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Fischer hält Krieg gegen Iran jetzt für politisch unmöglich
Hamburg (ots) - Eine Militäraktion gegen den Iran ist nach Ansicht
von Ex-Außenminister Joschka Fischer nach dem jüngsten Bericht
amerikanischer Geheimdienste über den Stand des iranischen
Atomwaffenprogramms "nicht mehr im Bereich des politisch Möglichen".
Dies sei eine "gute Nachricht", sagt Joschka Fischer in der ZEIT. Der
Außenminister der rot-grünen Regierung reagiert damit auf die
Einschätzung von sechzehn amerikanischen Geheimdiensten, der Iran
habe bereits im Herbst 2003 seine Arbeit an einem Atomwaffenprogramm
eingestellt.
Neu sei für ihn sowohl die Information, sagt Fischer, dass es ein
solches Waffenprogramm gab, als auch, dass es eingestellt worden ist.
Einen "gewaltigen Widerspruch" sehe er darin, dass Washington auf der
einen Seite von einem drohenden Weltkrieg gesprochen habe, auf der
anderen Seite aber nach den Informationen der Dienste die Grundlagen
für ein solches Drohungsszenario nicht bestehen. Mit dem Iran sei
lediglich über die geplante Urananreicherung verhandelt worden. Wenn
Teheran aber tatsächlich ein Atomwaffenprogramm verfolgt und damit
gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen habe, gäbe es einen großen
Erklärungsbedarf von dieser Seite. Einerseits sehe er Grund, die
Sanktionspolitik fortzusetzen, andererseits sieht der ehemalige
Außenminister diejenigen bestärkt, die intensiv auf einen Dialog mit
Teheran drängen.
Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 50 vom 6. Dezember 2007
senden wir Ihnen gerne zu.
Originaltext: DIE ZEIT
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