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n-tv
Donnerstag, 24. April 2008
Die große Klima-Lüge
Atomstrom kein Umweltschutz
Die Meinung, Atomstrom schneide in der Klimabilanz gut ab, ist nach
Darstellung des Darmstädter Öko-Instituts falsch. Wie die "Frankfurter
Rundschau" berichtet, stellt das Institut in einer Studie fest, dass
Atomkraftwerke mehr Kohlendioxid-Emissionen verursachen als erneuerbare
Energien und ähnlich viel wie Erdgas-Blockheizkraftwerke. Die Atomkraft
sei zudem mit hohen Risiken behaftet, und auch die Vorräte des
Brennstoffs Uran seien nicht unbegrenzt. Die Umweltforscher kämen deshalb
zu dem Schluss: Atomenergie könne keinen sinnvollen Beitrag zum
Klimaschutz leisten.
Für die Studie habe das private Umweltforschungsinstitut eine
Treibhausgas-Bilanz der verschiedenen Energieträger erstellt, die den
gesamten Produktweg von Gewinnung über Transport, Verarbeitung bis hin
zur Nutzung sowie den Kraftwerksbau einbeziehe. Anschließend habe es den
Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom berechnet.
Am besten schnitten demnach die Biogas-Nutzung in regionalen
Blockheizkraftwerken, die Windkraft sowie in der Mittelmeer-Region
erzeugter Solarstrom ab. Der Kohlendioxid-Ausstoß dieser Energieträger
liege unter dem de Atomkraft, die auf 32 Gramm pro Kilowattstunde komme.
Darin seien die Treibhausgas-Mengen, die bei der Wiederaufarbeitung oder
Endlagerung der abgebrannten Brennelemente anfallen, noch gar nicht
enthalten.
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