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Todesurteile gegen kurdische Journalisten im Iran
Zur drohenden Hinrichtung von zwei kurdischen Journalisten im Iran
erklärt die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke:
Ende Juli hat das Revolutionsgericht in der iranischen Stadt Marivan
zwei kurdische Journalisten zum Tode durch den Strang verurteilt. Den
Redakteuren Abdulwahed Butimar und Adnan Hassanpur von der kurdischen
Zeitung ASO wird Spionage vorgeworfen, weil sie ausländischen Sendern
über Menschenrechtsverletzungen und Angriffe auf die kurdische
Minderheit berichteten.
Die Todesurteile gegen die beiden Journalisten reihen sich ein in eine
verschärfte Unterdrückungspolitik gegen die kurdische Minderheit im
Lande. Sie sind aber auch Teil einer allgemeinen Repressionspolitik
gegen alle Kritiker der Islamischen Republik, gegen Frauenvereinigungen
und Gewerkschaften, Homosexuelle und Studierende. So befinden sich der
Vorsitzende der Teheraner Busfahrergewerkschaft Mansur Ossanlou und
eine Reihe weiterer Gewerkschaftsaktivisten in Haft, weil sie für
Arbeiterrechte eintraten.
Ich appelliere an die iranischen Behörden, die Todesurteile gegen
Abdulwahed Butimar und Adnan Hassanpur aufzuheben und die
Verbotspolitik gegen kurdische Organisationen, Institutionen und Medien
zu beenden. Die verhafteten iranischen Gewerkschafter müssen freikommen
und das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung gesichert werden.
Gerade angesichts der Kriegsdrohungen der USA und ihrer Verbündeten
sollte sich die iranische Führung keine Blöße geben und dem westlichen
„Menschenrechtsimperialismus“ mit einer repressiven Politik gegen
Minderheiten oder Gewerkschafter ein Einfallstor bieten.
Ulla Jelpke, MdB
Innenpolitische Sprecherin
Fraktion DIE LINKE
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: (030) 227-71253
Fax: (030) 227-76751
Mail: ulla.jelpke@bundestag.de
Web : http://www.ulla-jelpke.de
http://www.linksfraktion.de/
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