen, denn ich
kenne den größten Teil der Seele dieser Völker, der Völker des Südens,
der angegriffenen Völker. Sie würden sagen: "Yankee-Imperium go home!"
Das wäre der Schrei, der überall ertönen würde, wenn die Völker der
Welt mit einer einzigen Stimme zum Imperium der Vereinigten Staaten
sprechen könnten.
Deshalb, Frau Präsidentin, Kollegen, Freundinnen und Freude, kamen wir
im vergangenen Jahr hierher, in diesen selben Saal, wie alle Jahre in
den vergangenen acht, und sagten etwas, das heute voll bestätigt wurde,
und ich glaube, dass fast niemand hier in diesem Saal aufstehen kann,
um sich zu verteidigen: Das System der Vereinten Nationen, das nach
dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde - akzeptieren wir es ehrlich - ist
zusammengebrochen, hat sich aufgelöst. Es taugt nicht! Es taugt, um
hierher zu kommen und Reden zu halten, um uns einmal im Jahr zu sehen,
ja, dafür taugt es. Und um sehr lange Dokumente zu machen und gute
Reflexionen und gute Reden zu hören wie gestern die von Evo, wie
die von Lula und viele Reden, die wir jetzt gerade gehört haben, des
Präsidenten von Sri Lanke und die der Präsidentin von Chile. Ja, dafür
taugt es. Aber sie haben uns diese Versammlung in ein rein beratendes
Gremium verwandelt, nur beratend, ohne irgendeine Art von Macht, um
auch nur auf die geringste Weise der schrecklichen Realität entgegenzutreten,
die die Welt erlebt.
Deshalb wiederholen wir unseren Vorschlag; Venezuela schlägt hier
heute, an diesem 20. September, erneut vor, dass wir die Vereinten
Nationen neu gründen. Wir haben im vergangenen Jahr, Frau Präsidentin,
vier bescheidene Vorschläge unterbreitet, die wir für unaufschiebbar
dringend halten, damit wir Staatschefs, Regierungschefs, unsere
Botschafter, unsere Vertreter sie aufgreifen und wir sie diskutieren.
Erstens, die Ausweitung - gestern sagte Lula dasselbe - des
Sicherheitsrates, sowohl in seinen ständigen wie in seinen nicht
ständigen Bestandteilen, damit neue entwickelte und unterentwickelte
Länder hereinkommen, die Dritte Welt, als neue ständige Mitglieder.
Das als Erstes.
Zweitens, die Anwendung effizienter Methoden zur Behandlung
und Lösung der weltweiten Konflikte, transparente Methoden
der Diskussion, der Entscheidungen.
Drittens, das erscheint uns grundlegend, die sofortige Abschaffung -
und das ist eine Forderung aller - dieses antidemokratischen
Mechanismus des Vetos, des Vetos bei den Entscheidungen des
Sicherheitsrates. Nur ein jüngstes Beispiel: Das unmoralische Veto
der Regierung der Vereinigten Staaten erlaubte es den israelischen
Truppen, frei den Libanon zu zerstören, indem sie ganz offen, vor
unser aller Augen, eine Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen verhinderte.
Und Viertens, notwendig ist - das sagen wir immer - die Rolle, die
Befugnisse des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu stärken.
Gestern hat uns der Generalsekretär eine Rede gehalten, praktisch
sein Abschied, und er erkannte an, dass in diesen zehn Jahren die
Welt komplizierter geworden ist und dass die schweren Probleme der
Welt, der Hunger, das Elend, die Gewalt, die Verletzung der Menschenrechte,
sich verschlimmert haben. Das ist die schreckliche Konsequenz
des Zusammenbruchs des Systems der Vereinten Nationen und der
nordamerikanischen imperialistischen Ansprüche.
Andererseits, Frau Präsidentin, entschied Venezuela vor mehreren
Jahren, diese Schlacht innerhalb der Vereinten Nationen auszutragen.
Wir erkennen die Vereinten Nationen als Mitglieder, die wir sind,
mit unserer Stimme, mit unseren bescheidenen Reflexionen an; wir sind
eine unabhängige Stimme, um die Würde und die Suche nach Frieden zu
vertreten, die Neuformulierung des internationalen Systems; um die
Verfolgung und die Aggressionen des Hegemonismus gegen die Völker
des Planeten anzuklagen. Venezuela hat auf diese Weise seinen Namen
gegeben, dieses Heimatland von Bolívar hat seinen Namen gegeben und
hat sich für einen Sitz als nicht-ständiges Mitglied des Sicherheitsrates
beworben. Wissen Sie, die Regierung der Vereinigten Staaten hat
eine offene Aggression begonnen, eine unmoralische Aggression auf der
ganzen Welt, und versucht zu verhindern, dass Venezuela frei gewählt
wird, um einen Sitz im Sicherheitsrat einzunehmen. Sie fürchten die
Wahrheit, das Imperium hat Angst vor der Wahrheit, vor den unabhängigen
Stimmen, klagt uns an, Extremisten zu sein. Sie sind die Extremisten.
Ich möchte hier all jenen Ländern danken, die ihre Unterstützung für
Venezuela angekündigt haben, auch wenn die Abstimmung geheim ist,
und es ist nicht notwendig, dass irgend jemand es ankündigt. Aber ich
glaube, die offene Aggression des nordamerikanischen Imperiums hat
die Unterstützung durch viele Länder beschleunigt, was Venezuela,
unser Volk, unsere Regierung moralisch sehr stärkt. Der Mercosur zum
Beispiel hat als Block seine Unterstützung für Venezuela angekündigt,
unsere Brüder vom Mercosur - Venezuela ist jetzt Vollmitglied des
Mercosur mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay - und viele
andere Länder Lateinamerikas wie Bolivien; die Caricom hat vollständig
ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt; die Arabische Liga hat
vollständig ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt. Ich danke
sehr der arabischen Welt, unseren Brüdern aus Arabien, diesem tiefen
Arabien. Unseren Brüdern der Karibik, der Afrikanischen Union: fast
ganz Afrika kündigte seine Unterstützung für Venezuela an. Und Länder
wie Russland, wie China und viele andere Länder des Planeten. Vielen,
vielen Dank im Namen Venezuelas, im Namen unseres Volkes und im Namen
der Wahrheit. Denn Venezuela wird, wenn es einen Sitz im Sicherheitsrat
besetzt, nicht nur die Stimme Venezuelas einbringen, sondern die Stimme
der Dritten Welt, die Stimme der Völker des Planeten. Wir werden dort
sein und die Würde und die Wahrheit verteidigen.
Darüber hinaus, Frau Präsidentin, glaube ich, dass es Gründe gibt,
optimistisch zu sein, unweigerlich optimistisch, würde ein Dichter
sagen, denn neben den Drohungen, den Bomben, den Kriegen, den
Aggressionen, dem Präventivkrieg, der Zerstörung ganzer Völker, kann
man spüren, dass sich eine neue Ära erhebt, wie es Silvio Rodríguez
singt: "Die Ära gebärt ein Herz". Es erheben sich alternative
Strömungen, alternative Ideen, alternative Bewegungen, Jugendliche
mit anderen Ideen. Es wurde innerhalb eines Jahrzehnts bereits
bewiesen, dass die These vom Ende der Geschichte völlig falsch
war, völlig falsch die These von der Begründung des amerikanischen
Imperiums, der pax americana, der Begründung des neoliberalen
kapitalistischen Modells, denn was es hervorbringt ist Elend und Armut.
Die These ist völlig falsch, sie geht zugrunde, jetzt muss die Zukunft
der Welt definiert werden. Es liegt Morgendämmerung über dem Planeten,
und man sieht sie überall, in Lateinamerika, in Asien, in Afrika, in
Europa, in Ozeanien.
Ich möchte diese Vision des Optimismus hervorheben, damit sich unser
Bewusstsein und unsere Bereitschaft zum Kampf für die Rettung der Welt
und für den Aufbau einer neuen Welt, einer besseren Welt verstärken.
Venezuela reiht sich in diesen Kampf ein und deshalb werden wir bedroht.
Die Vereinigten Staaten planten, finanzierten und initiierten bereits
einen Staatsstreich in Venezuela und die Vereinigten Staaten unterst
ützen weiter putschistische Bewegungen in Venezuela und gegen
Venezuela, sie unterstützen weiter den Terrorismus. Die Präsidentin
Michelle Bachelet hat vor einigen Tagen - Entschuldigung, vor einigen
Minuten - an die schreckliche Ermordung des früheren chilenischen
Außenministers Orlando Letelier erinnert. Ich möchte nur das Folgende
hinzufügen: die Schuldigen sind frei und die Schuldigen jenes
Ereignisses, bei dem auch eine Bürgerin der Vereinigten Staaten starb,
sind Nordamerikaner von der CIA, Terroristen der CIA. Aber es muss
auch in diesem Saal daran erinnert werden, dass sich in wenigen Tagen
auch die schreckliche terroristische Tat der Sprengung des kubanischen
Flugzeugs zum 30. Mal jährt, bei der 73 Unschuldige starben, ein
Flugzeug der Cubana de Aviación. Und wo ist der größte Terrorist dieses
Kontinents, der die Verantwortung für die Sprengung des kubanischen
Flugzeugs als geistiger Urheber übernommen hat?
Er war in Venezuela einige Jahre lang gefangen, er floh mit der Hilfe
von Beamten der CIA und der damaligen venezolanischen Regierung. Er
lebt hier in den Vereinigten Staaten, geschützt von dieser Regierung,
er war gefangen und geständig.
Die Regierung der Vereinigten Staat hat ein doppeltes Gesicht und
beschützt den Terrorismus.
Diese Reflexionen besagen, dass Venezuela dem Kampf gegen den
Terrorismus, gegen die Gewalt verpflichtet ist und sich mit allen
Völkern vereint, die für den Frieden und eine Welt der Gleichen
kämpfen.
Ich habe von dem kubanischen Flugzeug gesprochen. Der Terrorist heißt
Luis Posada Carriles, er wird hier beschützt. Geschützt werden hier
die großen Korrupten, die aus Venezuela geflohen sind; eine Gruppe von
Terroristen, die dort Bomben in den Botschaften mehrerer Länder gelegt
haben, die dort während des Staatsstreichs Menschen ermordet haben,
die diesen bescheidenen Diener entführten und ihn erschießen wollten,
nur dass Gott und eine Gruppe guter Soldaten und ein Volk, das auf
die Straße gingen, ihre Hand erhoben haben. Durch ein Wunder bin
ich hier. Sie sind hier, die Führer dieses Staatsstreichs und dieser
terroristischen Akte, beschützt von der Regierung der Vereinigten
Staaten. Ich klage die Regierung der Vereinigten Staaten an, den
Terrorismus zu schützen und einen absolut zynischen Diskurs zu führen.
Wir sprechen von Cuba, wir kommen aus Havanna, wir kommen glücklich
aus Havanna, wir waren dort mehrere Tage; und dort kann man die
Geburt einer neuen Ära sehen: den Gipfel der G-15, den Gipfel der
Bewegung der Nichtpaktgebundenen mit einer historischen Resolution:
"Abschlussdokument" erschrecken Sie nicht, ich werde nicht alles
vorlesen -, aber hier gibt es eine Reihe von Resolutionen, die in
offener und transparenter Diskussion von mehr als 50 Staatschefs
getroffen wurden. Havanna war eine Woche lang die Hauptstadt des
Südens. Wir haben die Bewegung der Nichtpaktgebundenen neu gestartet,
und wenn ich Sie alle um etwas bitten darf, Compañeros und Brüder
und Schwestern, dann ist es, dass wir großen Willen in die Stärkung
der Gruppe der Nichtpaktgebundenen setzen, das ist überaus wichtig für
die Geburt der neuen Ära, um die Hegemonie und den Imperialismus zu
verhindern.
Und außerdem, Sie wissen es, haben wir Fidel Castro für die nächsten
drei Jahre zum Präsidenten der Gruppe der Nichtpaktgebundenen bestimmt
und wir sind sicher, dass der Genosse Präsident Fidel Castro den
Taktstock mit großer Effizienz führen wird. Die, die wollten, dass
Fidel stirbt, nun gut, sie blieben frustriert zurück und sie werden
frustriert zurück bleiben, denn Fidel trägt wieder die olivgrüne
Uniform und jetzt ist er nicht nur der Präsident Cubas, sondern der
Präsident der Nichtpaktgebundenen.
Frau Präsidentin, liebe Kollegen, Präsidenten, dort wurde eine sehr
starke Bewegung geboren, die des Südens. Wir sind Männer und Frauen
des Südens, wir sind Überbringer dieser Dokumente, dieser Ideen,
dieser Kritiken, dieser Reflektionen. Ich schließe schon meine Mappe
und das Buch nehme ich wieder mit - vergessen Sie nicht, dass ich es
Ihnen in aller Bescheidenheit sehr empfehle -. Wir haben versucht,
Ideen für die Rettung dieses Planeten beizutragen, um sie vor der
imperialistischen Bedrohung zu retten und damit, hoffentlich bald, in
diesem Jahrhundert, nicht sehr spät, unsere Kinder und unsere Enkel
besser leben können, hoffentlich können wir es noch sehen und erleben:
eine Welt des Friedens, unter den grundlegenden Prinzipien der
Organisation der Vereinten Nationen, aber einer neu gestarteten, einer
neu gestarteten und anderswo untergebrachten. Ich glaube, wir müssen
die Vereinten Nationen in einem anderen Land unterbringen, in einer
Stadt des Südens, haben wir aus Venezuela vorgeschlagen. Sie wissen,
dass mein persönlicher Arzt eingeschlossen im Flugzeug bleiben musste:
sie haben ihm nicht erlaubt, zu den Vereinten Nationen zu kommen.
Ein weiterer Missbrauch und Angriff, Frau Präsidentin, den wir aus
Venezuela beantragen als einen - sogar persönlichen - Angriff des
Teufels zu registrieren.
Es riecht nach Schwefel, aber Gott ist mit uns. Eine gute Umarmung und
Gott schütze Sie alle. Guten Tag.
Teilnehmer [Beifall und Applaus]
Übersetzung: André Scheer
- Noam Chomsky, Hybris - Die endgültige Sicherung der globalen
Vormachtstellung der USA, Hamburg (Europa Verlag) 2003, 319 S.;
ISBN: 3-203-76016-9; EUR 19,90
Anti-Imperialistische Korrespondenz (AIKor) -
Informationsdienst der Vereinigung für Internationale Solidarität
(VIS) e.V.,
Redaktion: Klaus von Raussendorff
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Rise Up Against the Empire
President Hugo Chavez, Address to the United Nations
09/19/06
Representatives of the governments of the world, good morning
to all of you. First of all, I would like to invite you, very
respectfully, to those who have not read this book, to read it.
Noam Chomsky, one of the most prestigious American and world
intellectuals, Noam Chomsky, and this is one of his most recent
books, 'Hegemony or Survival: The Imperialist Strategy of the
United States. '" [Holds up book, waves it in front of General
Assembly.] "It's an excellent book to help us understand what has
been happening in the world throughout the 20th century, and what's
happening now, and the greatest threat looming over our planet.
The hegemonic pretensions of the American empire are placing at risk
the very survival of the human species. We continue to warn you about
this danger and we appeal to the people of the United States and the
world to halt this threat, which is like a sword hanging over our heads.
I had considered reading from this book, but, for the sake of time,"
[flips through the pages, which are numerous] "I will just leave it as
a recommendation.
It reads easily, it is a very good book, I'm sure Madame [President]
you are familiar with it. It appears in English, in Russian, in Arabic,
in German. I think that the first people who should read this book are
our brothers and sisters in the United States, because their threat is
right in their own house.
The devil is right at home. The devil, the devil himself, is right in
the house.
"And the devil came here yesterday. Yesterday the devil came here.
Right here." [crosses himself] "And it smells of sulfur still today.
Yesterday, ladies and gentlemen, from this rostrum, the president
of the United States, the gentleman to whom I refer as the devil,
came here, talking as if he owned the world. Truly. As the owner
of the world.
I think we could call a psychiatrist to analyze yesterday's statement
made by the president of the United States. As the spokesman of
imperialism, he came to share his nostrums, to try to preserve the
current pattern of domination, exploitation and pillage of the peoples
of the world.
An Alfred Hitchcock movie could use it as a scenario. I would even
propose a title: "The Devil's Recipe."
As Chomsky says here, clearly and in depth, the American empire is
doing all it can to consolidate its system of domination. And we
cannot allow them to do that. We cannot allow world dictatorship to
be consolidated.
The world parent's statement -- cynical, hypocritical, full of this
imperial hypocrisy from the need they have to control everything.
They say they want to impose a democratic model. But that's their
democratic model. It's the false democracy of elites, and, I would
say, a very original democracy that's imposed by weapons and bombs
and firing weapons.
What a strange democracy. Aristotle might not recognize it or others
who are at the root of democracy.
What type of democracy do you impose with marines and bombs?
The president of the United States, yesterday, said to us, right here,
in this room, and I'm quoting, "Anywhere you look, you hear extremists
telling you can escape from poverty and recover your dignity through
violence, terror and martyrdom."
Wherever he looks, he sees extremists. And you, my brother -- he looks
at your color, and he says, oh, there's an extremist. Evo Morales, the
worthy president of Bolivia, looks like an extremist to him.
The imperialists see extremists everywhere. It's not that we are
extremists. It's that the world is waking up. It's waking up all
over. And people are standing up.
I have the feeling, dear world dictator, that you are going to live
the rest of your days as a nightmare because the rest of us are
standing up, all those who are rising up against American imperialism,
who are shouting for equality, for respect, for the sovereignty of
nations.
Yes, you can call us extremists, but we are rising up against the
empire, against the model of domination.
The president then -- and this he said himself, he said: "I have come
to speak directly to the populations in the Middle East, to tell them
that my country wants peace."
That's true. If we walk in the streets of the Bronx, if we walk around
New York, Washington, San Diego, in any city, San Antonio, San
Francisco, and we ask individuals, the citizens of the United States,
what does this country want? Does it want peace? They'll say yes.
But the government doesn't want peace. The government of the United
States doesn't want peace. It wants to exploit its system of
exploitation, of pillage, of hegemony through war.
It wants peace. But what's happening in Iraq? What happened in Lebanon?
In Palestine? What's happening? What's happened over the last 100 years
in Latin America and in the world? And now threatening Venezuela -- new
threats against Venezuela, against Iran?
He spoke to the people of Lebanon. Many of you, he said, have seen how
your homes and communities were caught in the crossfire. How cynical
can you get? What a capacity to lie shamefacedly. The bombs in Beirut
with millimetric precision?
This is crossfire? He's thinking of a western, when people would shoot
from the hip and somebody would be caught in the crossfire.
This is imperialist, fascist, assassin, genocidal, the empire and
Israel firing on the people of Palestine and Lebanon. That is what
happened. And now we hear, "We're suffering because we see homes
destroyed.'
The president of the United States came to talk to the peoples -- to
the peoples of the world. He came to say -- I brought some documents
with me, because this morning I was reading some statements, and I
see that he talked to the people of Afghanistan, the people of Lebanon,
the people of Iran. And he addressed all these peoples directly.
And you can wonder, just as the president of the United States
addresses those peoples of the world, what would those peoples of
the world tell him if they were given the floor? What would they
have to say?
And I think I have some inkling of what the peoples of the south,
the oppressed people think. They would say, "Yankee imperialist, go
home." I think that is what those people would say if they were given
the microphone and if they could speak with one voice to the American
imperialists.
And that is why, Madam President, my colleagues, my friends, last
year we came here to this same hall as we have been doing for the
past eight years, and we said something that has now been confirmed --
fully, fully confirmed.
I don't think anybody in this room could defend the system. Let's
accept -- let's be honest. The U.N. system, born after the Second
World War, collapsed. It's worthless.
Oh, yes, it's good to bring us together once a year, see each other,
make statements and prepare all kinds of long documents, and listen
to good speeches, like Abel's yesterday, or President Mullah's . Yes,
it's good for that.
And there are a lot of speeches, and we've heard lots from the
president of Sri Lanka, for instance, and the president of Chile.
But we, the assembly, have been turned into a merely deliberative
organ. We have no power, no power to make any impact on the terrible
situation in the world. And that is why Venezuela once again proposes,
here, today, 20 September, that we re-establish the United Nations.
Last year, Madam, we made four modest proposals that we felt to be
crucially important. We have to assume the responsibility our heads
of state, our ambassadors, our representatives, and we have to discuss
it.
The first is expansion, and Mullah talked about this yesterday right
here. The Security Council, both as it has permanent and non-permanent
categories, (inaudible) developing countries and LDCs must be given
access as new permanent members. That's step one.
Second, effective methods to address and resolve world conflicts,
transparent decisions.
Point three, the immediate suppression -- and that is something
everyone's calling for -- of the anti-democratic mechanism known
as the veto, the veto on decisions of the Security Council.
Let me give you a recent example. The immoral veto of the United States
allowed the Israelis, with impunity, to destroy Lebanon. Right in front
of all of us as we stood there watching, a resolution in the council
was prevented.
Fourthly, we have to strengthen, as we've always said, the role and
the powers of the secretary general of the United Nations.
Yesterday, the secretary general practically gave us his speech of
farewell. And he recognized that over the last 10 years, things have
just gotten more complicated; hunger, poverty, violence, human rights
violations have just worsened. That is the tremendous consequence of
the collapse of the United Nations system and American hegemonistic
pretensions.
Madam, Venezuela a few years ago decided to wage this battle within the
United Nations by recognizing the United Nations, as members of it that
we are, and lending it our voice, our thinking.
Our voice is an independent voice to represent the dignity and the
search for peace and the reformulation of the international system;
to denounce persecution and aggression of hegemonistic forces on the
planet.
This is how Venezuela has presented itself. Bolivar's home has sought a
nonpermanent seat on the Security Council.
Let's see. Well, there's been an open attack by the U.S. government, an
immoral attack, to try and prevent Venezuela from being freely elected
to a post in the Security Council.
The imperium is afraid of truth, is afraid of independent voices. It
calls us extremists, but they are the extremists.
And I would like to thank all the countries that have kindly announced
their support for Venezuela, even though the ballot is a secret one and
there's no need to announce things.
But since the imperium has attacked, openly, they strengthened the
convictions of many countries. And their support strengthens us.
Mercosur, as a bloc, has expressed its support, our brothers in
Mercosur. Venezuela, with Brazil, Argentina, Paraguay, Uruguay, is a
full member of Mercosur.
And many other Latin American countries, CARICOM, Bolivia have expressed
their support for Venezuela. The Arab League, the full Arab League has
voiced its support. And I am immensely grateful to the Arab world, to
our Arab brothers, our Caribbean brothers, the African Union. Almost all
of Africa has expressed its support for Venezuela and countries such as
Russia or China and many others.
I thank you all warmly on behalf of Venezuela, on behalf of our people,
and on behalf of the truth, because Venezuela, with a seat on the
Security Council, will be expressing not only Venezuela's thoughts, but
it will also be the voice of all the peoples of the world, and we will
defend dignity and truth.
Over and above all of this, Madam President, I think there are reasons
to be optimistic. A poet would have said "helplessly optimistic,"
because over and above the wars and the bombs and the aggressive and the
preventive war and the destruction of entire peoples, one can see that a
new era is dawning.
As Sylvia Rodriguez says, the era is giving birth to a heart. There
are alternative ways of thinking. There are young people who think
differently. And this has already been seen within the space of
a mere decade. It was shown that the end of history was a totally
false assumption, and the same was shown about Pax Americana and the
establishment of the capitalist neo-liberal world. It has been shown,
this system, to generate mere poverty. Who believes in it now?
What we now have to do is define the future of the world. Dawn is
breaking out all over. You can see it in Africa and Europe and Latin
America and Oceanea. I want to emphasize that optimistic vision.
We have to strengthen ourselves, our will to do battle, our awareness.
We have to build a new and better world.
Venezuela joins that struggle, and that's why we are threatened.
The U.S. has already planned, financed and set in motion a coup in
Venezuela, and it continues to support coup attempts in Venezuela
and elsewhere.
President Michelle Bachelet reminded us just a moment ago of the
horrendous assassination of the former foreign minister, Orlando
Letelier.
And I would just add one thing: Those who perpetrated this crime are
free. And that other event where an American citizen also died were
American themselves. They were CIA killers, terrorists.
And we must recall in this room that in just a few days there will
be another anniversary. Thirty years will have passed from this other
horrendous terrorist attack on the Cuban plane, where 73 innocents
died, a Cubana de Aviacion airliner.
And where is the biggest terrorist of this continent who took the
responsibility for blowing up the plane? He spent a few years in
jail in Venezuela. Thanks to CIA and then government officials, he
was allowed to escape, and he lives here in this country, protected
by the government.
And he was convicted. He has confessed to his crime. But the U.S.
government has double standards. It protects terrorism when it wants
to.
And this is to say that Venezuela is fully committed to combating
terrorism and violence. And we are one of the people who are fighting
for peace.
Luis Posada Carriles is the name of that terrorist who is protected
here. And other tremendously corrupt people who escaped from Venezuela
are also living here under protection: a group that bombed various
embassies, that assassinated people during the coup. They kidnapped me
and they were going to kill me, but I think God reached down and our
people came out into the streets and the army was too, and so I'm here
today.
But these people who led that coup are here today in this country
protected by the American government. And I accuse the American
government of protecting terrorists and of having a completely
cynical discourse.
We mentioned Cuba. Yes, we were just there a few days ago. We just
came from there happily.
And there you see another era born. The Summit of the 15, the Summit
of the Nonaligned, adopted a historic resolution. This is the outcome
document. Don't worry, I'm not going to read it.
But you have a whole set of resolutions here that were adopted after
open debate in a transparent matter -- more than 50 heads of state.
Havana was the capital of the south for a few weeks, and we have now
launched, once again, the group of the nonaligned with new momentum.
And if there is anything I could ask all of you here, my companions,
my brothers and sisters, it is to please lend your good will to lend
momentum to the Nonaligned Movement for the birth of the new era, to
prevent hegemony and prevent further advances of imperialism.
And as you know, Fidel Castro is the president of the nonaligned for
the next three years, and we can trust him to lead the charge very
efficiently.
Unfortunately they thought, "Oh, Fidel was going to die." But they're
going to be disappointed because he didn't. And he's not only alive,
he's back in his green fatigues, and he's now presiding the nonaligned.
So, my dear colleagues, Madam President, a new, strong movement has
been born, a movement of the south. We are men and women of the south.
With this document, with these ideas, with these criticisms, I'm now
closing my file. I'm taking the book with me. And, don't forget, I'm
recommending it very warmly and very humbly to all of you.
We want ideas to save our planet, to save the planet from the
imperialist threat. And hopefully in this very century, in not
too long a time, we will see this, we will see this new era,
and for our children and our grandchildren a world of peace based
on the fundamental principles of the United Nations, but a renewed
United Nations.
And maybe we have to change location. Maybe we have to put the
United Nations somewhere else; maybe a city of the south. We've
proposed Venezuela.
You know that my personal doctor had to stay in the plane. The chief
of security had to be left in a locked plane. Neither of these gentlemen
was allowed to arrive and attend the U.N. meeting. This is another abuse
and another abuse of power on the part of the Devil. It smells of sulfur
here, but God is with us and I embrace you all.
May God bless us all. Good day to you.
Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte
Rede des iranischen Präsidenten vor der UN-Generalversammlung
21.09.2006
Mahmoud Ahmadi-Nejad
Frau Präsidentin,
Angesehene Staats- und Regierungsoberhäupter,
Angesehene Delegationsoberhäupter,
Exzellenzen, Damen und Herren
Ich preise den barmherzigen, allwissenden und allmächtigen Gott, mich
mit einer weiteren Gelegenheit gesegnet hat, vor dieser Versammlung
im Namen der großen Nation des Irans zu sprechen und die Aufmerksamkeit
der internationalen Gemeinschaft auf eine Reihe von Angelegenheiten zu
lenken.
Ich preise den Allmächtigen auch für die zunehmende Wachsamkeit
der Völker überall auf der Welt, ihre mutige Gegenwart in
unterschiedlichen internationalen Umgebungen und den mutigen Ausdruck
ihrer Ansichten und Hoffnungen hinsichtlich globaler Angelegenheiten.
Heute sehnt sich die Menschheit leidenschaftlich nach Verpflichtung
zur Wahrheit, Hingabe zu Gott, Streben nach Gerechtigkeit und Respekt
für die Würde von Menschen. Ablehnung von Herrschaft und Aggression,
Verteidigung der Unterdrückten und das Verlangen nach Frieden bilden
die rechtmäßige Forderung der Völker der Welt, insbesondere der neuen
Generationen und der munteren Jugend, die eine Welt frei von Dekadenz,
Aggression und Ungerechtigkeit und voll mit Liebe und Mitgefühl
anstreben. Die Jugend hat ein Recht, Gerechtigkeit und Wahrheit
zu fordern und sie haben ein Recht, ihre eigene Zukunft auf dem
Fundament von Liebe, Mitgefühl und Ruhe aufzubauen. Und ich preise den
Allmächtigen für diese unermeßliche Segnung.
Frau Präsidentin,
Exzellenzen,
Was die Menschheit heute betrübt ist zweifellos nicht mit der
Menschenwürde vereinbar; der Allmächtige hat die Menschen nicht
geschaffen, damit sie sich gegen andere versündigen und sie
unterdrücken.
Durch die Verursachung von Krieg und Konflikt bauen einige ihre
Herrschaft schnell aus, häufen größeren Reichtum an und bemächtigen
sich der Ressourcen, während andere die resultierende Armut, das
Leid und das Elend ertragen.
Einige versuchen, die Welt mit Waffen und Drohungen zu beherrschen,
während andere in ständiger Unsicherheit und Gefahr leben.
Einige besetzen die Heimat anderer, tausende Kilometer von ihren
Grenzen entfernt, mischen sich in ihre Angelegenheiten ein und
kontrollieren ihr Öl und andere Ressourcen und strategischen Routen,
während andere täglich in ihren eigenen Häusern bombardiert werden;
ihre Kinder ermordet in den Straßen und Gassen ihres eigenen Landes
und ihre Häuser zu Trümmern reduziert.
Ein solches Verhalten ist den Menschen unwürdig und läuft der Wahrheit,
der Gerechtigkeit und der Menschenwürde zuwider. Die grundlegende
Frage ist, daß unter solchen Bedingungen, wo sollten die Unterdrückten
um Gerechtigkeit ersuchen? Wer oder welche Organisation verteidigt
die Rechte der Unterdrückten und verhindert Akte der Aggression und
Unterdrückung? Wo ist der Sitz der globalen Justiz?
Ein kurzer Blick auf einige Beispiele der dringendsten globalen
Angelegenheiten kann das Problem näher beleuchten.
- Die ungezügelte Expansion nuklearer, chemischer und biologischer
Waffen
Einige Mächte kündigen stolz ihre Herstellung von Atomwaffen zweiter
und dritter Generation an. Wofür brauchen sie diese Waffen? Dient
die Herstellung und Lagerung dieser tödlichen Waffen der Förderung von
Frieden und Demokratie? Oder sind diese Waffen tatsächlich Instrumente
der Nötigung und Drohung gegen andere Völker und Regierungen? Wie
lange sollen die Menschen in der Welt mit dem Alptraum nuklearer,
biologischer und chemischer Waffen leben? Was bindet die Mächte,
die diese Waffen herstellen und besitzen? Wie können sie vor der
internationalen Gemeinschaft zur Verantwortung gezogen werden? Und
sind die Bewohner dieser Länder einverstanden mit der Verschwendung
ihres Reichtums und ihrer Ressourcen für die Herstellung eines so
zerstörerischen Arsenals? Ist es nicht möglich, sich auf Gerechtigkeit,
Ethik und Weisheit statt auf diese Instrumente des Todes zu verlassen?
Sind Weisheit und Gerechtigkeit nicht kompatibler mit Frieden und Ruhe
als nukleare, chemische und biologische Waffen? Wenn sich Weisheit,
Ethik und Gerechtigkeit durchsetzen, dann werden Unterdrückung und
Aggression entwurzelt, Drohungen werden verschwinden und es wird
keinen Grund mehr für einen Konflikt geben. Dies ist ein stichhaltiger
Vorschlag, da die meisten globalen Konflikte aus Ungerechtigkeit
hervorgehen und von den Mächtigen, unzufrieden mit ihren eigenen
Rechten, danach strebend, die Rechte anderer zu verschlingen.
Menschen überall auf der Welt verbünden sich mit der Gerechtigkeit
und sind bereit, dafür Opfer zu bringen.
Wäre es nicht einfacher für die Weltmächte, ihre Langlebigkeit zu
sichern und die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen, indem
sie sich für die wahre Förderung von Gerechtigkeit, Mitgefühl
und Frieden einsetzen, statt durch die Verbreitung nuklearer und
chemischer Waffen und die Drohung ihres Einsatzes?
Die Erfahrung der Drohung und des Einsatzes von nuklearen Waffen
liegen vor uns. Hat es den Verantwortlichen irgendetwas gebracht
außer der Verschlimmerung der Spannungen, des Hasses und der
Feindseligkeit zwischen Nationen?
B. Besatzung von Ländern und Verschlimmerung der Feindseligkeiten
Die Besatzung von Ländern, einschließlich des Iraks, ist in den
letzten drei Jahren weitergegangen. Nicht ein Tag verstreicht,
ohne daß hunderte Menschen kaltblütig getötet werden. Die Besatzer
sind nicht in der Lage, im Irak Sicherheit aufzubauen. Trotz der
Einrichtung einer rechtmäßigen Regierung und einer irakischen
Nationalversammlung gibt es verdeckte und offene Anstrengungen,
die Unsicherheit zu verstärken, Unterschiede in der irakischen
Gesellschaft zu vergrößern und zu verschärfen und zu inneren
Unruhen aufzuhetzen.
Es gibt keinen Hinweis darauf, daß die Besatzer den notwendigen
politischen Willen haben, die Quellen der Instabilität zu
eliminieren. Zahllose Terroristen wurden von der Regierung des
Iraks festgenommen, nur um unter unterschiedlichen Vorwänden
von den Besatzern wieder freigelassen zu werden.
Es scheint, daß die Verschärfung der Feindseligkeiten und
des Terrorismus' als Vorwand für die anhaltende Anwesenheit
ausländischer Streitkräfte im Irak dienen.
Wo können die Menschen des Iraks Schutz suchen und wen sollte
die Regierung des Iraks um Gerechtigkeit ersuchen?
Wer kann die Sicherheit des Iraks gewährleisten? Die Unsicherheit
im Irak beeinflußt die ganze Region. Kann der Sicherheitsrat eine
Rolle bei der Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit im Irak
spielen, während die Besatzer selbst ständiges Mitglied des Rates
sind? Kann der Sicherheitsrat in diesem Zusammenhang eine gerechte
Entscheidung fällen?
Betrachten Sie die Lage in Palästina:
Die Wurzeln des palästinensischen Problems reichen bis in den Zweiten
Weltkrieg zurück. Unter dem Vorwand, einige der Überlebenden des
Krieges zu schützen, wurde das Land Palästina durch Krieg, Aggression
und die Vertreibung von Millionen seiner Bewohner besetzt; es wurde
unter die Kontrolle einiger der Kriegsüberlebenden gestellt, was noch
größere Bevölkerungsgruppen aus anderen Orten der Welt, die nicht von
dem Zweiten Weltkrieg betroffen waren, brachte; und eine Regierung
wurde auf dem Territorium von anderen eingerichtet, mit einer
Bevölkerung, die auf der ganzen Welt gesammelt wurde, auf Kosten der
Vertreibung von Millionen seiner rechtmäßigen Bewohner in die Diaspora
und die Heimatlosigkeit. Das ist eine große Tragödie, für die es
in der Geschichte kaum einen Präzedenzfall gibt. Flüchtlinge leben
weiterhin in Übergangsflüchtlingslagern und viele sind mit der
Hoffnung, eines Tages zu ihrem Land zurückzukehren, gestorben. Kann
jegliche Logik, Gesetz oder rechtliche Argumentation diese Tragödie
rechtfertigen? Kann irgendein Mitglied der Vereinten Nationen
akzeptieren, daß eine solche Tragödie in ihrem eigenen Heimatland
geschieht?
Die Vorwände für die Schaffung des Regimes zur Besetzung von Al-Quds
Al-Sharif sind so schwach, daß seine Fürsprecher jede Stimme, die nur
versucht, über sie zu sprechen, zum Schweigen bringen wollen, da sie
befürchten, daß die Erhellung der Fakten die Raison d'Etre des Regimes
untergraben würde, wie es geschehen ist. Die Tragödie endet nicht
mit der Einrichtung eines Regimes auf dem Territorium von anderen.
Bedauerlicherweise war dieses Regime seit seiner Gründung eine
ständige Quelle der Bedrohung und der Unsicherheit in der Region des
Mittleren Ostens, durch das Führen von Kriegen, das Vergießen von
Blut, die Behinderung der Entwicklung von regionalen Ländern und
wurde außerdem von einigen Mächten als ein Instrument der Spaltung,
der Nötigung und des Drucks auf die Menschen der Region benutzt. Der
Hinweis auf diese historischen Realitäten mag einige Unruhe unter den
Unterstützern dieses Regimes verursachen. Aber dies sind bloße Fakten
und kein Mythos. Die Geschichte hat sich vor Ihren Augen entfaltet.
Das schlimmste allerdings ist die umfassende und ungerechtfertigte
Unterstützung für dieses Regime.
Sehen Sie sich nur an, was in Palästina geschieht. Menschen werden
in ihren eigenen Häusern bombardiert und ihre Kinder in ihren
eigenen Straßen und Gassen ermordet. Aber keine Autorität, nicht
einmal der Sicherheitsrat, kann sich jegliche Unterstützung oder
Schutz für sie erlauben. Warum?
Zur gleichen Zeit wird eine Regierung demokratisch und durch die
freie Wahl der Wählerschaft in einem Teil des palästinensischem
Gebietes gebildet. Aber statt die Unterstützung der sogenannten
Verfechter der Demokratie zu erhalten, werden ihre Minister und
Parlamentsmitglieder vor den Augen der internationalen Gemeinschaft
entführt und eingekerkert.
Welcher Rat oder internationale Organisation steht auf, um
diese brutal belagerte Regierung zu schützen? Und warum kann
der Sicherheitsrat keinerlei Schritte ergreifen?
Lassen Sie mich hier den Libanon behandeln:
Dreiundreißig lange Tage lebten die Libanesen unter dem Trommelfeuer
von Feuer und Bomben und fast 1,5 Millionen von ihnen wurden
vertrieben; währenddessen wählten einige Mitglieder des Sicherheitsrats
praktisch einen Weg, der dem Aggressor reichlich Gelegenheit bot,
seine Ziele militärisch zu erreichen. Wir sahen, daß der Sicherheitsrat
der Vereinten Nationen von bestimmten Mächten daran gehindert wurde,
auch nur einen Waffenstillstand zu fordern. Der Sicherheitsrat saß
so viele Tage untätig herum, beobachtete die grausamen Szenen der
Greueltaten gegen die Libanesen während Tragödien wie Qana ständig
wiederholt wurden. Warum?
In all diesen Fällen ist die Antwort offensichtlich. Wenn die Macht
hinter den Feindseligkeiten selbst ein ständiges Mitglied des
Sicherheitsrates ist, wie kann dieser Rat dann seine Verantwortung
erfüllen?
C. Mangel an Respekt gegenüber den Rechten von Mitgliedern
der internationalen Gemeinschaft
Exzellenzen,
Ich möchte nun auf einige Beschwerden der iranischen Menschen
hinweisen und über die Ungerechtigkeit gegen sie sprechen.
Die Islamische Republik Iran ist Mitglied der IAEA und an den
Atomwaffensperrvertrag gebunden. Alle unsere atomaren Aktivitäten
sind transparent, friedlich und unter den Augen der IAEA-Inspektoren.
Warum gibt es also Einwände gegen unsere rechtlich anerkannten
Rechte? Welche Regierungen erheben Einwand gegen diese Rechte?
Regierungen, die selbst von Atomenergie und dem Urankreislauf
profitieren. Einige von ihnen haben die Atomtechnologie für nichtfriedliche
Zwecke mißbraucht, einschließlich der Produktion von
Atombomben und einige haben sogar die düstere Geschichte, sie gegen
die Menschheit eingesetzt zu haben.
Welche organisation oder Rat sollte sich mit diesen Ungerechtigkeiten
befassen? Ist der Sicherheitsrat in einer Position, sie zu behandeln?
Kann er die Verletzung der unverletzbaren Rechte von Ländern beenden?
Kann er bestimmte Mächte daran hindern, den wissenschaftlichen
Fortschritt in anderen Ländern zu behindern?
Der Mißbrauch des Sicherheitsrats als ein Instrument der Bedrohung
und der Nötigung ist tatsächlich ein Quell tiefer Besorgnis.
Einige ständige Mitglieder des Sicherheitsrats, selbst wenn sie
selbst Parteien in internationalen Streitigkeiten sind, drohen
anderen bequemerweise mit dem Sicherheitsrat und erklären, selbst
vor jeder Entscheidung des Rats, die Verurteilung ihrer Gegner
durch den Rat. Die Frage ist: was kann eine solche Ausnutzung des
Sicherheitsrats rechtfertigen und untergräbt nicht die Glaubw
ürdigkeit und Effektivität des Rates? Kann ein solches Verhalten
zu der Fähigkeit des Rates, Sicherheit zu wahren, beitragen?
Exzellenzen,
Eine Bewertung der vorangegangenen historischen Realitäten würde
zu dem Schluß führen, daß Gerechtigkeit bedauerlicherweise ein
Opfer von Gewalt und Aggression geworden ist.
- Viele globale Abmachungen sind infolge unzulässigen Drucks einiger
der Mächtigen ungerecht, diskriminierend und unverantwortlich
geworden;
- Drohungen mit Atomwaffen und anderen Instrumenten des Krieges
durch einige Mächte haben den Platz von Respekt vor den Rechten
von Nationen und der Erhaltung und Förderung von Frieden und
Ruhe übernommen;
- Für einige Mächte dauern die Behauptungen der Förderung von
Menschenrechten und Demokratie nur so lange an, wie sie als
Instrumente des Drucks und der Einschüchtreung gegen andere
Nationen benutzt werden können. Aber wenn es an die Interessen
der Kläger geht, haben Konzepte wie Demokratie, das Recht der
Selbstbestimmung von Nationen, Respekt vor den Rechten und der
Intelligenz von Völkern, internationales Recht und Gerechtigkeit
keinen Platz oder Wert. Dies manifestiert sich offensichtlich
in der Art, wie die gewählte Regierung des palästinensischen
Volkes behandelt wird, als auch in der dem zionistischen Regime
gewährten Unterstützung. Es ist gleichgültig, ob Menschen in
Palästina ermordet, zu Flüchtlingen gemacht, gefangengenommen,
inhaftiert oder belagert werden, das darf die Menschenrechte
nicht verletzen.
- Nationen sind nicht gleich in der Ausübung ihrer durch internationales
Recht anerkannten Rechte. Der Genuß dieser Rechte
hängt von den Launen bestimmter Großmächte ab.
- Offensichtlich kann der Sicherheitsrat benutzt werden, um die
Sicherheit und die Rechte einiger Großmächte zu sichern. Aber
wenn die Unterdrückten durch Bombardements dezimiert werden,
muß der Sicherheitsrat distanziert bleiben und nicht einmal
einen Waffenstillstand fordern. Ist dies nicht eine Tragödie
historischen Ausmaßes für den Sicherheitsrat, dessen Aufgabe
der Erhalt der Sicherheit von Ländern ist?
- Die herrschende Ordnung heutiger globaler Wechselbeziehungen
ist, daß bestimmte Mächte sich mit der internationalen Gemeinschaft
gleichsetzen und ihre Entscheidungen als jene von über 180 Ländern
verdrängend betrachten. Sie betrachten sich selbst als Herren und
Beherrscher der ganzen Welt und andere Nationen nur als zweite
Klasse in der Weltordnung.
Exzellenzen,
Die frage muß gestellt werden: wenn die Regierung der Vereinigten
Staaten oder des Vereinigten Königreichs, die ständige Mitglieder
des Sicherheitsrats sind, Aggressionen, Besatzungen und Verletzungen
internationalen Rechts verüben, welches der Organe der UN kann sie
dann zur Rechenschaft ziehen? Kann ein Rat, in dem sie privilegierte
Mitglieder sind, ihre Verstöße behandeln? Ist das jemals geschehen?
Tatsächlich haben wir wiederholt das Gegenteil beobachtet. Wenn sie
Differenzen mit einer Nation oder einem Staat haben, zerren sie ihn
vor den Sicherheitsrat und als Kläger vereinen sie gleichzeitig die
Rollen von Ankläger, Richter und Henker auf sich. Ist das eine gerechte
Ordnung? Könnte es einen deutlicheren Fall von Diskriminierung und
offensichtlichere Beweise von Ungerechtigkeit geben?
Bedauerlicherweise hat das Beharren einiger hegemonischer Mächte auf
der Durchsetzung ihrer ausschließenden Politik bei internationalen
Entscheidungsfindungsprozessen, einschließlich des Sicherheitsrats,
zu einem wachsenden Mißtrauen der weltweiten Meinung geführt und
so die Glaubwürdigkeit und Effektivität dieses äußerst universellen
Systems der gemeinschaftlichen Sicherheit untergraben.
Exzellenzen,
Wie lange kann eine solche Situation in der Welt andauern? Es ist
offenkundig, daß das Verhalten einiger Mächte die größte Herausforderung
für den Sicherheitsrat, die ganze Organisation und seine
zugehörigen Behörden darstellt.
Die derzeitige Struktur und Arbeitsweise des Sicherheitsrats, die
Erbe des Zweiten Weltkriegs sind, gehen nicht auf die Erwartungen
der heutigen Generation und die aktuellen Bedürfnisse der Menschheit
ein.
Heute ist es unleugbar, daß der Sicherheitsrat, am entscheidensten
und dringendsten Legitimität und Effektivität benötigt. Es muß
anerkannt werden, daß solange der Rat nicht in der Lage ist, auf
eine transparente, gerechte und demokratische Art im Interesse der
ganzen internationalen Gemeinschaft zu handeln, er weder legitimiert
noch effektiv sein weird. Außerdem wurde nun die direkte Beziehung
zwischen dem Mißbrauch des Vetos und der Aushöhlung der Legitimität
und der Effektivität des Rates klar und unbestreitbar belegt. Wir
können und dürfen nicht die Vernichtung oder auch nur die Eingrenzung
von Ungerechtigkeit, Täuschung und Unterdrückung erwarten, ohne die
Struktur und Arbeitsweise des Rates zu reformieren.
Ist es angemessen, von dieser Generation zu erwarten, sich den
Entscheidungen und Abmachungen unterzuordnen, die vor über einem
halben Jahrhundert getroffen wurden? Haben nicht diese oder
zukünftige Generationen das Recht zu entscheiden, in welcher
Welt sie leben wollen?
Heute ist eine ernste Reform der Struktur und der Arbeitsweise
des Sicherheitsrats notwendiger denn je zuvor. Gerechtigkeit und
Demokratie schreiben vor, daß die Generalversammlung, das höchste
Organ der vereinten Nationen, respektiert werden muß. Die Generalversammlung
kann dann, durch geeignete Mechanismen, die Aufgabe
der Reformierung der Organisation und insbesondere die Rettung des
Sicherheitsrats aus seinem derzeitigen Zustand übernehmen. In der
Zwischenzeit sollten die Blockfreien Staaten, die Organisation der
Islamischen Konferenz und der afrikanische Kontinent jeweils einen
Repräsentanten als ständiges Mitglied mit Vetorecht im Sicherheitsrat
haben. Das resultierende Gleichgewicht würde hoffentlich ein weiteres
Herumtrampeln auf den Rechten von Nationen verhindern.
Frau Präsidentin,
Exzellenzen,
Es ist unerläßlich, daß Spiritualität und Ethik ihren rechtmäßigen
Platz in internationalen Beziehungen finden. Ohne Ethik und
Spiritualität, erlangt im Licht der Lehren göttlicher Propheten,
können Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte nicht garantiert
werden.
Die Lösung heutiger Krisen der Menschheit liegt in der Beachtung
der Ethik und Spiritualität und der Herrschaft durch gerechte
Menschen hoher Kompetenz und Frömmigkeit.
Sollte Respekt für die Rechte von Menschen das vorherrschende Ziel
werden, dann werden Ungerechtigkeit, böse Stimmung, Aggression und
Krieg verschwinden.
Menschen sind alle Gottes Kreaturen und mit Würde und Respekt
ausgestattet.
Niemand besitzt anderen gegenüber Überlegenheit. Kein Individuum
oder Staat kann sich besondere Privilegien anmaßen oder die
Rechte anderer ignorieren und sich durch Einfluß und Druck als
die "internationale Gemeinschaft" aufstellen.
Die Bürger von Asien, Afrika, Europa und Amerika sind alle gleich.
Über sechs Milliarden Einwohner der Erde sind alle gleich und
verdienen Respekt.
Gerechtigkeit und Schutz der Menschenwürde sind die zwei Säulen im
Erhalt von Frieden, Sicherheit und Ruhe in der Welt.
Aus diesem Grund erklären wir:
Dauerhafter Frieden und ruhe in der Welt können nur durch
Gerechtigkeit, Spiritualität, Ethik, Mitgefühl und Respekt
für die Menschenwürde erreicht werden.
Wir sind alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft und
wir sind alle berechtigt, auf der Schaffung eines Klimas des
Mitgefühls, der Liebe und der Gerechtigkeit zu bestehen.
Alle Mitglieder der Vereinten Nationen sind von den schmerzlichen
und süßen Ereignissen und Entwicklungen in der heutigen Welt
betroffen.
Wir können feste und logische Entscheidungen fällen und dadurch
die Aussichten auf ein besseres Leben für derzeitige und zukünftige
Generationen verbessern.
Gemeinsam können wir die Ursachen für schlimme Krankheiten
und Beschwerden ausrotten und stattdessen, durch die Förderung
universeller und dauerhafter Werte wie Ethik, Spiritualität und
Gerechtigkeit, unseren Nationen erlauben, die Süße einer besseren
Zukunft zu schmecken.
Völker erstreben, angetrieben von ihrer göttlichen Natur, eigentlich
das Gute, Tugend, Perfektion und Schönheit. Wenn wir uns auf unsere
Völker verlassen können wir riesige Schritte zur Reform machen und
den Weg zur menschlichen Perfektion ebnen. Ob wir es mögen oder
nicht, werden Gerechtigkeit, Frieden und Tugend sich früher oder
später in der Welt mit dem Willen des allmächtigen Gottes durchsetzen.
Es ist zwingend erforderlich und wünschenswert, daß auch wir zur
Förderung von Gerechtigkeit und Tugend beitragen.
Der allmächtige und barmherzige Gott, der der Schöpfer des Universums
ist, ist auch sein Herr und Beherrscher. Gerechtigkeit ist sein
Befehl. Er befiehlt seinen Geschöpfen, einander in Gutem, Tugend und
Frömmigkeit zu unterstützen und nicht in Dekadenz und Korruption.
Er befiehlt seinen Geschöpfen, einander zur Rechtschaffenheit und
Tugend und nicht zu Sünde und Übertretung anzuhalten. Alle göttlichen
Propheten vom Propheten Adam (Friede sei mit ihm), zum Propheten Moses
(Friede sei mit ihm), zum Propheten Jesus Christus (Friede sei mit
ihm), zum Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) haben alle die
Menschheit zum Monotheismus, zu Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Liebe
und Mitgefühl aufgefordert. Ist es nicht möglich, basierend auf
Monotheismus, Gerechtigkeit, Liebe und Respekt für die Menschenrechte
eine bessere Welt zu schaffen und so Feindschaften zu Freundschaften
umzuformen?
Ich erkläre ausdrücklich, daß sich die heutige Welt, mehr als je
zuvor, nach gerechten und rechtschaffenen Menschen mit Liebe für die
Menschheit sehnt; und sich mehr als alles andere nach dem perfekten
menschlichen Wesen und dem wahren Erretter, der allen Völkern versprochen
wurde und der Gerechtigkeit, Frieden und Brüderlichkeit auf
dem Planeten bringen wird, sehnt.
Oh, allmächtiger Gott, alle Männer und Frauen sind Deine Geschöpfe
und Du hast ihre Wegleitung und Erlösung bestimmt. Beschenke die nach
Gerechtigkeit dürstende Menschheit mit dem allen von Dir versprochenen
perfekten Menschen und mache uns zu seinen Anhängern und jenen, die
nach seiner Wiederkehr und seiner Sache streben.
http://www.freace.de/artikel/200609/210906a.html
Wir distanzieren uns deutlicher denn je zuvor
Eine klare Stellungnahme
24.08.2006
Yavuz & Gürhan Özoguz
Gleich mehrere Politiker der große Koalition haben Muslime
in Deutschland dazu aufgerufen, sich deutlicher als zuvor von
Terrorismus zu distanzieren. Daher wollen wir damit anfangen,
ohne Datum, rückwirkend und für alle Zukunft.
Wir distanzieren uns deutlicher denn je zuvor von allen Terroristen
der Welt, insbesondere von denjenigen, die Terrorismus im Namen des
Islam beabsichtigen oder gar - Gott behüte - verüben!
Wir distanzieren uns deutlicher denn je zuvor von jeglichen
terroristischen Bombenlegern in Deutschland oder anderen Ländern,
insbesondere von den terroristischen Bombenlegern in deutschen
Zügen und anderen Terroristen, ob Muslim oder nicht, ob in Zügen,
Flugzeugen oder an irgendwelchen anderen Orten!
Wir distanzieren uns von den Verbrechen des 11. September 2001,
von allen, die in jeglicher Form daran beteiligt waren und allen,
die solche Terroranschläge befürworten. Gleichermaßen distanzieren
wir uns von allen anderen Terroranschlägen, seien sie in Madrid,
London oder an einem anderen Ort angedacht, geplant oder gar
ausgeführt worden!
Wir distanzieren uns von jedem Menschen, der zum Terrorismus aufruft
und von jedem, der zu jeglichen anderen Straftaten aufruft,
insbesondere dann, wenn er dabei den Namen des Islam mißbraucht.
Wir distanzieren uns auch von jedem Menschen, der mit dem Vorwand der
Selbstverteidigung, weil zwei eigene Soldaten "entführt" wurden, den
Befehl zum Massenmord an über 1.000 Zivilisten gibt und ein ganzes
Land verwüstet, die gesamte Infrastruktur vernichtet und weiterhin
die Menschheit bedroht, denn ihre Logik entspricht exakt derjenigen
der Terroristen!
Wir distanzieren uns von Menschen, die mit der Begründung, das eigenen
Volk hätte großes Leid erlitten, auf fremdem Boden einen Staat gründet,
aus der ganzen Welt Menschen dorthin einlädt und die eingestammte
Bevölkerung gleichzeitig systematisch vertreibt.
Wir distanzieren uns von Menschen, die hohe Mauern auf fremdem Boden
bauen, besetzte Gebiete besiedeln und tagtäglich die einheimische
Bevölkerung ermorden.
Wir distanzieren uns von Politikern, die Menschenrechtsverbrechern
und Verbrechen gegen das Völkerrecht nicht nur modernste Mittel
für Massenvernichtungswaffen wie atomwaffenfähige U-Boote liefern,
sondern diese auch noch von eigenen Volk bezahlen lassen!
Wir distanzieren uns von verbrecherischen Staatschefs, die es für
normal erachten, Menschen mehrere Jahre lang ohne die Mindestrechte
eines Angeklagte in Foltergefängnissen festzuhalten, und wir
distanzieren und auch von Politikern, die solche Verbrecher stützen
und unterstützen.
Wir distanzieren uns von verbrecherischen Staatschefs, die andere
Länder mit Kriegen überziehen, gleich mehrere Länder besetzen,
dabei tausende und abertausende Zivilisten ermorden und wir
distanzieren uns auch von Politikern, die solche Verbrecher stützen
und unterstützen.
Wir distanzieren uns von Journalisten und Politikern, die sich extrem
laut um die Religion eines potentiellen Terroristen interessieren,
aber weder die Religion der Opfer berücksichtigen (in New York,
Madrid und London waren auch Muslime Opfer), noch in irgendeiner
Form die Religion derjenigen nennen, die beim Ergreifen von möglichen
Terroristen hilfreich sind (wie die Hizb Allah-Sympathisanten im
libanesischen Geheimdienst).
Wir distanzieren uns von jeden Bürgern, die Flugpassagiere aufgrund
ihres Aussehens oder ihrer Sprache aus dem Flugzeug befördern wollen,
weil sie die Massenhysterie der westlichen Welt mittragen.
Wir distanzieren uns von Raubtierkapitalismus, der Menschen
verdinglicht und Dinge vergöttert und ganze Völker und Länder
ausbeutet.
Wir distanzieren uns von jedem Politiker, der Imperialismus
praktiziert und die Bodenschätze anderer Länder als sein eigen
ansieht und für deren "Sicherung" die schlimmsten, brutalsten
und mörderischsten Diktatoren stützt!
Wir distanzieren uns von Politikern, die sichtlich danach lechzen,
eigene Soldaten in fremde Länder zu schicken, um angeblich Konflikte
lösen zu helfen, ohne daß das betroffene Land danach gerufen hätte!
Wir distanzieren uns von jedem Politiker, der dem palästinensischen
Volk nach 60 Jahren Besatzung verbal das Heimatrecht zubilligt aber
gleichzeitig mit allen seinen Handlungen faktisch immer noch das
Heimatrecht verweigert.
Wir distanzieren uns von jedem deutschen Politiker, der von den
Muslimen in Deutschland mit Verweis auf die deutsche Geschichte
verlangt, ein rassistisches System zu akzeptieren, unabhängig
davon, wo es besteht.
Wir distanzieren uns von den Verbrechen in der deutschen Geschichte
wie auch von allen Verbrechen aller anderen Länder in der Geschichte
und Gegenwart.
Wir distanzieren uns von Politikern, die jeden Kritiker Israels mit
Hitler vergleichen.
Wir distanzieren uns von Journalisten und Politikern, die
Antisemitismus und Antizionismus gleichsetzen und damit
Juden in aller Welt verleumden und beleidigen!
Wir distanzieren uns von jeder Form von Rassismus, unabhängig
davon ob von Juden, Christen, Muslimen oder sonstwem ausgeübt
und unabhängig davon, gegen wen.
Wir distanzieren uns von Politikern, die von Muslimen verlangen,
tagtäglich auf das Grundgesetz zu schwören aber gleichzeitig das
gleiche Grundgesetz tagtäglich mit Füßen treten.
Wir distanzieren uns von allem Übel in der Welt, das wir in obiger
Auflistung noch nicht erwähnt haben, und wir tun es so laut und
deutlich wir nur können und so oft es erwünscht ist.
Diejenigen, die sich nicht von den oben genannten Verbrechen
und Verbrechern distanzieren sind die wahren Unterstützer von
Terrorismus - wir distanzieren uns von ihnen!
http://www.freace.de/artikel/200608/240806b.html
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>> Kasnazaniya / Casnazaniyyah: http://video.giv-seiten.info <<·
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>> Jemen-Page : http://jemen.giv-seiten.info <<·
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