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Von: Dialog-Kreis [mailto:dialogkreis@t-online.de]
Gesendet: Donnerstag, 25. Oktober 2007 10:35
Betreff: Appell der Friedensbewegung: "Die Waffen nieder" im türkischkurdischen
Konflikt!
Dialog-Kreis: „Die Zeit ist reif für eine politische Lösung
im Konflikt zwischen Türken und Kurden“
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Pressemitteilung
25. Oktober 2007
Deutsche Friedensbewegung appelliert:
„Die Waffen nieder“ im türkisch-kurdischen Konflikt!
Es ist, als ob zwei Züge aufeinander rasen und die Lokführer eines
jeden brüllen sich zu, der andere solle bremsen. Die Kämpfe in
kurdischen Gebieten in der Türkei und an der Grenze zum kurdischen Teil
des Irak werden immer heftiger. Die Spirale der Gewalt dreht sich in
Rache und Gegenrache. Ankara steht unter Druck, seinen Generälen grünes
Licht für Intervention im Irak zu geben. Dann würde das gegenseitige
Morden erst richtig losgehen – ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung.
Dies muss und kann verhindert werden. Ein großer Schritt auf jeder
Seite kann den Anfang zur Umkehr bilden:
Wir fordern die PKK auf, jegliche Kampfhandlungen zu unterlassen, ihre
Kämpfer unter internationaler Beobachtung aus der Türkei zurückzuziehen
und eine Entwaffnung ihrer Guerilla-Verbände unter der Aufsicht der
Vereinten Nationen anzubieten.
Wir fordern die Regierung der Türkei auf, einen Rückzug der PKKGuerilla
aus der Türkei militärisch nicht zu behindern und gleichzeitig
eine generelle Amnestie für alle am türkisch-kurdischen Konflikt
Beteiligten zu erlassen.
Ist dies geschehen, kann der politische Dialog, um die Lösung der
Kurdenfrage im Rahmen der Türkei aufgenommen werden. Ein Land wie die
Türkei, das sich um eine Aufnahme in die multi-ethnische, multikulturelle
und multi-religiöse Europäische Union bemüht, muss auch im
eigenen Lande diese Pluralität akzeptieren. Das überwindet die Gefahr
des Separatismus und dient der Aussöhnung und der Verwirklichung der
Menschenrechte.
Gegenwärtig versuchen die USA, Ankara an einer Invasion in den Nordirak
zu hindern. Die EU und ihre Staaten haben allen Grund sich für eine
politische Lösung in diesem Konflikt einzusetzen. Sie können es tun,
indem sie die kurdische Guerilla nicht länger als terroristisch
betrachten, wodurch sie sich selbst friedenspolitisch handlungsunfähig
machen. Wer Frieden schaffen will, muss mit allen Konfliktseiten
sprechen können.
Wir fordern deshalb die EU und die EU-Staaten auf, sich mit energischen
Schritten einer weiteren Eskalation dieses Konflikts entgegenzustellen
und sowohl in der Türkei wie auch gegenüber der PKK-Guerilla für die
genannten ersten Schritte einzutreten.
Wer Frieden will, muss den Frieden vorbereiten! Das ist jetzt das Gebot
der Stunde!
Aachener Friedenspreis e.V.; Dialog-Kreis „Die Zeit ist reif für eine
politische Lösung im türkisch-kurdischen Konflikt“; Deutsche Sektion
der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in
sozialer Verantwortung (IPPNW); Komitee für Grundrechte und Demokratie;
medico international; AG Türkei/Kurdistan im Netzwerk
Friedenskooperative; Kooperation für den Frieden (Dachverband von 44
deutschen Friedensorganisationen); Pax Christi, Kommission Asyl/
Flüchtlinge
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