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news: 24.5.2008

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Selbstanzeigen wegen „Herrn Öcalan“

In Diyarbakir haben sich 321 Personen bei der Staatsanwaltschaft selbst angezeigt: Auch künftig würden sie für Abdullah Öcalan die Anrede „sayin“ verwenden, was soviel bedeutet wie „sehr geehrter Herr“. Mit dieser Aktion ist eine Kampagne gegen die
Kriminalisierung von Hunderten Einzelpersonen eingeleitet worden, die wegen der Verwendung dieses Begriffes im Zusammenhang mit Öcalan mit Strafverfahren überzogen werden.

Unter den 321 Personen, die ihre Selbstanzeige in einer gemeinsamen Aktion bei der Staatsanwaltschaft einreichten, befinden sich auch mehrere Bürgermeister der DTP sowie Vertreter
zivilgesellschaftlicher Organisationen.

Quelle: ANF, 23.05.2008, ISKU

Türkisches Aufklärungsflugzeug in Südkurdistan abgestürzt

In Südkurdistan ist nahe der türkischen Grenze in den
Medya-Verteidigungsgebieten ein Aufklärungsflugzeug der türkischen Armee abgestürzt. Örtliche Quellen berichteten, vermutlich handele es sich um einen Aufklärer des Typs Heron israelischer Bauart, der von der Guerilla abgeschossen worden sei. Einheiten der türkischen Armee seien hektisch damit beschäftigt, die Überreste zu bergen.

Der Peschmerga-Sprecher Cabar Yaver ließ dazu lediglich verlauten, dass die Angelegenheit untersucht werde. Weder die türkische Armee noch die HPG haben sich bisher zu dem Thema geäußert.

Quelle: ANF, 23.05.2008, ISKU

Birand: Medien lügen zum Thema PKK

Der viel gelesene türkische Kolumnist Mehmet Ali Birand hat in seiner gestrigen Kolumne in der Tageszeitung Posta darauf aufmerksam gemacht, dass die Medien zum Thema PKK lügen. „Die Medien gehen so vor, um die Moral der türkischen Streitkräfte zu steigern. Dabei tragen wir damit nur dazu bei, dass das Vertrauen in der
Öffentlichkeit schwindet. Die vielen Übertreibungen und
aufgeblasenen Parolen ermüden die Gesellschaft und heben auch nicht die Moral der Truppe. Wir leiten damit lediglich eine unnötige Erosion ein.“

Das Verhalten der Medien diene dem Zweck, die Realität zu verdecken, so Birand: “Es reicht schon aus, sich die Meldungen der letzten Monate anzuschauen. [...] Jede Woche wird davon gesprochen, dass die PKK sich in Auflösung und großer Panik befindet. Ihre Anführer flüchten, ihre Kommandanten werden getötet, und die übertriebene Anzahl der Toten. Wenn man diese auflistet, sieht man, dass fast die gesamte PKK getötet worden sein muss. Aber diese Leute laufen immer noch umher und machen unsere Soldaten zu Märtyrern. [...] Damit betrügen wir nur uns selbst. Unsere Menschen sterben umsonst. Wir müssen endlich einsehen, dass wir mit unnötigen Heldengeschichten nirgendwo hinkommen.“

Quelle: ANF, 23.05.2008, ISKU

Leyla Zana in London

Im Rahmen eines London-Besuchs hat die kurdische Politikerin Leyla Zana auf einer Veranstaltung im britischen Parlament in einem Redebeitrag darauf hingewiesen, dass bei einer Analyse der
kurdischen Frage beachtet werden müsse, wie das kurdische Volk selbst zur PKK stehe: „Das kurdische Volk betrachtet den Kampf der PKK wie eine Versicherung für sich selbst. Auch ich bin Teil dieses Volkes.“

Weiter erklärte Zana, die kurdische Bevölkerung hege keine
Leidenschaft für Waffen: „Damit die PKK die Waffen niederlegen kann, müssen zunächst die Bombardierungen aufhören.“ Es müsse endlich ein konkretes Projekt entstehen, damit die Waffen zum schweigen gebracht werden könnten.

Quelle: ANF, 22.05.2008, ISKU

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25.05.08    Kurdistan Infos <kigb@gmx.de>
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