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24 Festnahmen, acht Verhaftungen in 24 Stunden
Die Repressionswelle in der Türkei gegen Kurden reißt nicht ab.
Innerhalb der letzten 24 Stunden sind in Antep, Agri und Hakkari 24
Personen festgenommen sowie in Istanbul acht Studierende verhaftet
worden. Fast täglich werden Menschen mit verschiedenen Begründungen
festgenommen oder verhaftet.
Quelle: ÖP, 15.03.2008, ISKU
Aufnahmen von Anwaltsgesprächen mit Öcalan illegal!
Im Schließungsverfahren gegen die DTP hat die Staatsanwaltschaft eine
interessante Feststellung getroffen. Die Forderung der DTP, die in der
Anklageschrift festgehaltenen Auszüge aus Gesprächen Abdullah Öcalans
mit seinen Verteidigern nicht den Medien zu entnehmen, sondern den
offiziellen Aufzeichnungen, die bei jeder Verteidigerkonsultation
gemacht werden, wurde von der Staatsanwaltschaft mit der Begründung
abgelehnt. Aufzeichnungen dieser Art von Gesprächen zwischen
Verteidiger und Mandant seien rechtlich nicht möglich.
Seit dem 1. Juni 2005 werden die Gespräche im Auftrag des
Vollzugsrichters aufgenommen und als Begründung für Strafverfahren
gegen die Verteidiger und für die Verhängung von Disziplinarstrafen
gegen Abdullah Öcalan herangezogen.
Quelle: ANF, 16.03.2008, ISKU
RIA Novosti, 17.03.2008
PKK bietet Türkei Waffenstillstand bei Aufnahme von Dialog an
ANKARA, 17. März (RIA Novosti). Die Kämpfer der kurdischen
Arbeiterpartei (PKK) wollen die Waffen niederlegen, wenn die Türkei im
Gegenzug in einen Dialog einwilligt.
Wie die türkische Zeitung „Milliyet“ am Montag berichtet, will das
Exekutivkomitee der PKK, die von der UNO und der Europäischen Union als
terroristische Organisation eingestuft wird, den Konflikt um die
Kurden-Frage mit politischen Mitteln lösen.
„Wir sind der Auffassung, dass für eine friedliche und demokratische
Lösung der kurdischen Frage, einer der grundlegenden Fragen für die
Türkei, die Aufnahme eines neuen Prozesses notwendig ist. Wir rufen den
türkischen Staat und dessen Regierung erneut zu Frieden und Dialog auf.
Wenn wir eine positive Antwort auf unseren Aufruf erhalten werden, so
werden wir die notwendige Verantwortung für die Aufnahme eines neuen
und nicht gewaltsamen Prozesses bei der Lösung des kurdischen Problems
an den Tag legen“, heißt es in einer Erklärung der PKK-Spitze.
Seit fast einem Vierteljahrhundert kämpft die PKK um eine Autonomie in
der Türkei, was bislang rund 40 000 Menschen das Leben kostete.
Die türkischen Behörden weigern sich kategorisch, mit den Separatisten
in einen Dialog zu treten und setzen weiter auf eine militärische
Lösung.
Die PKK hatte mehrmals einen Waffenstillstand verkündet, doch in der
Folgezeit darauf verzichtet, weil sich das türkische Militär nicht an
der vereinbarten Feuerpause gehalten haben soll.
Die wichtigsten PKK-Kampfeinheiten sollen sich nach Angaben des
türkischen Generalstabs mit 5000 Mann im Nordirak aufhalten.
Ende Februar hatte die türkische Armee ein einjähriges Mandat vom
Parlament für eine grenzüberschreitende Operation im Irak ausgestellt
bekommen.
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