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Eine neue Phase der Arabisierung in Syrisch-Kurdistan hat begonnen
Cankurd - Bonn /10.07.2007
Seit 1963 hat die syrische Regierung, unter der Herrschaft der
arabischen nationalistischen Baath Partei, mehr als 40 arabische
Siedlungen in den kurdischen Gebieten, entlang der syrisch-türkisch-
irakische Grenzen eingerichtet. Die Araber sind bewaffnet, versorgt und
gefördert seitens der Behörden, Militär und Polizei. Sie werden von
anderen Orten, in diese Gebiete disloziert. Der Grund ist eindeutig::
Nach einem Plan des bekannten Baathisten Mohamed Talab Hilal sollen die
Kurden nirgends wo eine Mehrheit bilden. Aber man hat für diesem
rassistischen Plan den Namen „Staatliche Farmen“ gegeben und die ganze
Politik als ein Schritt in Richtung „ Agrarreform“ erklärt. Damals
starben Kurden unter dem Kugel-Hagel der Besatzerie. Kurden, die noch
ärmer und bedrohter befindlich sind, mußten in die großen Städte
Syriens, wie Aleppo und Damaskus, nach Libanon und Europa, gehen, um
ihre Familien zu ernähren.
Dieser sogenannte „Arabischer Gürtel“ hat tiefe und negative Wirkungen
in dem demographischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben, in den
kurdischen Gebieten von Syrien verursacht. Die Antwort darauf war der
blutige Aufstand der gesamten kurdischen Bevölkerung in Syrien am 12-
13.03.2004 gegen das Assad Regime. Dabei sind mehrere Personen,
darunter Kinder und Frauen, seitens der Armee und Polizei umgebracht
worden. Andere haben ihr Leben unter Folter in Gefängnissen der
Geheimdienste verloren oder sind zu Krüppeln gemacht worden. Die
Menschenrechtsorganisationen in Syrien haben das Eingehen der
staatlichen Mächte gegen die Kurden als unmenschlich und unakzeptabel
dokumentiert. Die Weltgemeinschaft hat sich leider als
Verantwortungslos gegenüber das kurdische Volk in Syrien noch mal
gezeigt, aber viele Freunde dieses Volkes in Europa und in USA haben
sich darüber geärgert und haben sich gegen das Assad Regime in Gang
gesetzt.
Seit Juni 2007 hat die syrische Regierung damit begonnen, eine weitere
Stufe dieses Arabisierungsplans zu verwirklichen. Mehr als 150
arabische Familien sind von südlichen Teilen des Alhasaka Gebietes
gebracht und im kurdischen Derik Gebiet (arabisiert zu Almalikiya), in
der Nähe der syrisch-irakischen Grenze, angesiedelt worden. Der Staat
gibt den angesiedelten Arabern Land und unterstützt sie mit allen
offiziellen Formalitäten und versorgt sie, damit sie bei den
staatlichen Plan mitmachen. Während die Kurden, die mehr als die
Fremden die Unterstützung dringend brauchen und „landlos“ auf eigenem
Boden stehen, werden ignoriert und gezwungen sich den neuen Herren aus
der Wüste zu unterwerfen. Sie werden mit der Zeit nach Europa gehen, wo
es zunehmend viele Probleme mit den aufgenommenen Ausländern aus dem
Nahen Osten gibt.
Die kurdische nationale Bewegung hat mit scharfen Worten auf diese neue
Welle der Arabisierung in Syrien reagiert und manche Kurden sprechen
von Gewaltanwendung gegen die syrischen Behörden und gegen die neuen
Kolonisierer. Das wird für die gesamte syrische Opposition eine ernste
Herausforderung.
Die Regierung versucht mehrere Ziele zu erreichen:
- Die Schaffung eines arabischen Gebietes zwischen den Kurden im Irak
und Syrien, damit sie totale Kontrolle über das Gebiet mit Hilfe von
arabischen Stämmen auf die Kurden und ihre politischen Bewegung ausübt.
- Im Fall des kurdischen Widerstandes, kann das Regime die
ungewünschten Offiziere der Armee hinschicken und sie dadurch weit weg
von Damaskus halten.
- Die Einmischung in Irak kann noch einfacher werden, wenn an der
Grenze zu Irak sunnitische Araber anstatt Kurden angesiedelt werden.
- Der Plan der totalen Arabisierung Syrisch-Kurdistan, der noch ein
Wunsch des gestorbenen Hafez Alassad war, wird durch durch den Sohn
vollendet.
Ich habe heute eine e-mail an den Staatspräsidenten Dr. Bashar Alassad
geschickt und habe ihn aufgefordert, diesen Plan zu stoppen, weil das
viele und ernsthafte und vor allem dauerhafte Probleme zwischen Arabern
und Kurden in der Zukunft verursachen kann. Die freiheitliche und
demokratische Welt soll dem Kurdischen Volk in Syrien helfen, damit
keine neue „Darfur“ - Lage entsteht. Der „Arabische Gürtel“ muß
aufgelöst werden und das syrische Regime muß dazu gezwungen werden,
damit kein kurdische „Fanatismus“ geboren wird. Die Kurden im Irak
haben der Welt gezeigt, daß sie auf dem Weg zur Demokratie und Freiheit
sind, bitte lassen Sie die Kurden in Syrien nicht einen anderen Weg
gehen.
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