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Israel. Ein Staat sucht sich selbst

Buchrezension
Igal Avidan: Israel. Ein Staat sucht sich selbst.
Diederichs, München 2008, 214 S., 19,95 Euro;

Text aus amnesty journal Mai 2008 von Stefan Wirner

Einen Staat lesen

Am 14. Mai jährt sich die Gründung Israels zum 60. Mal.
Mehrere Neuerscheinungen israelischer Autoren befassen sich mit den Menschen und ihrem komplizierten Leben in dem Land.

Wer sich mit der politischen Realität dieses in der Welt so umstrittenen Staates befassen will, dem sei Igal Avidans »Israel. Ein Staat sucht sich selbst« angeraten. Der Korrespondent des »Jerusalem Report«, der auch für die »Süddeutsche Zeitung« und »Cicero« arbeitet, lässt die Geschichte Israels Revue passieren und spürt den aktuellen Fragen zum Selbstverständnis des Staates nach: »Wird Israel noch weitere 60 Jahre existieren? Und wenn ja, wird es zu einer Art Massada, einer Burgfestung, deren Bewohner ein Leben im Dauerkampf um ihre Existenz führen?« Zionismus, arabische Israelis, die Bedrohung von außen, die Siedlungen - alle brisanten Themen werden in einem anekdotenreichen Stil erörtert. Wer sich darauf einlässt, dürfte seinen Horizont erweitern.

Der Autor ist freier Journalist und lebt in Berlin.

Quelle
amnesty journal, 05/2008, Einen Staat lesen von Stefan Wirner, S. 38
20.05.08    Jana Böhnke <boehnke@gmx.de>
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