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Menschenrechte in Tibet: 10 Jahre Haft für freie Rede
Berlin (ots) - Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10.
Dezember 2007 ruft die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID)
bundesweit zu Mahnwachen für die politischen Gefangenen Rongye Adrak
und Adruk Lopoe auf. In mehr als 20 Städten sind Aktionen für die
Freilassung der zu Unrecht Inhaftierten geplant. Vor Rathäusern und
auf Marktplätzen werden Tibet-Aktivisten über die
Menschenrechtssituation in Tibet informieren.
Die beiden Tibeter sind Anfang August im osttibetischen Lithang
von chinesischen Behörden festgenommen und wegen "Gefährdung der
Volksrepublik China, Spaltung und Zerrüttung des Mutterlandes"
beziehungsweise "Zusammenarbeit mit ausländischen separatistischen
Kräften" zu acht und zehn Jahren Haft verurteilt worden. Anlass war
eine Rede Rongye Adraks während einer öffentlichen Veranstaltung, in
der er unter anderem die Rückkehr des Dalai Lama sowie die
Unabhängigkeit Tibets gefordert hatte.
"Rongye Adrak hat sein Recht auf freie Meinungsäußerung
wahrgenommen und auf friedliche Weise seine Überzeugung
ausgesprochen. Mit seiner strafrechtlichen Verfolgung verletzen die
chinesischen Behörden grundlegende Menschenrechte", beklagt Wolfgang
Grader, Vorsitzender der TID, die Verurteilungen und folgert: "Die
Härte der Strafen zeigt, wie besorgniserregend die
Menschenrechtssituation nur acht Monate vor den Olympischen Spielen
in China immer noch ist."
Auch wurde nun bekannt, dass zwei weitere Tibeter - der
Musiklehrer Khunken sowie der tibetische Nomade Lothok - im
Zusammenhang mit dem Vorfall in Lithang willkürlich verhaftet und
ebenfalls zu hohen Haftstrafen verurteilt worden sind. Die TID setzt
sich für die sofortige Freilassung von Rongye Adrak, Adruk Lopoe,
Khunken und Lothok ein. Weiter fordert sie die Volksrepublik China
dazu auf, endlich die internationalen Menschenrechtsabkommen zu
achten, zu deren Einhaltung sie als UN-Mitgliedsstaat verpflichtet
ist.
Originaltext: Tibet Initiative Deutschland e.V.
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- Pressekontakt
- Anna Momburg-Vanderpool, Tel. 030/42081524,
aktion ät tibet-initiative.de
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit 1989 für das
Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes und die Wahrung der
Menschenrechte im besetzten Tibet ein.
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