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24. Juli 2007
Die Islamische Republik verstärkt die Repressalien gegen die kurdische
Bevölkerung
Todesurteile und Verhaftungswelle in Iranisch-Kurdistan
Presseberichten zufolge sind Adnan Hassanpour und Abdolvahed (Hiva)
Boutimar von dem Revolutionsgericht in Sanandej am 16. Juli 2007 ohne
Rechtsbeistand zum Tode verurteilt worden.
Adnan Hassanpour wird „Vorgehen gegen das System, Gefährdung der
nationalen Sicherheit, die Spionage und ein Interview mit TV-VOA“ und
Hiva Boutimar, Mitglied der NGO „Sabz Chia“ ( Grüner Berg) wird „die
Angehörigkeit zu einer kurdischen Oppositionspartei“ vorgeworfen.
Hassanpour war Journalist, Menschenrechtsaktivist und ein
Redaktionsmitglied der bereits von Behörden geschlossenen Zeitung
„Aso“. Er wurde vor sechs Monaten verhaftet und war aus Protest gegen
seine Folterung zwei mal in Hungerstreik getreten.
Boutimar war Bürgerrechtaktivist und Umweltschützer und wurde am 12.
Februar 2007 von Sicherheitskräften an Stelle von seinem Bruder Hadi
Boutimar festgenommen!
Am 22. Juli 2007 haben die „Sicherheitskräfte“ die Bürgerrechtler
Behazad Kurdistani, Dichter und Schriftsteller, Hiva Naderi, Dichter
und Lehrer und Danial Imami, Schriftsteller und Mitglied des
Kulturzentrum „Ronan“ in der Kurdenstadt Marivan verhaften.
Am 01. Juli 2007 wurde Mohammed Sadiq Kabudvand, Vorsitzender der
"Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte in Kurdistan" durch
iranische Sicherheitskräfte in seinem Büro in Teheran verhaftet und in
das Evin-Gefängnis verbracht.
Die iranischen Behörden haben bis jetzt keine Angaben zum Grund der
Festnahme gemacht.
Ijlal Ghavami, Journalist bei dem bereits geschlossenen Wochenmagazin
„Payame mardome kurdistan“ (Botschaft der kurdischen Bevölkerung),
wurde am 09. Juli verhaftet und zu drei Jahren Haftstrafe verurteilt.
Ako Kurdnasab, Journalist bei der Wochenzeitung „Karaftou“ befindet
sich seit 21. Juni in Haft.
Kaveh Javanmardi, Journalist bei der Wochenzeitung „Karaftou“, der am
16 Dezember 2006 verhaftet wurde, wurde am 17, Mai 2007 zu Zweit Jahren
Haft verurteilt.
Sie haben sich friedlich für die Bürgerrechte in Kurdistan und Iran
eingesetzt.
All diesen Gefangenen ist das Recht auf Verteidigung und einen fairen
Prozess vorenthalten.
Das Regime der Islamischen Republik nutzt die Fokussierung der
Weltöffentlichkeit auf sein Atomprogramm sowie das unverständliche
Schweigen des Westens zu den systematischen Menschenrechtsverletzungen
im Iran aus, um jede Stimme nach Freiheit im Land, vor allem in
Kurdistan, zu unterdrücken und zu ersticken.
Bedauerlicherweise gelingt es dem islamischen Regime immer wieder, nach
dem altbewährten Prinzip „Verhandeln mit Ausland und Verstärken der
Unterdrückung im Inland“ vorzugehen und die demokratischen Kräfte
auszuschalten.
Wir appellieren an die Menschenrechtsorganisationen und alle
demokratischen Kräfte und die EU-Regierungen, die Situation ernst zu
nehmen und sich für die Aufhebung der ungerechtfertigten Todesurteile
sowie die Freilassung kurdischer Gefangene setzen einzusetzen.
Wir fordern die Internationale Gemeinschaft auf, ihr fatales Schweigen
zu andauernden gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Iran zu
brechen, die Verbrechen der islamischen Diktatur zu verurteilen und das
Regime zur Einstellung der Gewalt und Unterdrückung in Kurdistan und
ganzem Iran unter Druck zu setzen.
Demokratische Partei Kurdistan Iran – PDKI, Internationale Beziehungen
[Quelle: Mesop, 26.7.2007]
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