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Newroz-Bilanz: 5 Tote, 800 Festnahmen
Die Newrozfeiern in der Türkei und in Kurdistan waren dieses Jahr
sowohl von großer Begeisterung als auch von Polizeiterror geprägt.
Die überall am meisten gerufenen Parole lautete „PKK ist das Volk“.
In allen Städten, in denen Newrozveranstaltungen stattfanden, kam es
zu Festnahmen und Verletzten. Besonders blutig verliefen die
Auseinandersetzungen in Van und Yüksekova, wo die Feiern verboten
worden waren. Bei Polizeiangriffen starben insgesamt fünf Personen,
davon drei im südwestkurdischen Qamislo, eine Person in Van und eine
in Yüksekova. Mindestens 800 Personen wurden festgenommen, gegen
unzählige von ihnen bereits Haftbefehl ausgestellt.
In Südkurdistan verliefen die Newrozfeiern ohne besondere
Vorkommnisse, allerdings fanden die in Kandil erneut im Schatten von
US-Aufklärungsflügen statt. In Ostkurdistan gab es verschiedene
Feiern. Die iranische Armee beschoss unterdessen weiter Dörfer in
Südkurdistan.
In Van, Siirt und Hakkari dauern die Anspannungen aufgrund der
Polizeiangriffe weiter an. Die türkische Polizei setzte
Sondereinheiten, Robocops, Schusswaffen, Panzer, Gasbomben,
Wasserwerfer, Hubschrauber, Kampfflugzeuge und Schlagstöcke ein.
Mindestens 20 Personen wurden durch Polizeischüsse verletzt.
Insgesamt geht die Anzahl an Verletzten in die Hunderte.
Quelle: ANF, 25.03.2008, ISKU
Türkische Offiziere koordinieren iranische Angriffe
Seit zwei Wochen setzt die iranische Armee fast täglich die
Medya-Verteidigungsgebiete in Südkurdistan unter Beschuss. Die
Angriffe werden von türkischen Offizieren koordiniert. Die von den
Angriffen betroffenen Dörfer wurden evakuiert, weshalb bisher nach
vorliegenden Informationen lediglich ein Zivilist verletzt wurde.
Darüber hinaus entstand erheblicher Sachschaden.
Die türkische Unterstützung bei den Angriffen deutet darauf hin,
dass es sich bei dem Artilleriebeschuss der iranischen Armee
lediglich um eine erste Etappe einer gemeinsam geplanten
Militäroperation in den Kandil-Bergen handelt.
Quelle: ANF, 25.03.2008, ISKU
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