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Aethiopien verpachtet Land an auslaendische Konzerne, waehrend Tausende hungern

SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG

25. Juli 2011

Äthiopien verpachtet Land an ausländische Konzerne, während Tausende hungern

Recherchen von [2]Survival International haben alarmierende Beweise offen gelegt, denen zufolge Ackerkland von lokalen indigenen Gemeinschaften gestohlen und an internationale Firmen verpachtet wird, um Lebensmittel für den Export zu produzieren. Zur gleichen Zeit hungern tausende Äthiopier aufgrund der derzeitigen Dürre.

Links
  1. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7520
  2. http://www.survivalinternational.de

Große Teile fruchtbaren Landes in der Umgebung des Omo-Flusses im Südwesten Äthiopiens werden an italienische, malaysische und koreanische Unternehmen verpachtet. Zudem sind weite Flächen für staatliche Plantagen freigegeben, auf denen für den Export angebaut wird, obwohl 90.000 Indigene von dem Land ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Die Regierung plant weitere 2.450 km2 zu nutzen, unter anderem für den Anbau von Zuckerrohr.

Aufgrund der größten Dürre in der Region seit über 60 Jahren leiden momentan Millionen Menschen an Hunger. Die [3]Völker im Omo-Tal sind davon bisher kaum betroffen. Aber die Regierung betrachtet sie als "rückständig" und ist entschlossen, ihren Lebensstil zu "modernisieren":
Anstelle von eigenständigen Farmern, Viehhütern und Jägern, sollen sie zu Arbeitern auf großen Plantagen werden. Doch sie mögen dadurch einfach von ihrem Land vertrieben werden.

Links
3. http://www.survivalinternational.de/indigene/omo

Als Teil der Maßnahmen wird eine Reihe von Staudämmen entlang des Omo errichtet, darunter [4]Gibe III, der höchste Staudamm Afrikas. Hunderte Kilometer Bewässerungsanlagen werden nach Fertigstellung des Staudamms folgen und lebenswichtiges Wasser umleiten. Dadurch verlieren die indigenen Völker im Omo-Tal die jährliche Überflutung des Flusses, [5]die sie für den Ackerbau brauchen.
[6]
Zehntausende Menschen leben von dem Fluss
C E. Lafforgue/Survival
[7]Lokale Bewohner werden eingeschüchtert, damit sie nicht mit Außenstehenden oder Journalisten sprechen. Es mangelt zudem an tatsächlicher Konsultation mit den Betroffenen. Survival gegenüber wurde berichtet, dass die Regierung und die Polizei versuchen den Widerstand gegen den Landraub zu brechen, indem Angehörige indigener Völker inhaftiert und gefoltert und Frauen vergewaltigt werden. Ein Betroffener erklärte: "Jetzt leben die Menschen in Angst - sie haben Angst vor der Regierung. Bitte helfen sie den Viehzüchtern im südlichen Äthiopien, sie sind in großer Gefahr."

Links
4. http://%20http//www.survivalinternational.de/indigene/omo/gibe#main 5. http://%20http//www.survivalinternational.de/indigene/omo/gibe#main 6. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7520 7. http://www.survivalinternational.de/indigene/omo/keinestimme#main

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: "Die indigenen Völker im Omo-Tal sind weder "rückständig", noch müssen sie "modernisiert" werden. Die Indigenen sind genauso Teil des 21. Jahrhunderts wie die multinationalen Konzerne, die versuchen sich das Land anzueignen. Es ist eine Tragödie, denn die Menschen zu zwingen als Arbeiter ihr Leben zu bestreiten, wird fast sicher zu einer drastischen Reduzierung ihrer Lebensqualität führen und sie zu Hunger und Armut verdammen, wie sie schon so viele ihrer Landsleute erfahren."

Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7520


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Linda Poppe
_Tel.: _(+49) (0)30 72 29 31 08
_E-Mail: _[9]presse ät survivalinternational.de

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9. mailto:presse ät survivalinternational.de

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Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
oder Alice Bayer (in London):
_Tel.: _(+44) (0) 20 7687 8710
_E-Mail: _[10]presse ät survivalinternational.de

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10. mailto:presse ät survivalinternational.de

Survival International ist eine weltweit aktive Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen Völkern einsetzt.

25.07.11    Absender/-in: Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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