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Energiedörfer - ein Exportmodell
Indonesien ist neben Malaysia als üppiger Quell von Biomasse für die
energetische Nutzung in den Fokus des Interesses europäischer Verbraucher
geraten. Dabei steht der ländliche Bevölkerung kaum das Notwendigste an
Energie für den eigenen Bedarf zur Verfügung.
Im Oktober war Suwarto Adi, der Vorsitzende der Trukajaya-Stiftung (Yayasan
Trukajaya) aus der Provinz Zentral-Java, zwei Wochen lang in Deutschland und
besichtigte unter anderem das Energiedorf Jühnde. In einem Gespräch mit
Roland Schnell, dem 1. Vorsitzenden der Fördergesellschaft nachhaltige
Biogas- und Bioenergienutzung e.V. (FnBB), berichtete er über die Situation
in seiner Region und suchte nach Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Die
Trukajaya-Stiftung hat sich in den letzten Jahren beim Bau von kleinen
Biogasanlagen nach chinesischem Modell engagiert, hauptsächlich mit der
Absicht, die Zerstörung des Waldes für die Beschaffung von Feuerholz zu
beenden. Seit 1997 wurde der Bau von 35 Biogasanlagen auf Java in den
Regierungsbezirken Boyolali, Semarang und Grobogan unterstüzt. Mehr als zwei
Drittel laufen noch, andere werden ohne Nutzung des Gases nur zur
Herstellung von Dünger betrieben und zwei dienen immerhin noch als
Fischteiche. Es werden tierische und menschliche Fäkalien und
Haushaltsabfall eingesetzt.
Die Faszination eines Energiedorfs, das sich selbst mit Strom versorgt, hat
schon Indonesien erreicht. Suwarto Adi ist sehr stark an den deutschen
Biogasanlagen interessiert, deren Methan das Kerosin ablösen soll, das
bisher für Beleuchtung benutzt wird und Stromerzeuger antreibt. Kraftstoff
und Dünger aus einem kleinen Kreislauf ist ein Gedanke, der von der FnBB
voll unterstützt wird.
Die 1966 gegründete Trukajaya-Stiftung hat 20 Mitarbeiter und arbeitet im
Bereich der Förderung kleiner Unternehmen und der biologischen
Landwirtschaft.
Kontakt:
Yayasan Trukajaya
Suwarto Adi
Jl. Cemara II/65, Salatiga
Jawa Tengah, 50711
Indonesia
Phone: +62 298-322433 / 321174
Fax: +62 298-321174
Mobile: 0815-650-2327
Email: truka@indo.net.id
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Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V.
FnBB e.V.
Am Feuersee 8
D-74592 Kirchberg/Jagst
Tel.: +49 (0) 7954 921 969
Fax: +49 (0) 7954 926 204
Web: www.fnbb.org
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