|
> IRINA BESSARAB, THE JERUSALEM POST
> Mar. 10, 2005
>
> In light of recent surveys showing that German youths have a very
> limited knowledge of Israel, German Jewish students have undertaken
> a pilot project to teach their peers about some facets of Jewish
> life in Israel and Germany.
>
> The Israel Short Questionnaire (ISQ - pronounced "I ask you") is
> the latest project of the Federal Association of Jewish Students
> in Germany (BJSD), in which about 10 Jewish student volunteers
> from each local Jewish Student Society of Germany will be sent to
> participate in an educational program at German secondary schools.
> Founded to mark the 40th anniversary of the establishment of
> diplomatic relations between Israel and Germany, the project aims
> to correct misleading ideas of German pupils about modern Jewish
> life in both countries, under the motto "Tell them the truth."
>
> What do many German students not know? According to the BJSD's
> report on the recent pilot project in Hamburg, many of the 3,000
> participants were unaware that:
> Israel is a democratic state.
> Jerusalem is Israel's capital (not Tel Aviv).
> Germany's Jewish population is around 150,000 (not millions).
> (nach dt.Medienberichten kamen zwischen 1990 bis heute
> ca. 190.000 jüd. Kontingentflüchtlinge nach Deutschland. IS)
> The project is being carried out under the patronage of Dr. Rita
> Suessmuth, president of the German Bundestag (Parliament) (????
> sind alle anderen Infos auch so "true"? IS) , and Dr. Salomon
> Korn, vice president of the Central Jewish Committee of Germany.
> Like previous BJSD programs, it is supported by the Jewish Agency
> and the Central Committee of Jews in Germany. It will last eight
> months, after which its effectiveness will be evaluated.
> "The project is not politically motivated," BJSD chairwoman Elena
> Eyngorn told the Post in a telephone interview.
> "We want them to realize that they have the power to change
> stereotypical ideas. If they do not, who will?"
> "Deutsch-israelischer Schüleraustausch soll ausgebaut werden"
> Am 11.03.2005 empfing die Kultusministerkonferenz den israelischen
> Botschafter S.E. Shimon Stein im Jüdischen Museum Berlin zu einem
> Meinungsaustausch
> Beide Seiten messen dem 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer
> Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland am
> 12.05.2005 eine besondere Bedeutung für die weitere Intensivierung
> der bildungs- und kulturpolitischen Beziehungen bei. Sie begrüßen
> die für dieses Jahr geplante Unterzeichnung des deutsch-israelischen
> Kulturabkommens, das die Beziehungen zwischen beiden Seiten im
> Bildungsbereich auf eine rechtliche Grundlage stellen wird. Sie
> erhoffen sich hiervon positive Impulse und eine weitere Intensivierung
> der bilateralen Zusammenarbeit.
> Die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder erklärten ihre
> Bereitschaft, anlässlich des Jahrestages in den Schulen zahlreiche
> Aktivitäten und Projekte den deutsch-israelischen Beziehungen zu
> widmen. Beide Seiten sprachen sich zudem für die Einführung eines
> "Deutsch-Israelischen Tages" insbesondere an Schulen aus, in dessen
> Rahmen durch vielfältige Aktivitäten die deutsch-israelische Freund-
> schaft gefördert und der Kultur und Geschichte des jeweiligen
> Partnerlandes besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden soll.
> Die Kultusministerkonferenz und der israelische Botschafter haben
> auch die Gefahr des zunehmenden Rechtsextremismus erörtert. Die
> Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Prof. Dr. Johanna Wanka,
> erklärte: "Die Länder sind sich bewusst, dass die Schulen über
> die Gestaltung von einzelnen Gedenktagen, wie der Befreiung des
> Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar, hinaus eine besondere
> Verantwortung in Hinblick auf das Bewahren der Erinnerung an die
> vom nationalsozialistischen Regime an den Juden verübten Verbrechen
> tragen." Der Holocaust, eingebettet in den Unterricht über Ursachen,
> Strukturen und Funktionsmechanismen der nationalsozialistischen
> Gewaltherrschaft, ist fester Bestandteil in den Lehrplänen aller
> Schularten.
> Trotz vielfältigem Engagements, das zu Demokratie und Toleranz
> erziehen und die Gefahr des Rechtsextremismus deutlich machen soll,
> häufen sich Meldungen von wachsendem Antisemitismus. Es ist daher
> ein Anliegen der Bundesländer, dieser Entwicklung entschieden
> entgegenzutreten und rechtsextremistischer Gesinnung vorzubeugen.
> Dabei darf die Auseinandersetzung mit dem Judentum nicht auf die
> Vergangenheit beschränkt werden, sondern muss auch sämtliche poli-
> tischen, religiösen und kulturellen Aspekte der Gegenwart umfassen.
> Wünschenswert ist ein unmittelbarer Austausch mit den hier lebenden
> jüdischen Bürgern sowie mit den Bürgern des Staates Israel.
> Beide Seiten haben daher erklärt, dass dem deutsch-israelischen
> Schüleraustausch eine große Bedeutung im Hinblick auf einen lebendigen
> Austausch der jungen Generation aus beiden Staaten zukommt. Vor dem
> Hintergrund des Jubiläum kam man überein, dem Thema "40 Jahre deutsch-
> israelischer Schüleraustausch" besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
> Bürokratische Hemmnisse sollen abgebaut werden, um die Zahl der Aus-
> tauschschüler weiter zu erhöhen.
Jugendliche bzw Schüler und Studenten jeglicher Nationalität und Religion
wissen viele Dinge nicht. Es herrscht ein allgemeines Desinteresse in
einer Welt von Ignoranz und in einer Generatin von Big Brother und
Jugendgerichtsinszenierungen. Im Zeitalter von Krieg in weiter Ferne und
Ruhigstellung in nächster Nähe ist es schwierig, Jugendliche und junge
Menschen zu mehr politischem Bewusstsein zu inspirieren. Die Fülle von
Medien wird zu Boulevard-Zwecken oder umfangreichen chatrooms missbraucht.
Eine schöne Idee des BJDS ist es, solche Seminarreisen, Workshops etc. zu
organisieren. Leider sind solche Projekte in erster Linie Fragen der
Finanzen.Zehn Jugendliche besitzen das Privileg, in den Schulen über die
jüdische Identität zu berichten und zu inspirieren. Es bleibt zu wenig.
Auf der anderen Seite ist es bemerkenswert, denn es leben so viele
Nationalitäten mit verschiedener Religionszugehörigkeit in Deutschland.
Solche Projekte sollte es für Türken, Italiener und andere
Nationalitäten,auch geben. Aber wie gesagt, ist dies oft eine Frage der
Finanzen. Außerdem ist es eine Fehlvorstellung, dass eine allgemeine
Tendenz zu Antisemitismus herrscht. Im Moment steht der muslimische Glaube
in höchster Kritik. Der 11.September mag der Auslöser hierfür gewesen sein,
aber seit diesem Datum geht die Tendenz eher in Richtung des
Anti-Islamismus. Allein 2,3 Mio. Türken leben in Deutschland, von denen
93% dem islamischen Glauben angehören. Identität, Nationalität, Kultur und
politische Vertretung sind im Hinblick auf diese Zahl peinlichst gering.
Projekte dieser Art sind kaum vorhanden. Der Grund dafür liegt darin, dass
eine solche Behandlung als eine privilegierte angesehen würde. Es herrscht
kein Engagement und Interesse ist auch von Seiten deutscher Politik,
Bevölkerung in Deutschland und von Seiten der Medien nicht vorhanden. Die
Kinder in der Schule sind in Bezug auf den Holocaust gut informiert. Sie
lernen darüber von der 5. bis zur 13. Klasse eine Menge. Das Bewusstsein
haben die meisten nicht, weil sie desinteressiert und unmotiviert sind.
Über die türkische Geschichte wissen sie jedoch nichts. Die meisten wissen
über Israel nicht genug, weil sie von Seiten ihrer Lehrer politisch nicht
inkubiert werden dürfen. Das Thema Israel ist strittig und das muss es
auch sein. Israel mag demokratisch sein. Das ist es als eigene Einheit,
innenpolitisch. Außenpolitisch ist dies jedoch zu bezweifeln. Jerusalem
wurde 1950 durch den damaligen Ministerpräsidenten Ben Gurion zur
Hauptstadt Israels erklärt. Dies geschah, obwohl die UN 1947 beschlossen
hatten, Jerusalem unter eigene Verwaltung zu stellen. Die Stadt wurde
wider Internationalem Recht zur Hauptstadt erklärt. Dieses Faktum ist aber
auch wackelig. Die Entstehung des Staates Israel ist nämlich wackelig. 1922
hatte der Völkerbund auf der Friedenskonferenz von Paris Großbritannien das
Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und
Jordanien eingenommen wird, übertragen.
Zu den Mandatsbedingungen gehörte jedoch, dass die Briten die
Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollten, in der sie
1917 die "Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk"
versprochen hatten. Grenzen dieser "jüdischen nationalen Heimstätte"
wurden jedoch nicht bestimmt.Davor jedoch hatten die Briten den Arabern
bzw. Philistern genauso versprochen, ihnen ihr Land zurück zu geben, das
sie an die Osmanen verloren hatten. Beweggründe hierfür waren der
erstrebte Sieg gegen das Osmanische Reich. Das Ziel wurde 1917 erreicht.
Das Versprechen gegenüber den Arabern wurde jedoch nicht eingehalten. 1947
entstand ein Staat wider einfachen Rechts. Willenserklärungen können
schriftlich (Balfour-Deklaration) oder auch mündlich (im Krieg gegen die
Osmanen) abgegeben werden. In beiden Fällen sind sie für den Erklärenden
bindend. Da die Briten jedoch nicht beides erfüllen konnten oder wollten,
haben sie gegen einfaches Recht verstoßen. Ergo: Rechtliche Korrektheit
scheint zu fehlen! Demnach ist die Gründung des Staates Israel rechtlich
unzulässig gewesen. Auch wenn also Jerusalem zur Hauptstadt erklärt wurde,
wurde sie nur zur Hauptstadt eines vermeintlichen Staates erklärt. Es wurde
in dem obigen Artikel gesagt, dass in Deutschland lebende Juden nicht
ausreichend Kenntnisse über das Judentum und über Israel hätten, aber es
wurde nicht erwähnt, dass die Aufklärung diesbezüglich oft fehl geht. Es
geht in keinster Weise darum, die jahrhundertelange Verfolgung von Juden
zu verschönen. Dieses Thema ist unantastbar. Es ist die Wahrheit und es
ist mehr als nur eine Tragödie. Trotz alle dem ist es von Nöten, auch
bezüglich der Entstehung eines vermeintlichen Staates aufzuklären, um
dann eine Diskussion über die vermeintliche Hauptstadt entfachen lassen zu
können. Nicht geschichtliche, tragische Vorkommnisse schreiben die
Gegenwart: geltendes Recht schreibt die Gegenwart.
Politische und geschichtliche Aufklärung ist essentiell, denn "wer die
Vergangenheit nicht kennt, droht sie zu wiederholen". Toleranz und
Verständnis sind unabdingbar. Der weite Blick bringt den Menschen weiter,
denn wer durch das Guckloch guckt, glotzt nur, der sieht nicht. Der
strittige Vergleich der Juden mit den Kurden ist am Ende auch nur
strittig, weil er eine Frage der Finanzen ist. Das sollte er nicht sein.
Entscheidend sind die Menschenrechte ALLER Menschen. Es sind nicht
Briten-Rechte, Deutschen-Rechte, Juden-Rechte, Russen-Rechte. Es sind
Menschen-Rechte.
|