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http://www.gmwatch.org/p1temp.asp?pid=82&page=1
Monthly Review No. 40 in German (8/1/2007)
INHALT DES MONATSRUNDBLICKS
FREILANDVERSUCHE MIT GENMANIPULIERTEN KARTOFFELN - GB
KONTAMINATION
ERFOLGE OHNE GENTECHNIK
GM VERBOTE / BESCHRÄNKUNGEN
KONZERNNACHRICHTEN
VERBRECHEN VON UNTERNEHMEN
KONZERNEINFLUSS
GENTECH-ANWENDUNGEN / AUSWEITUNG
TERMINATOR
BLICK AUF DIE INTERESSENGRUPPEN
WIDERSTAND GEGEN GM
GM UND GEKLONTE TIERE
NEUES BUCH
FREILANDVERSUCHE MIT GENMANIPULIERTEN KARTOFFELN - GB
+ WISSENSCHAFTLER WARNT VOR GENMANIPULIERTEN KARTOFFELN
Dr. Arpad Pusztai, jener Wissenschaftler, der zeigte, dass genmanipulierte
Kartoffeln die Gesundheit von Ratten schädigen, warnte, dass es nach der
Entscheidung, Freilandversuche zu genehmigen, "fast unmöglich" sein werde,
eine Auskreuzung der durch Genmanipulation gegen Kartoffelfäule resistent
gemachten Kartoffeln zu vermeiden.
"Es handelt sich um ein äußerst instabiles Genom, dass ziemlich sicher
toxische Wirkungen ausüben wird. Falls diese in unsere Nahrungskette
gelangen, werden sie großes Unheil anrichten", sagte er.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7355
+ DIE INDUSTRIE GIBT ZU, DASS DIE UNBEABSICHTIGTE EINBRINGUNG IN DIE
NAHRUNGSKETTE EIN PROBLEM IST
Die biotechnologische Industrie hat zugegeben, dass die Verunreinigung
unserer Lebensmittel mit nicht für den menschlichen Verzehr bestimmten
genmanipulierten Kartoffeln "nicht ausgeschlossen werden kann".
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7357
+ CHIPS-HERSTELLER WENDEN SICH GEGEN FREILANDVERSUCHE MIT GENMANIPULIERTEN
KARTOFFELN
Die Entscheidung der britischen Regierung, Freilandversuche mit einer neuen
Linie genmanipulierter Kartoffeln zu erlauben, traf auf den Widerstand der
kartoffelverarbeitenden Industrie und des größten Herstellers von
Kartoffelchips im Lande. Die Absage des britischen "Potato Council", der die
Interessen der Kartoffelproduzenten und -verarbeiter im Lande vertritt, die
Freisetzungsversuche zu unterstützen, basierte nach eigenen Angaben auf dem
Misstrauen der Verbraucher gegenüber der Gentechnologie. Bill Bartlett,
Direktor für Firmenangelegenheiten des britischen Chips-Herstellers McCain
Foods, sagte, dass McCain Foods ebenso von der Entscheidung enttäuscht sei.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7355
+ LANDWIRT STEIGT AUS FREILANDVERSUCH MIT GENMANIPULIERTEN KARTOFFELN AUS
Medienberichten zufolge stieg ein Landwirt in Derbyshire aus den
angekündigten Freisetzungsversuchen mit Kartoffeln aus, da es Drohungen
gegen ihn gegeben habe. Die Polizei von Derbyshire gab jedoch an, der Bauer
habe "keine bestimmten Beschwerden" über irgendwelche Drohungen eingelegt.
Die Bedenken des Landwirts erwuchsen offenbar aus der "enormen
Öffentlichkeit". Das hielt Lobbyisten der Gentechnik nicht davon ab, von
einer "Einschüchterung" zu sprechen und Polizei und Regierung zu harschen
Maßnahmen zur Verteidigung von Vernunft, Freiheit und Demokratie aufzurufen!
Nicht zum ersten Mal zeigt es sich, dass Geschichten dieser Art auf nichts
anderem als Lügen-Propaganda beruhen.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7400
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7416
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7422
KONTAMINATION
+ Neuregelung der Risikobewertung soll Kontaminationen vertuschen
Die undemokratische WTO Organisation Codex hat einen Vorschlag der
amerikanischen Regierung gebilligt, die Risikobewertung von Lebensmitteln in
bezug auf das zufällige Vorhandensein von GVO-Spuren neu zu regeln.
Die Biotechnologie-Industrie-Organisation (BIO) hat sich bei der Regierung
dafür bedankt, dass sie CODEX zu diesem Entschluss bewegen konnte.
Die Neuregelung wir noch einige Jahre auf sich warten lassen, doch sie gibt
Anlass zur Besorgnis.
+ Ein KOMMENTAR von Dr. Michael Antoniou:
Es ist offensichtlich, dass es sich hierbei NICHT um eine Risikobewertung
auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse handelt wie behauptet. Sie
dient allein politischen und kommerziellen Interessen. [Dr. Antoniou ist
Lektor für medizinische und molekulare Genetik am King's College London.]
+ Kontaminierter Mais in Neuseeland vernichtet
Bis auf 50 Hektar mussten die Bauern in den Regionen Gisborne and Hawke's
Bay ihren kompletten Süßmais, dessen Saatgut gentechnisch verunreinigt war,
häckseln und unterpflügen.
+ Neuseeland drohen Kosten in Millionenhöhe wegen laxer GVO-Kontrollen
Die neuseeländische Regierung hat auf Grund der jüngsten Schlamperei mit
gentechnisch veränderten Saatgut mit Kosten von bis zu einer Million Dollar
zu rechnen. Sie hatte es nicht verhindern können, dass gentechnisch
verunreinigten Saatgut in das Land gelangte.
+ Alarmiert über geheime Importe von Gentech-Saatgut
Gentechnisch veränderter Raps aus Kanada wurde nach Australien importiert.
Der multinationale Getreidehändler Cargill erklärte, das Rapssaatgut
importiert zu haben, da es in Australien auf Grund der Dürre zu
Versorgungsengpässen gekommen sei.
+ GM WATCH KOMMENTAR: Es scheint, dass Cargill versucht, Kapital aus der
letzten Dürreperiode in Australien zu schlagen. Er nutzt die Trockenheit als
Vorwand, um den gentechnisch veränderten Raps aus Kanada, den niemand haben
will, loszuwerden und ihn in großen Mengen auf den Markt zu werfen.
+ Wilder Raps wächst rund um japanische Häfen
Eine Studie hat bestätigt, dass Gentech-Raps, der beim Transport verloren
gegangen ist, sich rund um japanische Häfen ausbreitet.
+ Indien: Neue Vorschriften für Feldversuche mit GVOs
Indiens Zulassungsbehörde hat beschlossen, dass sie Freilandversuche mit
gentechnisch veränderten Pflanzen nur noch genehmigt, wenn der Ort der
Freisetzung genannt wird.
In anderen Worten: Bisher wussten die Behörde selbst nicht, wo
Freilandversuche stattfanden, da die Unternehmen zu keiner Angabe
verpflichtet waren. Das ändert sich nun, weil indische Farmer dagegen
revoltiert haben.
Außerdem wird eine Genehmigung nicht mehr erteilt ohne die Zustimmung der
Behörden in den Regionen, wo die Versuche stattfinden sollen.
ERFOLG OHNE GENTECHNIK
+ ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT HILFT DEN ARMEN DER WELT (STUDIE)
Nachhaltige Landwirtschaftsmethoden können den ärmsten Bauern in
Entwicklungsländern aus der Armut heraushelfen, besagt eine Studie.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Techniken wie Fruchtfolgewechsel
und organischer Anbau die Ernteerträge um durchschnittlich 79 % erhöht
haben, ohne damit zukünftige Ernten zu gefährden.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7370
+ EIN ORGANISCHES REZEPT FÜR ENTWICKLUNG
AUSZUG eines Artikels von Inter Press Service:
Viele Experten vertreten heutzutage die Auffassung, dass organische
Landwirtschaft ein wirksames Mittel zur Reduzierung von Treibhausgasen ist,
aber auch zur Armutsreduzierung und verbesserten Nahrungssicherheit in
Entwicklungsländern beiträgt.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7402
GM VERBOTE / BESCHRÄNKUNGEN
+ GM SOJA WIRD IN RUMÄNIEN VERBOTEN
Umweltschützer in Rumänien haben mit dem Verbot von GM Soja einen Sieg
errungen. "Rumänien ist der größte Produzent von GM Soja in Europa," sagte
Greenpeace Koordinator Gabriel Paun. "Dies wird ab Januar vorbei sein."
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7406
+ EU BESCHLIESST, DER WTO ENTSCHEIDUNG ZU GM NAHRUNGSMITTELN ZU TROTZEN
EU Umweltminister haben beschlossen einen Antrag zurückzuweisen, der
Österreich dazu zwingen soll, sein Verbot für GM Nahrungsmittel und
Landwirtschaftsprodukte aufzuheben. Der Antrag war von der Europäischen
Kommission als Reaktion auf die Entscheidung der Welthandelsorganisation
(WTO) eingebracht worden, die besagte, dass ein solches Verbot
internationales Handelsrecht verletzt. Der österreichische Umweltminister
Josef Proll hierzu: "Dies ist ein sehr starkes Signal der Ministerrunde an
die Kommission, ihre Politik [bzgl. GvOs] zu überdenken."
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7399
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7401
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7409
+ GEORGISCHE SCHULEN WERDEN GM-FREI
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7414
+ REGIERUNG VON TAMIL NADU KÖNNTE GM FELDVERSUCHE VERBIETEN
"Die Regierung wird möglicherweise ein Gesetz verabschieden, dass GM
Feldversuche verbietet. Wir hoffen, dass die indische Zentralregierung uns
unterstützen wird," sage der Agrarminister von Tamil Nadu, Veerapandi
Arumugam.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7388
KONZERNNACHRICHTEN
+ SYNGENTA MUSS 1,5 MIO. $ GELDSTRAFE FÜR DIE VERBREITUNG ILLEGALER GM
PESTIZIDE ZAHLEN (U.S. EPA)
Syngenta hat die Zahlung einer Strafe von 1,5 Mio. $ an die US
Umweltschutzbehörde [Environmental Protection Agency (EPA)] für den Verkauf
und die Verbreitung von Getreidesaatgut, welches das nicht zugelassene GM
Pestizid Bt 10 enthält, akzeptiert. Ende 2004 hatte Syngenta der EPA bekannt
gegeben, dieses Getreidesaatgut in den USA, Europa, Japan und Süd-Amerika
vertrieben zu haben.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7413
+ PATENTAMT HAT "WESENTLICHE FRAGEN" ZU MONSANTOS PATENTEN
Als Reaktion auf ein Ersuchen der "Public Patent Foundation" (PUBPAT) wird
das US Patent- und Markenamt (US Patent and Trademark Office, USPTO) vier
Patente auf GM Getreide von Monsanto überprüfen. Der Agrar-Gigant nutzt
diese Patente, um amerikanische Farmer zu quälen, einzuschüchtern, zu
verklagen - und in Einzelfällen in den Bankrott zu treiben. USPTO hat
festgestellt, dass PUBPAT neues Belastungsmaterial vorgelegt hat, welches
"wesentliche Fragen der Patentierbarkeit" für jeden einzelnen Anspruch der
jeweiligen vier Patente aufwirft.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7371
+ EX-DIREKTOREN VON MONSANTOS TOCHTERUNTERNEHMEN VON FRANZÖSISCHEM GERICHT
MIT GELDSTRAFE BELEGT
Das oberste Zivilgericht von Carcassonne (Aude) hat zwei Ex-Direktoren von
Monsantos früherer Tochtergesellschaft Asgrow zu Geldstrafen von jeweils ?
15.000 verurteilt. Im April 2006 hatte die "Direktion für Fairen Handel,
Kosumentenangelegenheiten und Betrugskontrolle" (General Directorate for
Fair Trading, Consumer Affairs and Fraud Control, DGCCRF) Spuren von
illegalem GM Soja entdeckt.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7396
VERBRECHEN VON UNTERNEHMEN
+ Mahnwache in Washington für Selbstmordopfer in Indien
Mit einer Mahnwache wurde am Tag der Menschenrechte vor der indischen
Botschaft in Washington auf die Misere der indischen Farmer aufmerksam
gemacht. Die Selbstmordrate unter den Bauern in Indien steigt ständig. Unter
den Baumwollfarmern in der Region Vidarbha des Bundesstaats Maharashtra
erreichte die Anzahl der Selbstmorde einen neuen Negativrekord. Die
Entwicklung in Vidarbha folgt einem Muster, dass bereits aus den Regionen
Andhra Pradesh, Kerala, Karnataka und Punjab bekannt ist.
Die Chicago Tribune hat über die Selbstmorde berichtet: "Die meisten Bauern
sagen, dass sie ihr Geld an der Ernte verlieren werden. Schuld seien starke
Monsune, die niedrigen Preise der Regierung und eine gentechnisch veränderte
Baumwollsorte des US-Unternehmens Monsanto, die zwar resistent gegen
Schädlinge sei, aber weniger Erträge einbringe, so Farmer, Aktivisten und
sogar offizielle Regierungsstellen."
KONZERNEINFLUSS
+ GENTECH-SAATGUT-PIRATEN GEGEN DAS INDISCHE VOLK
Die indische Regierung ist fest in der Hand von "Biotech-Piraten ", laut
eines Artikels in 'The People's Voice'.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7374
+ LUNGENKREBS-PIONIER "WAR AUF GEHALTSLISTE DES CHEMISCHEN UNTERNEHMENS"
Ein bekannter britischer Wissenschaftler war auf der Gehaltsliste von
Monsanto während er Krebsrisiken untersuchte.
Sir Richard Doll soll Mitte der 80er Jahre ein Beratungshonorar von US$1.500
pro Tag von Monsanto erhalten haben. Doll, ein Epidemiologe, erhielt
außerdem Zahlungen von der 'Assoziation Chemischer Produzenten' (Chemical
Manufacturers Association) und den Unternehmen Dow Chemicals und ICI. Doll
sprach die chemische Industrie zum größten Teil frei davon, mit Krebs in
Verbindung zu stehen - eine Schlussfolgerung, die der Einschätzung der
Weltgesundheitsorganisation widerspricht.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7376
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7378
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7380
+ GENTECH IST DIE ANTWORT - SCHOTTLANDS NEUE WISSENSCHAFTLICHE CHEFBERATERIN
Schottlands neue wissenschaftliche Chefberaterin, Prof. Anne Glover, drängt
alle darauf, Gentechnik als die Antwort gegen Armut, Hunger und Vergiftung
zu begrüßen. Glover ist eine Gentechnikerin mit Verständnis für Unternehmen,
deren Lebenslauf die Gründung der Firma Remedios einschließt, die von
Industriegefährten zum "Besten Neuen Biotechnologie-Unternehmen" für Biotech
Scotland ernannt wurde.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7421
GENTECH-ANWENDUNGEN / AUSWEITUNG
+ VERSUCHSANBAU VON GENTECH-WEIZEN WIDERSPRICHT DEUTSCHEM UND EUROPÄISCHEM
RECHT
Der Freisetzungsversuch mit Gentech-Weizen bei Gatersleben verstößt nach
Auffassung des Umwelt-Anwalts Dr. Christoph Palme gegen deutsches,
europäisches und internationales Recht. Das BMVEL erteilte die Erlaubnis,
Gentech-Weizen in nächster Nähe einer wichtigen Weizen-Genbank bei
Gatersleben anzupflanzen.
http://www.trueten.de/permalink/Feisetzung_in_Gatersleben.html
Englische Version: http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7383
+ VERSUCHE MIT GENTECH-WEIZEN IN AUSTRALIEN?
Im australischen Bundestaat Victoria könnten erste Gentech-Weizenpflanzen
schon nächstes Jahr auf den Feldern stehen, trotz eines Moratoriums des
Bundestaates für kommerziellen Gentech-Raps. Die Regierung hat eine
Erlaubnis beantragt, Versuche mit dürre-resistentem Weizen bei Horsham und
Mildura durchzuführen.
Um die Öffentlichkeit für den Plan zu gewinnen, hat ein Team von drei hohen
Bürokraten aus Victoria empfohlen, eine vom Land und Staat finanzierte, groß
angelegte Anzeigenkampagne zu starten!
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7410
+ "GENTECH-WEINTRAUBEN MACHEN ANGST VOR 'FRANKENWEIN' "
Pläne in Südafrika, Feldversuche mit gentechnisch veränderte Weintrauben
durchzuführen, haben Käufer in Großbritannien - einer von Südafrikas
größten Exportmärkten - und in Deutschland dazu veranlasst, Bestellungen von
südafrikanischem Wein zu stornieren.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7390
Sendet eine Protest-email gegen Gentech-Weinstöcke - ganz einfach:
http://www.gmwatch.org/p1temp.asp?pid=87&page=1
+ WESTAFRIKA - GENTECH-KONZERNE HALTEN EINZUG
Der Baumwollanbau in Westafrika boomt, aber Land wird knapp, und die
Gentech-Konzerne halten Einzug.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7366
TERMINATOR
+ INDIEN: HÖCHSTES GERICHT BESORGT ÜBER DEN EINSATZ VON TERMINATOR-TECHNIK
BEI GENTECH-SENF
Das Höchste Gericht in Indien hat sich besorgt über den möglichen Einsatz
von 'Genetischen Nutzungseinschränkungstechnologien''[genetic use
restrictive technologies /GURTs] bei der Entwicklung von
Gentech-Senfpflanzen an der Delhi University geäußert.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7394
+ GENTECH-SENF SETZT MÖGLICHERWEISE TOXISCHE SUBSTANZEN FREI
Das Höchste Gericht hat ein Kommitee eingesetzt um die Wirkung von
Feldversuchen mit Gentech-Senf zu untersuchen, nachdem nach Expertenmeinung
diese Versuche zu einer Freisetzung von toxischen Substanzen in die Umwelt
führen könnten.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7395
BLICK AUF DIE INTERESSENGRUPPEN
+ KANN BIOTECHNIK AUS ST. LOUIS DEN HUNGER IN AFRIKA STOPPEN?
Die Lokalzeitung von Monsantos, der "St. Louis Post-Dispatch", hat eine
Reihe von Artikeln veröffentlicht, in denen behauptet wird, man würde "die
Rolle von Biotechnik bei der Bekämpfung des Hungers in Afrika" untersuchen.
Die Artikel scheinen geschrieben worden zu sein, um die Arbeit von Monsantos
"gemeinnützigen" Partner in St. Louis, dem Danforth Center, bekannt zu
machen.
Laut "St. Louis Post-Dispatch" "versucht das Zentrum genetisch erzeugten
Maniok, eines der wichtigsten Nahrungsmittel in Afrika zu verschenken. Ein
sich verbreitender Virus ist dabei die Frucht auszurotten. Die
Wissenschaftler in St. Louis glauben die Heilmethode gegen diesen Virus
gefunden zu haben."
Bei dem erwähnten Virus handelt es sich um den afrikanischen Maniok Mosaik
Virus (CMVD). Jedoch gab das Danforth Zentrum vor einigen Monaten
stillschweigend zu, dass ihre gentechnisch manipulierten Maniokarten ihre
Resistenz gegen CMVD verloren hatten.
Der Maniok wurde nun genetisch wiederhergestellt. Was der "St. Louis
Post-Dispatch" aber nicht erwähnt ist, dass die Tatsache, dass es sieben
Jahre gedauert hat bis der Fehler bisheriger gentechnisch veränderter Arten
auftauchte, es ein bisschen zu früh erscheinen lässt, um von einer
Heilungsmöglichkeit zu sprechen ! Die Zeitung spielt ebenfalls die Tatsache
herunter, dass genetisch nicht veränderte Pflanzen, die gegen den Virus
resistent sind, verfügbar sind.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7381
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7384
+ NEUES BUCH VON JENNIFER THOMSON ÜBER GM FÜR CSIRO
Jennifer Thomson, Vertreterin der Gentechnikinteressen, hat ein neues Buch
veröffentlicht: "GM Feldfrüchte: Langzeitwirkungen und Potenzial". Sein
Herausgeber, die CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research
Organisation, Sitz in Australien) bewirbt das Buch als "eine ausbalancierte,
wissenschaftliche Perspektive auf die Streifragen rund um genetisch
veränderte Feldfrüchte." Und er beschreibt Thomson als "eine internationale
Autorin, die viel Glaubwürdigkeit besitzt" und die "international anerkannt
ist".
Diese Aussagen sind alle auf ernste Weise in Frage zu stellen. Thomson ist
ein Aufsichtsratmitglied von AfricaBio, eine industriegestützte Firma, die
in einem Artikel des Wissenschaftsjournal "Nature" als "sich mit Händen und
Füßen, oft auch etwas umstrittenen Methoden, durchsetzend, um
genmanipulierte Feldfrüchte zu bewerben" beschrieben wurde. Der Artikel sagt
auch, dass "die Firmenmethoden in einigen Ländern als himmelschreiende
Medienmanipulation angesehen werden würden".
Mehr Informationen und Links unter:
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7385
WIDERSTAND GEGEN GM
+ INDISCHE BAUERN, HÄNDLER UND VERBRAUCHER GEGEN GENMANIPULATION
Repräsentanten verschiedener Bauernorganisationen, Gewerkschaften und
Verbrauchergruppen, sowie Selbsthilfegruppen und andere NGO aus
Südindien haben am nationalen Bauerntag eine Erklärung veröffentlicht,
in der sie genmanipulierte Pflanzungen als ernsthafte Gefahr für Umwelt,
Landwirtschaft, Gesundheit und Wahlfreiheit in Sachen Lebensmittel
verurteilen.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7419
+ US AMERIKANER IMMER NOCH MISSTRAUISCH GEGENÜBER GENMANIPULATION - STUDIE
Zehn Jahre nach den ersten kommerziellen Feldversuchen mit
genmanipulierten Pflanzen in den USA sind Amerikaner immer noch schlecht
informiert und misstrauisch, wenn es um Genlebensmittel geht. Das hat
die fünfte Jahresumfrage zum Thema ergeben. Die Umfrage hat ausserdem
bestätigt, dass den meisten Amerikanern der Gedanke an Fleisch und Milch
von geklonten Tieren gar nicht behagt.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7373
+ ALBERT FERRE FREIGESPROCHEN
Ein Richter aus Lleida im spanischen Westkatalonien hat Albert Ferre
freigesprochen, dem wegen der Zerstörung eines Genweizenfeldversuchs
eine Geldstrafe von 500.000 Euro drohte.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7354
+ BRASILIANISCHER GOUVERNEUR WILL SYNGENTA ENTEIGNEN - UPDATE
Der Gouverneur von Parana, Roberto Requiao, hat ein Urteil zur
Enteignung eines Syngenta Grundstücks, auf dem Genfeldversuche
durchgeführt wurden, unterschrieben. Das Urteil wurde im öffentlichen
Interesse gefällt, weil Syngenta 12 Hektar des Grundstücks illegal mit
Gensojabohnen bepflanzt hatte. Dieser Schritt gilt als eindeutiges
Anzeichen, dass lateinamerikanische Politiker sich nicht mehr einfach
der zunehmenden Macht industrieller Landwirtschaftskonzerne beugen. Das
Urteil gilt auch als Beweis für die wachsende und wohlorganisierte Macht
der bürgerlichen Gesellschaft der Region.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7379
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7358
+ US LEBENSMITTELINDUSTRIE SKEPTISCH GEGENÜBER GENWEIZEN
Die US amerikanische Lebensmittelindustrie ist nicht bereit, Genweizen
anzunehmen. Ron Olson, Vizepräsident des General Mills Getreidebetriebs,
sagte: "Der Lebensmittelmarkt ist noch nicht bereit dafür. Unsere Aktien
würden das nicht überleben."
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7362
+ CHINA GIBT KEIN OK FÜR KOMMERZIELLEN GENREIS
China, der weltgrösste Reisproduzent und -verbraucher, hat der
kommerziellen Einführung von Genreis zum wiederholten Male eine Absage
erteilt. China fürchtet um seine Nahrungsmittelsicherheit und mögliche
Marktverluste.
http://www.foodnavigator-usa.com/news/ng.asp?n=72601-nutrogen-gm-rice-biosaf
ety
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7369
GM UND GEKLONTE TIERE
+ WARUM DAS OMEGA-3-SCHWEINCHEN NICHT AUF DEN MARKT DARF
In einem in "Nature Biotechnology" erschienenen Brief äußerte sich Dr.
Autumn Fiester gegen die Marktzulassung eines geklonten GM-Schweins mit
erhöhtem Omega-3-Anteil. Dies sei eine Verschwendung wertvoller
Forschungsmittel.
- AUSZUG
- ... "...An unserer Sucht nach Biotechnologie selbst in den unwichtigsten
Anwendungsbereichen ist etwas ganz Grundsätzliches verkehrt Wir sollten
innehalten angesichts der heutzutage möglichen dramatischen Veränderungen,
der Geschwindigkeit, mit der diese stattfinden, und der eventuellen Folgen
für die Umwelt, Tiere und uns selbst, kurzum, für die Welt, wie wir sie
kennen. Zu glauben, dass diese Forschung, solange sie unkontrolliert ist,
keine ernsten Auswirkungen hätte, wäre naiv. Das neuste Projekt sagt eine
Menge über uns aus, und zwar wenig Schmeichelhaftes. Ein Wissenschaftler
kommentierte die potenzielle Nutzung des Omega-3-Schweins folgendermaßen:
'Die Menschen werden weiterhin Junk-Food essen können. Man muss nicht mehr
seine Ernährung umstellen, nimmt aber trotzdem alles zu sich, was der Körper
braucht.' Es wird also das Erbgut eines Tieres verändert, damit die
Verbraucher ihre selbstzerstörerischen Essgewohnheiten beibehalten können.
Wenn dies Grund genug dafür ist, die Grundbausteine des Lebens zu
manipulieren, was sagt das eigentlich über uns Menschen?"
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7418
+ KLONMILCH UND -FLEISCH INNERHALB WENIGER MONATE FREI VERKÄUFLICH
Der Verkauf von Fleisch und Milch, die aus geklonten Tieren gewonnen wurden,
rückt näher, da nun die US-Regierung entschieden hat, dass der Konsum dieser
Produkte kein Risiko darstelle und darum in Supermärkten ohne Kennzeichnung
verkauft werden dürfe. Verbraucherverbände und Ernährungswissenschaftler
verurteilten diesen gravierenden Beschluss der US-amerikanischen
Nahrungsmittelbehörde und warnten vor den Folgen, die dies für den
Nahrungsmittelkonsum weltweit haben würde.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7426
+ KLONKUHFLEISCH VIELLEICHT SCHON BALD IM ANGEBOT .
Ein US-amerikanischer Bauer in finanziellen Schwierigkeiten wird vielleicht
seine Klonkühe an Hamburgerhersteller verkaufen - trotz der derzeitig noch
gültigen freiwilligen Sperre von Klonnahrung aus Nutztieren.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7417
GM WATCH ÄUSSERT SICH ZU KLONMILCH UND -FLEISCH..
Der Industrieverband für Biotechnologie (BIO) behauptet: "Wir klonen Tiere,
weil wir einen genetischen Zwilling dieser Tiere erhalten möchten. Dabei
handelt es sich nicht um ein genetisch erzeugtes Tier, denn es wurden keine
Gene verändert, ausgetauscht oder entfernt." Wir wissen jedoch, dass Klone
in keinster Weise genaue Kopien darstellen, sondern im Gegenteil zahlreiche
verschiedenartige Defekte in ihrem Erbgut aufweisen. Laut einer Schätzung
von R. Jänisch, einem Genetiker am MIT (Massachusetts Institute of
Technology), ist ca 4-5% der Expression genetischer Informationen eines
geklonten Tieres fehlerhaft.
Die Folgen dieser Gendefekte sind unter Umständen sehr greifbar - einige
sind unterschwellig und weniger leicht bemerkbar, andere dagegen nur allzu
offensichtlich. Es wurden schon Klontiere mit unvollständigen Körperwänden
oder anomalen Herz-, Nieren oder Hirnfunktionen geboren, andere alterten
vorzeitig oder starben plötzlich infolge des sogenannten adult clone sudden
death syndrome.
Abgesehen von der Ungewissheit und gesundheitlichen Bedenken hinsichtlich
der Konsequenzen für Verbraucher ist es auch möglich, dass Menschen solche
Produkte, die dem Wohlergehen von Tieren dermaßen schaden, gar nicht kaufen
möchten. Doch werden sie, wie im Falle von GM-Nahrungsmitteln, gar keine
Wahl haben, wenn für Klonnahrung keine Kennzeichnungspflicht eingführt wird.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7207
NEUES BUCH
+ WIEVIEL RISIKO KÖNNEN WIR RISKIEREN?
Intervention: Confronting The Real Risks of Genetic Engineering And Life
On A Biotech Planet, ein neues Buch des ehemaligen
Wirtschaftskolumnisten der New York Times, Denise Caruso, hebt die
Gefahren hervor, denen wir uns als Spezies Mensch aussetzen, indem wir
uns mit halsbrecherischer Geschwindigkeit in Biotechnikdesign und
-mutationen stürzen.
http://www.gmwatch.org/archive2.asp?arcid=7420
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GM WATCH MONTHLY REVIEW IN GERMAN:
http://www.gmwatch.org/p1temp.asp?pid=82&page=1
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