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+ + + ROBIN WOOD-Pressemitteilung + + +
Hamburg, 6.5.08
- Hamburger Senat will Atomlobby in der Hansestadt willkommen heißen
- ROBIN WOOD kündigt Proteste gegen Jahrestagung des Deutschen Atomforums an
Das Deutsche Atomforum wird vom 27. bis 29. Mai bei seiner „Jahrestagung
Kerntechnik“ im Hamburger CCH für den weltweiten Aufschwung der
Atomenergie werben. Der bisherige Umwelt- und neue Wirtschaftssenator
Axel Gedaschko will "Grußworte von Stadt und Staat Hamburg" an die dort
versammelten AtomexpertInnen richten. ROBIN WOOD fordert den
Repräsentanten des neuen schwarz-grünen Senats auf, seine Teilnahme an
dieser Lobby-Veranstaltung der Atomindustrie abzusagen.
„Die Atomindustrie setzt alles daran, Schrottmeiler wie Brunsbüttel und
Krümmel, die sofort abgeschaltet gehören, noch länger betreiben zu
dürfen. Und ausgerechnet ein Senat mit grüner Beteiligung will die
Atomlobby in der Hansestadt willkommen heißen“, kritisiert Dirk Seifert,
Energiereferent von ROBIN WOOD. „Hamburg ist von Atomkraftwerken
umstellt, aber im Koalitionsvertrag steht zu diesem wichtigen Thema
nichts drin!“
Im Zentrum der diesjährigen Tagung steht die Hoffnung der Atomlobbyisten
auf einen weltweiten Aufschwung der Atomenergie. Und der soll nach
Auffassung der Atomkonzerne nicht vor Deutschlands Grenzen halt machen.
Die Energiekonzerne E.On, Vattenfall, RWE und EnBW arbeiten daran, den
mit der Bundesregierung im Jahr 2000 vereinbarten, schrittweisen
Atomausstieg zu kippen und alte Atommeiler wie Brunsbüttel, Biblis oder
Neckarwestheim in die nächste Legislaturperiode zu retten.
Statt um die Zukunft der Atomenergie muss es angesichts der nicht
abreißenden Pannenserie um die endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke
gehen. Die beiden in der Nähe Hamburgs gelegenen AKWs Krümmel und
Brunsbüttel stehen aufgrund gravierender Sicherheitsmängel seit fast
zehn Monaten still. Nach Störfällen im vergangenen Juni hatten
Überprüfungen falsch eingebaute Dübel an Sicherheitseinrichtungen und
Risse in zahlreichen Armaturen ergeben. Vor allem der Schrottreaktor in
Brunsbüttel, der eigentlich noch vor der nächsten Bundestagswahl im
September 2009 endgültig hätte stillgelegt werden sollen, ist seit
Jahrzehnten in der Pannenstatistik weit oben. Fast die Hälfte seiner
bisherigen Laufzeit blieb der Reaktor wegen Sicherheitsmängeln
zwangsweise abgeschaltet.
Aus Anlass der „Jahrestagung Kerntechnik“ werden am 26. und 27. Mai
Veranstaltungen und Aktionen der Anti-AKW-Bewegung stattfinden, an denen
sich auch ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligen werden.
- Kontakt
- Dirk Seifert, Energiereferent, 040 / 380 892-21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, Pressesprecherin, 040 / 380 892-22, presse@robinwood.de
http://www.robinwood.de/energie
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