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Wirtschaft für mehr netto Gemeinsame Erklärung der Präsidenten der
vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft
Berlin (ots) - Die Präsidenten der vier Spitzenverbände der
deutschen Wirtschaft Jürgen Thumann, BDI, Dieter Hundt, BDA, Ludwig
Georg Braun, DIHK, und Otto Kentzler, ZDH, fordern in einer
gemeinsamen Erklärung baldmöglichst von der Bundesregierung "mehr
netto":
"Die Früchte des Aufschwungs müssen bei jenen ankommen, die sie
erarbeitet haben. Wir fordern, dass von dem, was die Arbeitgeber
zahlen, mehr netto in den Taschen der Arbeitnehmer ankommt. Vor allem
die Leistungsträger aus der Mittelschicht erwirtschaften unseren
Wohlstand. Sie dürfen nicht durch einen überzogenen Zugriff des
Staates immer stärker zur Kasse gebeten werden. Genau das ist aber
vor allem mit der kalten Progression seit vielen Jahren der Fall.
Bislang ist der Staat der große Gewinner des Aufschwungs. In der Zeit
von 2004 bis 2007 hat er 91 Milliarden Euro mehr an Steuern
eingenommen. Im gleichen Zeitraum hatten die Arbeitnehmer - trotz
deutlicher Lohnzuwächse - am Ende netto nur ein Plus von gut 18
Milliarden Euro. Die Differenz von 73 Milliarden Euro zeigt das
krasse Missverhältnis. Die Bundesregierung muss mit einer
Verringerung der Steuer- und Abgabenlast dafür sorgen, dass die
Menschen sich vom Staat wieder angemessen behandelt fühlen.
Neue Schulden sind dafür nicht nötig, wenn der Staat sparsam
wirtschaftet. Laut jüngster Steuerschätzung werden im Zeitraum von
2008 bis 2012 weitere Mehreinnahmen von 107 Milliarden Euro in die
öffentlichen Kassen fließen. Die Konsolidierung der öffentlichen
Haushalte ist nach wie vor richtig und wichtig. Sie darf aber nicht
als Ausrede benutzt werden, notwendige Korrekturen bei Steuern und
Abgaben auf die lange Bank zu schieben. Das Ziel "mehr Netto plus
Konsolidierung" ist natürlich anspruchsvoll. Aber nur wer sich
ambitionierte Ziele setzt, wird auch etwas erreichen."
Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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