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Fw: [Greenpeace] Kanada: Regenwald des Grossen Baeren endlich geschuetzt

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Sent: Tuesday, February 07, 2006 4:42 PM
Subject: [Presse-Greenpeace] Kanada: Regenwald des Grossen Baeren endlichgeschuetzt

Presseerklaerung vom 7. Februar 2006

Kanada: Regenwald des Grossen Baeren endlich geschuetzt

Greenpeace feiert nach neun Jahren Kampagne Erfolg fuer den Urwald

Vancouver/Hamburg, 7. 2. 2006 - Seit heute sind 1,8 Millionen Hektar Urwald an der Westkueste Kanadas langfristig vor der Abholzung geschuetzt. Darueber hinaus soll im restlichen Gebiet des Great Bear Rainforest (Regenwald des Grossen Baeren) bis 2009 oekologische Waldnutzung eingefuehrt werden. Dies verkuendete heute die Provinzregierung des kanadischen Bundesstaates Britisch Columbia. Fuer die Umweltorganisation Greenpeace ist das einer der groessten Erfolge in ihrer Geschichte. Seit 1997 hatten sich die Umweltschuetzer fuer den Schutz dieses Urwaldes eingesetzt und ueber viele Jahre gegen dessen Vernichtung protestiert. Die Kampagne erregte weltweite Aufmerksamkeit. Seit 2001 hatte Greenpeace an dem jetzt verkuendeten Schutzkonzept mit gearbeitet.

Der Regenwald im kanadischen Bundesstaat British Columbia ist der letzte grosse temperierte Regenwald der Erde und hat die Flaeche Hessens. In den Waldtaelern mit ueber 1000-jaehrigen Baeumen leben Baeren, Woelfe und Seeadler. Nur hier lebt der weisse Kermode-Baer, ein heiliges Symboltier einiger Indianervoelker an der Westkueste Kanadas.

"Jahrelanger friedlicher Protest und Beharrlichkeit haben sich gelohnt", sagt Oliver Salge, Waldexperte bei Greenpeace. "Das gibt mir Hoffnung fuer die anderen bedrohten Urwaelder dieses Planeten, etwa in Finnland oder am Amazonas." Greenpeace hat Ende der 90er-Jahre im Great Bear Rainforest und in Deutschland bei kanadischen Botschaften und Abnehmern von Holz und Zellstoff protestiert. Haeuptlinge der Nuxalk-Indianer schnitzten waehrend einer Deutschland-Tour 1999 einen Totempfahl, um auf die Kahlschlaege in ihren Waeldern hinzuweisen. Auch drei als "Wuetende Grossmuetter" bekannt gewordene kanadische Frauen protestierten im Jahr 2000 persoenlich bei den grossen deutschen Papierherstellern und Holzhaendlern gegen die Zerstoerung der Waelder.

1999 organisierte Greenpeace eine Reise fuer deutsche Papierhersteller und Zeitschriftenverleger in die Urwaelder British Columbias, damit diese sich selbst ein Bild von der Zerstoerung machen konnten. Die deutschen Handelspartner drohten daraufhin der kanadischen Papierindustrie, Vertraege im Wert von 600 Millionen kanadischen Dollar zu stornieren, wenn kein Einschlagsstopp (Moratorium) erlassen wird.

Nachdem Anfang 2001 ueber 100 Kunden der kanadischen Holz- und Papierindustrie weltweit Vertraege auf Grund der Greenpeace-Proteste kuendigten, stimmten diese endlich einem Einschlagsmoratorium zu. Im April 2001 einigten sich Greenpeace und andere Umweltgruppen mit den fuehrenden kanadischen Holzkonzernen darauf, den Holz-Einschlag auf einer Flaeche von 1,2 Millionen Hektar vorerst zu stoppen. Waehrend die Motorsaegen schwiegen, begannen mehrjaehrige wissenschaftlich begleitete Verhandlungen zwischen Greenpeace und der Holz- und Papierindustrie, der in einem Schutzvorschlag fuer den Regenwald des grossen Baeren muendete. Dieser Vorschlag ist jetzt die Basis fuer die Entscheidung der Provinzregierung.

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