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BWA: Während des G8-Gipfels sterben 100.000 Menschen
Berlin (ots) - In den vier Tagen, in denen sich die mächtigsten
Regierungschefs der Welt in Heiligendamm treffen, sterben weltweit
rund 100.000 Menschen an Hunger. Darauf weist Prof. Dr. Dr. Franz
Josef Radermacher, Vorstandsvorsitzender des Forschungsinstituts für
anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW/n, Ulm), Mitglied im
Club of Rome, Vizepräsident des Ökosozialen Forums Europa, Mitglied
der Global Marshall Plan Initiative, Präsident des Bundesver-bandes
für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), hin. Prof.
Radermacher appelliert an Politik und Behörden, die im wahrsten
Sinne des Wortes lebenswichtigen Inhalte des G8-Gipfels nicht im
Gezerre um das Sicherheitskonzept untergehen zu lassen.
"Wir alle erinnern uns noch mit Schrecken an den 21. September
2001, an dem im schlimmsten Terrorakt der jüngsten Geschichte an
einem Tag 4.000 Menschen den Tod fanden. Aber nicht alle erinnern
sich daran, dass jeden Tag rund 24.000 Menschen an Hunger sterben.
Seit dem Terroranschlag 9/11 mit 4000 Toten sind mehr als 50
Millionen Menschen verhungert, weil sie nicht genügend zu essen
bekamen, oder präziser: weil die weltökonomischen Struktu-ren bei
ihnen nicht einmal eine Kaufkraft von 1 US$ pro Tag allokiert haben,
die ausreichen würden, sich mit ausreichender Nahrung zu versorgen.
Ich appelliere an die höchsten Repräsentanten der wichtigsten
Nationen der Welt, sich mit diesem Zustand nicht abzufinden",
erklärt Prof. Franz Josef Radermacher. Er bittet darüber hinaus die
Medien, "dem Hungertod dieser mehr als 50 Millionen Menschen
mindestens so große Schlagzeilen einzuräumen wie dem
Sicherheitskonzept in Heiligendamm."
Originaltext: Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA)
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