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PRESSE-Mitteilung - 12. Mai 2008
Genfeldbesetzung in Laase: Monsanto wird nervös
Seit zehn Tagen ist ein Feld in Laase besetzt. Der Bauer Riebau will
dort gentechnisch manipulierten Mais der Sorte MON810 anbauen. Türme
wurden errichtet im Einklang mit der wendländischen
Widerstandstradition. Die BesetzerInnen wollen die Aussaat von
MON810 verhindern. Die Auseinandersetzung um Gentechnik dauert im
Landkreis Lüchow-Dannenberg schon länger an. Seit drei Wochen findet
eine Mahnwache am Genfeld statt. Die FeldbesetzerInnen sehen die
Aktion als Teil des Widerstands: "Mahnwache und Besetzung ergänzen
sich" so eine Aktivistin. "Doch es ist noch nicht zu spät: So lange
nicht ausgesät wird, tritt keine Verseuchung des Bodens mit
Gensaatgut ein."
Die Besetzung wurde am Anfang vom Bauern Riebau geduldet, aber
langsam scheint der Konzern Monsanto und dessen örtlicher Vertreter
Heino Hahlbohm nervös zu werden. Am Freitag fand eine Lüneburger
Aktivistin eine einstwillige Verfügung, angeregt vom Düsseldorfer
Monsanto-Anwalt Hartwig Stiebler im Briefkasten. Der betroffenen
Aktivistin wird für den Fall eines erneuten Betreten des Feldes ein
Ordnungsgeld von bis zu 250.000 EUR bzw. Ordnungshaft angedroht.
"Ich sehe in dem Vorgang nur ein weiteres Beispiel, dass die Justiz
letzlich ein Instrument ist um die Interessen von Großkonzernen wie
Monsanto durchzusetzen" so die Aktivistin Cécile Lecomte. Zudem sei
der Widerstand im Wendland nur groß geworden, weil die betroffenen
Menschen sich nicht haben einschüchtern lassen. "Das macht uns keine
Angst. Die Genfeldbesetzung geht weiter" sagte der Aktivist Klaus
Peter.
Freiwillig werden sie das Feld nicht verlassen, es sei denn, es wird
auf den Anbau von Genmais verzichtet. "Die Risiken des MON810 sind
uneinschätzbar. Deshalb ist ein Anbau in vielen Ländern, z.B. in
Frankreich verboten" so Cécile Lecomte.
Die FeldbesetzerInnen
Kontakt 0177-2730238
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