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Nothilfe für vertriebene Flüchtlinge in Südafrika / medico
international ruft zu Spenden auf
Frankfurt/Main (ots) - Südafrikanische Partnerorganisationen der
Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico
international leisten Nothilfe für vertriebene Flüchtlinge.
Die Frankfurter Hilfsorganisation medico international stellt
10.000 Euro Soforthilfe für die Opfer der gewaltsamen,
fremdenfeindlichen Übergriffe und Vertreibungen in südafrikanischen
Townships zu Verfügung. Der in Südafrika ansässige medico-Partner,
"Zimbabwe Exiles Forum" ist derzeit Johannesburg und Musina an der
Grenze zu Simbabwe zur Unterstützung der Flüchtlinge tätig. Mit den
medico-Mitteln werden Unterkünfte, Decken, medizinische Versorgung,
Nahrung und Kleidung bereitgestellt. Außerdem sorgt das "Zimbabwe
Exiles Forum" (ZEF) für medizinische und psychosoziale Versorgung.
Das ZEF ist eine der viele zivilgesellschaftlichen Organisationen,
die Johannesburg und anderen Städten ihre Solidarität mit Opfern der
Gewalt zum Ausdruck bringen. So leisten auch die
Anti-Apartheidaktivisten der Khulumani Support Group
Aufklärungsarbeit über die Fluchtursachen, um die Gewalt von Armen
gegen Arme zu beenden. Die Solidarität in Südafrika fände kaum
öffentliche Erwähnung, kritisiert Marjorie Jobson, Direktorin von
Khulumani: "Die Unterstützung durch Tausende Südafrikaner, die seit
Jahren das wenige, was sie zum Leben haben, mit den Flüchtlingen
teilen und ihnen Unterschlupf gewähren, wird von den Medien
totgeschwiegen." Die Khulumani Support Group wird von medico
international seit 10 Jahren in ihrem Kampf für die Verbesserung der
Lebensbedingungen der Armutsbevölkerung im Land unterstützt.
Mittlerweile kommt es auch in der östlichen Provinz Kwa Zulu Natal
zu neuen Gewaltakten. "Die Gewalt richtet sich hier nicht nur gegen
Migranten, sondern lässt vergangene Konflikte zwischen Südafrikanern
wieder aufbrechen", berichtet Berenice Meintjes von der medico
Partnerorganisation SINANI aus Durban. Die Bevölkerung ist immer noch
in die beiden führenden politischen Parteien gespalten, den
Afrikanischen Nationalkongress (ANC) und die Inkatha Freiheitspartei
(IFP). Die IFP verstand sich als Gegenpartei zum ANC und arbeitete
punktuell mit dem Apartheid-Regime zusammen. Aufgrund der großen
Armut habe sich die Politik der Versöhnung noch nicht umfassend auf
Gemeindeebene durchgesetzt. SINANI arbeitet mit Antigewaltprogrammen
in den ärmsten Vierteln der Provinz.
Für die Nothilfe für vertriebene Flüchtlinge in Südafrika bittet
medico international dringend um Spenden an: medico international,
Frankfurter Sparkasse, Kontonummer 1800, BLZ 500 502 01, Stichwort
"Nothilfefonds".
Originaltext: medico international
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