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GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEINFORMATION
Göttingen/Bielefeld, den 11.10.2007
Demonstration und Kundgebung in Bielefeld
Kurdische Yezidi fordern Schutz und Hilfe für ihre Landsleute im Irak
Anlässlich der anhaltenden Verfolgung nach den furchtbaren
Autobombenanschlägen gegen yezidische Ortschaften im Nordwesten des
Irak Mitte August ruft die kurdisch-yezidische Gemeinschaft in
Bielefeld zu einer friedlichen Demonstration auf:
am Samstag, den 13. Oktober 2007,
um 12 Uhr
Start am Hauptbahnhof, 33602 Bielefeld,
Kundgebung am Bielefelder Rathaus etwa um 14:00 Uhr, Gastredner: Tilman
Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
Die Yeziden in Bielefeld und Umgebung wollen an die Anschläge und
Attentate vom 14.8.2007 im Sinjar-Gebiet erinnern, durch die mehr als
400 Kinder, Frauen und Männer getötet wurden. "Die yezidische Gemeinde
im ostwestfälischen Bielefeld möchte so - wie Yeziden in der ganzen
Welt -, ihr Mitgefühl und ihre Solidarität mit ihren Landsleuten im
Irak zeigen und das friedliche und brüderliche Zusammenleben zwischen
dem jezidisch-kurdischen Volk und allen anderen Völkern und Religionen
bekräftigen. Denn in einem yezidischen Psalm steht geschrieben: "Wir
verehren 72 Völker und erst dann unser eigenes".
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hatte nach den furchtbaren
Terroranschlägen ein baldiges Plebiszit in der mehrheitlich von
kurdischen Yeziden besiedelten Region über einen möglichen Anschluss an
das autonome nordirakische Bundesland Kurdistan gefordert. Außerdem
appelliert die GfbV gemeinsam mit yezidischen Vereinen in Deutschland
an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung BMZ, Hilfs- und Wiederaufbauprogramme für die Gebiete der
Yeziden zu initiieren. Im Bergland Sinjar lebt die weltweit größte
yezidisch-kurdische Gemeinschaft mit bis zu 400.000 Angehörigen.
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<<
Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O.
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