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Updates im Falle Plame gibts auf meiner Seite www.waterflake.com
Als die Bush Administration 2001 Patrick J Fitzgerald zum
Bezirksstaatsanwalt des Nördlichen Illinois Bezirk ernannte war ihr sich
nicht bewusst das seine einzigen Lebensmaxime Wahrheit, Aufrichtigkeit und
Unbeugsamkeit sind und das sein Verständnis von „Justice for All“ die
jetzige Regierung einschließt.
Patrick J. Fitzgerald hat sich durch unerlässlichem Eifer im Kampf gegen
Mafia Größen wie die Gambinos von NY, der Untersuchung zahlreicher
Terroristischen Anschläge sowie in Prozessen gegen Korruption einen Namen
gemacht.
Seit 2003 ermittelt Fitzgerald gegen Top Regierungsbeamte des Weißen
Hauses im Fall Valerie Plame der von vielen schon jetzt als Watergate der
Bush Ära bezeichnet wird. Die Anfänge und Entstehungsgründe reichen bis in
die Zeit vor den Irak Krieg und sind eng mit den angeblichen Beweisen der
USA für diesen Feldzug verbunden.
Die Rechtfertigung der Amerikaner für einen Krieg gegen den Irak,
resultiert aus dem „Niger-Dokument“. In diesem beschreibt eine anonyme
Quelle Versuche des Diktators Saddam Hussein illegal „Yellow Cake Uran“
vom Niger zu erwerben welches sich zur Herstellung atomarer Waffen
verwenden lässt.
Die US Regierung entsandte den ehemaligen US Botschafter Joseph Wilson um
die Gerüchte zu überprüfen. Die Anschuldigungen erwiesen sich als unwahr,
was durch Jo Wilsons Reise aber auch Journalisten und andere Quellen
bestätigt wurde.
Die Bush Administration jedoch suchte nach einem Vorwand zur Kriegsführung
und entschied trotz vieler gegenteiliger Meldungen die Niger Dokumente als
legitimen Beweis für die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak zu
nutzen.
In seiner jährlichen Ansprache am 28.Jan 2003 verkündete George W. Bush,
England hätte jetzt Beweise über Iraks Versuch Uran in Afrika zu erwerben.
Der Satz wird schlechthin als „Die berühmten 16 Worte“ beschrieben und
selbst die Bush Regierung gesteht mittlerweile ein das diese niemals in
der Rede hätten auftauchen sollen.
Im März dann blies Präsident Bush zum Sturm auf den Irak, öffentlich nur
unterstützt durch Großbritannien. Der Niger Bericht war zwischenzeitlich
von der Regierung an andere Geheimdienste sowie den UN Rat weitergeleitet
worden. Die allumfassende Meinung der Maulwurfgemeinschaft: „Die Niger
Dokumente sind eine nicht mal gute Fälschung“
Jo Wilson erstaunt über die Ansprache und geschockt über die
Kriegserklärung sprach mit Nicholas Kristof von der New York Times über
seinen Trip nach Afrika und die Tatsache dass die US Regierung sich
offenbar entschieden hatte seinen abschließenden Bericht zu ignorieren.
Wilson gestattete die Nutzung dieser Informationen unter der Bedingung
seinen Name nicht als Quelle preiszugeben.
Am 6.Juli 2003 wurde der Artikel unter dem Titel „Was ich in Afrika nicht
gefunden habe“ veröffentlicht, er übt scharfe Kritik an der Bush Regierung
und berichtet über Wilsons Trip ohne Ihn jedoch als Quelle für diese
Informationen zu benennen.
Der Artikel führte zu großer Verärgerung in der Bush Regierung, welche
daraufhin einen Plan schmiedete um Joseph Wilson in der Presse zu
diskreditieren. Die ausführende Hand und Verbindung zu den Journalisten
Mike Novak und Judith Miller ist der jetzt Angeklagte I. Lewis „Scooter“
Libby.
Am 14.Juli 2003 veröffentlichte der Kolumnist Mike Novak einen Artikel
indem er die Identität der Ehefrau von Mr. Wilson, Valerie Plame Wilson
als Analystin des CIA bekannt machte.
Da es sich hierbei um Geheiminformationen, Angelegenheiten der Nationalen
Sicherheit und eine schwere Straftat handelt wurde eine Ermittlung
eingeleitet um aufzudecken wer in der Regierung solche brisanten und
geheimen Informationen an die Presse hatte durchsickern lassen.
Gegenstand der Untersuchung durch Patrick J Fitzgerald sind folgende
Straftatbestände
a.) Verschwörung
b.) Missachtung
c.) Verstoß gegen den Beschluss zum Identitätsschutz
d.) Falschaussage
e.) Behinderung der Justiz
f.) Meineid
g.) Hochverrat
2 Jahre, zahlreiche Täuschungsmanöver und Lügen später erfolgte am
28.Oktober 2005 die erste Anklage gegen I. Lewis „Scooter“ Libby den
Stabschef des Vizepräsidenten Dick Cheney.
Auszug aus der Anklageschrift:
16.)
Um den 7.Juli 2003, Libby hatte Lunch mit dem derzeitigen Pressesekretär
des Weißen Hause und informierte den Pressesekretär darüber das Wilsons
Ehefrau für die CIA tätig ist und dieser Fakt nicht weitläufig bekannt
ist.
17.)
Um den Morgen des 8.Juli2003, Libby traf sich mit NY Times Reporter Judith
Miller. Das Thema Wilson kam zur Sprache und Libby ließ sich versichern
dass als Quelle auf „einen ehemaliger Parlamentsangestellten“ verwiesen
werden würde anstatt auf einen „hochrangigen Mitarbeiter der
Administration“, ebenso wie es vorher mit anderen Informationen gehandhabt
wurde. Dann besprach Libby die Reise von Jo Wilson und kritisierte die CIA.
Während des Gespräches unterrichtete Libby die Journalistin Miller von
seiner Überzeugung, dass Wilsons Frau für die CIA arbeite.
18.)
Ebenfalls am 8.Juli 2003 traf Libby sich mit dem Berater des
Vizepräsidenten in einem Vorzimmer des Vizepräsidenten und befragte Ihn
welche Dokumentation von Seiten der CIA notwendig wäre wenn der Gatte
eines CIA Angestellten in Ausland reisen würde.
21.)
Am 10. oder 11.Juli 2003, Libby sprach mit einem Weißen Haus Angestellten
(A) welcher Libby über eine Konversation unterrichtete die (A) früher in
der Woche mit dem Kolumnist Robert Novak geführt hatte. Wilsons Frau, als
CIA Mitarbeiter und Ihre Rolle in die Reise von Wilsons wurden besprochen.
Libby wurde informiert, das Novak einen Artikel über Wilsons Frau schreiben
würde.
22.)
Um den 12.Juli 2003, Libby flog mit dem Vizepräsident und anderen nach und
von Norfolk, Virginia in “Air Force 2”. Auf dem Rückflug verständigte sich
Libbys mit den anderen Regierungsbeamten wie er sich zu offenen
Medienanfragen, einschließlich derer Matthew Coopers von „Time“ äußern
sollte.
23.)
Um den 12.Juli 2003, am Nachmittag sprach Libby telefonisch mit Cooper,
dieser fragte ob Libby gehört hätte das Wilsons Frau etwas damit zu tun
hatte, das Wilson auf seinen Trip in den Niger geschickt wurde. Libby
bestätigte ohne weitere Erklärungen oder Qualifikationen das er dies auch
gehört hätte.
24.)
Um den 12.Juli 2003, am Nachmittag sprach Libby telephonisch mit Judith
Miller von der “New York Times” und diskutierten Wilsons Frau und das sie
für die CIA arbeitet.
25.)
Um den 26.September 2003 autorisierte das Justizministerium das FBI eine
Untersuchung in die möglicherweise unbefugte Weitergabe von
Geheiminformation bezüglich Valerie Wilsons Verbindung zu verschiedenen
CIA Reports im Frühjahr 2003.
Die nachfolgenden Berichte und Artikel, Lügen, Statements und
Dementierungen ebendieser Statements in den nächsten Jahren von Libbys
Seite sind zahlreich und schmutzig. Was jedoch am Ende blieb waren
Handfeste Beweise die zur Anklageerhebung gegen Libby im Oktober 2005
führten und ihn zum Rücktritt zwangen.
Noch ist der Prozess in weiter Ferne, er wurde am 02.Februar 2006 durch
Richter Walton auf für den 08.Januar 2007 festgesetzt. Zu erwarten ist
zwischenzeitlich ein grimmiger Kampf um Dokumente, angeblich vermisste
E-Mails und Kommuniques.
Libby erste Verteidigungsstrategie war die so genannte „Greymail“ oder
„Graue E-Mail Strategie“. Der Anwalt des Angeklagten fordert soviel wie
nur möglich Dokumente an die der Geheimhaltung unterliegen. Sollten die
entsprechenden Behörden die Übergabe aus Gründen der Nationalen Sicherheit
verweigern plädieren dann die Anwälte das der Angeklagte aufgrund dieser
fehlenden Dokumente nicht angemessen verteidigt werden kann was zur
Einstellung des Verfahrens führt.
Am 09.Februar 2006 wechselte dann Libby seine Strategie und sagte vor der
Grand Jury aus, seine Vorgesetzten, unter anderem Vizepräsident Cheney
haben ihn berechtigt klassifizierte Informationen im Bezug auf die
Untersuchung zum Besitz Iraks von Kernwaffen freizugeben.
Dies war sicher ein Wendepunkt, da hier zum ersten Mal öffentlich Dick
Cheneys Verwicklung in die Affäre zur Sprache kam. Es ist zu erwarten das
Libby um sich selber zu retten versuchen wird die Verantwortung
weiterzureichen und damit die Ermittlungen eine Etage höher rutschen
lässt.
Der letzte versuchte Diskreditierungsversuch liegt nur wenige Tage zurück
und bestand in einer Erklärung der Verteidigung Patrick J Fitzgerald hätte
nicht die rechtliche Befugnis die von Ihm vorgenommen Untersuchung
durchzuführen. Die Anschuldigung erwies sich schnell als haltlos und hielt
sich gerade mal einen Tag in der Presse.
Das Amerikanische Volk verfolgt mit Spannung die neusten Entwicklungen,
dass diese die jetzige Administration welche von vielen als „Die
Korrupteste Regierung in der Geschichte der Vereinigten Staaten“
beschriebene wird zu Fall bringen könnte.
Dazu kann ich nur sagen: Go Fitz Go!
Für weitere Information, Kritiken, Meinungsaustausch und Kommentare stehe
ich gerne zur Verfügung.
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