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news: 19.5.2008

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„Edi bes e“-Kampagne geht weiter

Mit einer Erklärung hat die KCK den zweiten Teil der seit Oktober letzten Jahres laufenden Kampagne unter dem Motto „Edi bes e – Jetzt reicht’s!“ angekündigt. Es gehe darum, „zu der Politik des
türkischen Staates“ gegen Abdullah Öcalan, die Guerilla und das kurdische Volk „auf sozialem, politischen und wirtschaftlichem Gebiet“ Einhalt zu gebieten. Das kurdische Volk sei aufgefordert „gegen Erniedrigung, Behandlung als Bürger zweiter Klasse, Folter und unmenschliche Behandlung“ sowie gegen eine Politik, mit der über Hunger und Armut eine Kapitulation erreicht werden solle, „Jetzt reicht’s“ zu sagen.

Quelle: ÖP, 19.05.2008, ISKU

Sechs Guerillakämpfer vergiftet

In Van sind sechs Guerillakämpfer von einem türkischen Spitzel mit Gift ermordet worden. Der Täter, Abdulmutallip Özdemir, war von der Guerillaeinheit zuvor wegen des Verdachts auf Kontraaktivitäten festgenommen und verhört worden. Da sich im Verhör dazu keine Beweise ergaben, wurde Özdemir wieder freigelassen und es wurde ihm gestattet, die Nacht bei der Einheit zu verbringen. Der Kontra versetzte daraufhin Tee mit Gift, wodurch von der siebenköpfigen Einheit sechs Guerillakämpfer unmittelbar starben. Danach schoss Özdemir noch auf die Leichname und wurde schließlich beim
Fluchtversuch von dem wachhabenden Guerillakämpfer erschossen.

Der türkische Generalstab hatte zu dem Vorfall die Lüge verbreitet, die sechs Guerillakämpfer seien im Gefecht getötet worden.

Quelle: ÖP, 19.05.2008, ISKU

junge Welt, 19.05.2008

Kurdischer Politiker im Hungerstreik

Rotenburg/Wümme. Wegen seiner drohenden Abschiebung in die Türkei ist ein kurdischer Politiker im Abschiebegefängnis Rotenburg (Niedersachsen) seit zwei Wochen im unbefristeten Hungerstreik. Abdurrahman Adigüzel wurde am 6. Mai verhaftet, als er einer Einladung der Ausländerbehörde nachkam. Adigüzel ist seit vielen Jahren in der kurdischen Befreiungsbewegung tätig. Seit 2006 lebt er in Deutschland als Asylbewerber. Wie die Föderation Kurdischer Veriene YEK-KOM am Sonntag erklärte, wurde sein Asylgesuch
abgelehnt, »obwohl konkrete Beweise vorliegen, daß er in der Türkei gesucht wird. Auch die Tatsache, daß Adigüzel ein Bein im Krieg in Kurdistan verloren hat, wurde von den deutschen Behörden nicht beachtet.« (jW)

Tagblatt.ch, 19.05.2008

Mit Vorbehalt für Ilisu-Staudamm

Bern. Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard hat am Freitag und Samstag im österreichischen Dürnstein ihre Amtskollegen aus Deutschland und Österreich getroffen. Die Minister beschlossen unter anderem, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich der Probleme bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen annimmt. Sie sprachen über die wirtschaftliche Lage in den drei Ländern und die globale Nahrungsmittelkrise.

Zudem diskutierten sie über das umstrittene Staudamm-Projekt Ilisu in der Türkei. Der deutsche Wirtschaftsminister Glos warnte, dass die Exportrisikoversicherer der drei Länder eine Finanzierung des Projekts ablehnten, sollte die Türkei die zugesagten Auflagen nicht erfüllen. Die Exportrisikoversicherer wollen das Staudammprojekt finanzieren, sofern die Projektbetreiber rund 150 ökologische und soziale Auflagen erfüllen. Mit der Umsetzung sind die
Projektbetreiber nun aber im Verzug. (sda)


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19.05.08    Kurdistan Infos <kigb@gmx.de>
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