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Kenia: Ausbreitung der Gewalt trifft die Ärmsten / Hilfsangebote für
traumatisierte Kinder fehlen / 50.000 Euro Soforthilfe und
Spendenaufruf
Duisburg/ Nairobi (ots) - Kindernothilfe-Partner aus Nairobi
berichten von einer Ausweitung der Gewalt in der Stadt. Banden haben
Hunderte von Hütten von Slumbewohnern niedergebrannt. Menschen
hungern, weil sie nicht mehr zur Arbeit gehen können und von heute
auf morgen kein Einkommen mehr haben. Schulen bleiben geschlossen
oder werden geplündert und niedergebrannt. Gewalt und Zerstörung
führen zu Traumatisierungen bei den Kindern.
Der Kindernothilfe-Partner APDK (Association of the Physically
Disabled of Kenya) berichtet, dass rund 180 Familien mit ihren
behinderten Kindern auf der Flucht sind. Sie hatten in den Slums
Muruku und Pumwani an einem Therapie-Projekt teilgenommen. Die Hütten
der Familien wurden abgebrannt, und sie haben kein Einkommen mehr.
Die Fabriken, in denen sie bisher als Tagelöhner gearbeitet haben,
bleiben geschlossen. Diese Menschen brauchen dringend Lebensmittel.
Ein weiterer Partner der Kindernothilfe - die Undugu Society of
Kenya - schildert, dass die drei gemeinsam geförderten Grundschulen
in verschiedenen Slumgebieten Nairobis beschädigt oder geplündert
wurden. Der Schulunterricht findet nur noch zeitweise statt. Die
Kindernothilfe wird die drei Grundschulen in Kibera, Ngomongo und
Mathare instandsetzen. Die Schüler werden in der Zwischenzeit
Kleidung und täglich ein Mittagessen erhalten.
Die Organisation Kwetu Home of Peace fördert ein Programm für
Kinder aus extrem armen Familien. Mindestens 75 Familien dieses
Projektes haben bei den Unruhen ihr ganzes Hab und Gut verloren. Die
Kindernothilfe wird diese Familien in den kommenden Tagen mit
Lebensmitteln unterstützen.
Die Kindernothilfe arbeitet zurzeit mit weiteren Partnern daran,
Hilfsmaßnahmen zu organisieren - zum Beispiel psychologische Hilfen
für Kinder, die durch das Morden und die Zerstörungen in ihrem Umfeld
traumatisiert sind. Die Kindernothilfe arbeitet seit 1982 mit
Partnern in Kenia zusammen. Zurzeit fördert sie dort mit rund 2,4
Millionen Euro jährlich mehr als 7.000 Kinder in 27 Projekten.
Spenden mit dem Stichwort "Unruhen in Kenia" bitte auf
Kindernothilfe, Konto-Nummer: 45 45 40
KD-Bank, Duisburg (BLZ 350 601 90)
Online-Spenden sind möglich unter www.kindernothilfe.de
Originaltext: Kindernothilfe
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- Pressekontakt
- Pressesprecher Sascha Decker
Telefon: +49 163 234 43 54
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