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Pressemitteilung, 27. März 2008
Staatsanwaltschaft Koblenz auf Kurdenjagd
Festnahme von Mehmet C.
Auf Anordnung des Amtsgerichts Koblenz, wurde der kurdische
Politiker Mehmet C. am 26. März fest- und in Untersuchungshaft
genommen. Er wird der „Mitgliedschaft in einer kriminellen
Vereinigung“ (§ 129 Strafgesetzbuch) verdächtigt und beschuldigt ,
„ununterbrochen fortlaufend seit Mai 2005“ für mehrere „Gebiete der
PKK“ als „hauptamtlicher Kader“ verantwortlich gewesen zu sein.
Um „Aufschluss über Art und Umfang der Betätigung des Beschuldigten
für die PKK“ zu erhalten, fand auf Antrag der Staatsanwaltschaft
Koblenz auch eine Durchsuchung seiner Wohnung statt .
Erst zwei Wochen zuvor hatte das Amtsgericht Koblenz auf Antrag der
Staatsanwaltschaft mehrere Wohnungsdurchsuchungen und die Verhaftung
von drei kurdischen Aktivisten angeordnet, denen ebenfalls die
politische Betätigung in einer von den Strafverfolgungsbehörden als
kriminell eingestuften Vereinigung vorgeworfen wird.
Während in den kurdischen Gebieten der Türkei bei
Auseinandersetzungen während der Newroz-Feierlichkeiten zwei
Menschen durch Polizeischüsse getötet und Hunderte verletzt wurden,
die Gerichte in den letzten Tagen gegen rund 800 Menschen
Haftbefehle verhängt haben, setzen deutsche Behörden ihre
Kriminalisierungspraxis gegen kurdische Aktivisten ungerührt fort.
Die Türkei wird des Lobes voll sein für die Handlangerdienste von
Staatsanwälten und Gerichten. Sie und die politisch Verantwortlichen
in Deutschland sind so mitverantwortlich zu machen für die
Fortsetzung von Verfolgung und Unterdrückung der Kurden und
Kurdinnen.
Es reicht - das sog. PKK-Verbot muss aufgehoben werden!
Azadî e.V. Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland
Graf-Adolf-Str. 70A, 40210 Düsseldorf; Tel: 02 11 - 8 30 29 08
e-mail: Azadi@t-online.de;
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