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Resolution der 39. Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für bedrohte
Völker (GfbV) vom 22.-23.September 2007 in Göttingen
EU soll Schutz des Nordirak auch nach Rückzug der US-Truppen
sicherstellen!
Angesichts der Diskussionen über einen möglichst baldigen Abzug der USTruppen
aus dem Irak sorgt sich die Jahreshauptversammlung der
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) besonders um die Zukunft des
Irakischen Bundeslandes Kurdistan und die angrenzenden Gebiete im
Nordirak, in denen verschiedene kleinere Völker und religiöse Minderheiten
leben oder Zuflucht gefunden haben. Dort ist das Mosaik von
Nationalitäten und Religionen heute bunter denn je zuvor: Im Nordirak
leben Kurden, Assyrer-Chaldäer-Aramäer, Turkmenen, Armenier, Araber,
Moslems (Sunniten und Schiiten), Christen, Yeziden, Shabak und Mandäer.
Irakisch-Kurdistan ist vielen Bedrohungen ausgesetzt. Der
internationale islamistische Terror, die Nachbarländer Türkei, Iran und
Syrien wollen sich mit der Existenz dieser autonomen Region nicht
abfinden und drohen mit einem militärischen Einmarsch.
Die GfbV-Jahreshauptversammlung fordert die deutsche Regierung und die
Regierungen der EU-Staaten auf
- sicherzustellen, dass der autonome Irakische Bundesstaat Kurdi-stan
auch künftig geschützt wird. Dieser Schutz sollte unter internationaler
Beobachtung und mit Hilfe einheimischer lokaler Truppen auch
auf die angrenzenden nordirakischen Regionen Sinjar, die Niniveh-Ebene,
Kirkuk, Khanaqin und Mandali ausgedehnt werden, in die die Minderheiten
aus dem Zentral- und Südirak fliehen.
- ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der türkischen und syrischen
Regierung vom Schutz der Minderheitenrechte der Kurden und christlichen
Assyrer-Chaldäer-Aramäer abhängig zu machen.
- die Zusammenarbeit mit dem Iran nicht nur von einer Beendigung seines
militärischen Atomprogramms, sondern auch davon abhängig zu machen,
dass die Verfolgung der Kurden, arabischen Ahwazi und Bahai beendet
wird. Ferner müssen sämtliche Hinrichtungen vor allem der politischen
Gefangenen ausgesetzt werden.
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<<
Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O.
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