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"Die Geschäfte von E.ON" - Der Schattenbericht
Eine kritische Bilanz von E.ONs Konzernpolitik 2007/2008
Pünktlich zur Hauptversammlung von E.ON am 30. April 2008 bringt die Umweltorganisation urgewald einen Schattenbericht über Deutschlands größten Energiekonzern heraus. Optisch an den offiziellen Geschäftsbericht angelehnt, ist der Inhalt eindeutig nicht aus der Feder von E.ONs PR-Abteilung.
Der Schattenbericht analysiert die Unternehmenspolitik und Strategien des marktbeherrschenden Energiekonzerns. urgewald hat sich die Bereiche Strom, Gas, Kohle und Atom angesehen sowie E.ONs Lobbypolitik untersucht. Während der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat in den Medien den Staat für die hohen Strompreise verantwortlich macht und jeden Manipulationsvorwurf von sich weist, hat urgewald ein Papier der Wettbewerbshüter, das nachzeichnet, wie E.ON seine Machtposition sichert und eine Strompreispolitik diskutiert, um hohe Preise abzusichern.
E.ON wirbt zurzeit mit Erneuerbaren Energien für eine grüne Konzernpolitik und investiert zum Beispiel in Windkraft. Doch der kritische Bericht zeigt, dass das Herzstück von E.ONs Geschäften nach wie vor dreckige und gefährliche Energie ist. Fast 50 Prozent von E.ONs Strom kommen aus Atom- und 37 Prozent aus Kohlekraftwerken. In beiden Bereichen will der Konzern europaweit expandieren.
Besonderes Augenmerk hat urgewald in dem 52-seitigen Bericht auf die atomaren Auslandsgeschäfte von E.ON gelegt, wo sich der Konzern neben Bulgarien, Großbritannien und der Slowakei auch in Finnland am Neubau von Atomkraftwerken beteiligen will. Und über die Beteiligungstochter Urenco ist E.ON am Export von 90.000 Tonnen abgereichertem Uran nach Russland beteiligt, wo die Fässer mit Atommüll unter freiem Himmel lagern und vor sich hin rosten.
Der Schattenbericht zeigt auch den Einfluss der E.ON-Lobbyisten auf die Schaltstellen der Macht und nennt Beispiele von 'Dienern zweier Herren'. Ohne das Personalkarussell zwischen Energiewirtschaft und Politik wäre die Fusion mit Ruhrgas, die E.ON erst zum globalen Energieriesen machte, nie zustande gekommen.
- Hintergrund
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urgewald befasst sich intensiv mit der Konzernpolitik von Energieunternehmen und nimmt ihre Investitionspläne im In- und Ausland genauer unter die Lupe. Die Umweltorganisation besucht regelmäßig Aktionärsversammlungen von Banken und Konzernen und macht dort auf Problembereiche aufmerksam, die die Vorstände lieber verschweigen.
Zu RWE ist bereits 2007 der Gegenbericht "Investition in Ineffizienz und Wahnwitz" erschienen. Er kann wie der aktuelle Schattenbericht zu E.ON im urgewald-Shop unter www.urgewald.de, per Fax unter 02583-4220 oder telefonisch unter 02583-1031 bestellt werden.
"Die Geschäfte von E.ON"
Hrsg.: urgewald in Zusammenarbeit mit projekt21plus
Autoren: Alexandra Scheper mit Texten von Regine Richter, Matthias Eickhoff
April 2007
52 Seiten, 8 Euro
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Regine Richter
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