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http://www.jungewelt.de/2007/08-23/018.php?print=1
junge welt
23.08.2007, Seite 8
Willkürliche Hausdurchsuchung« bei Bonner Atomkraftgegner
Das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC und der Republikanische
Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) kritisierten am Mittwoch eine
»willkürliche Hausdurchsuchung« bei einem Bonner Atomkraftgegner:
Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Polizei am 16. August die Wohnung
eines Bonner Atomkraftgegners durchsucht und seine EDV-Ausstattung
beschlagnahmt. Das Mitglied der Anti-Atom-Gruppe Bonn sei verdächtig,
öffentlich zu Straftaten aufgefordert zu haben, heißt es in dem
Durchsuchungsbeschluß des Amtsgerichts Bonn. Die Atomkraftgegner hatten
im Juni auf ihrer Internetseite antiatombonn.de angekündigt, an den
Blockaden des Bündnisses »Block G8« gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm
teilzunehmen.
ATTAC und RAV verurteilen die Hausdurchsuchung und Beschlagnahmen und
fordern die Einstellung des Ermittlungsverfahrens. (...) In dem
Durchsuchungsbeschluß heißt es wörtlich, der Atomkraftgegner sei
verdächtig, »als Verantwortlicher den Artikel >Bonn goes G8: Bewegen,
blockieren, bleiben< auf die vorgenannte Interseite eingestellt zu haben,
in dem im Hinblick auf den G-8-Gipfel in Heiligendamm offen zu aktiven
Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte etwa durch gewaltsames
Wegdrücken aufgerufen wurde«. Der Vorwurf bezieht sich auf das Konzept
von »Block G8«, das die Bonner Anti-Atom-Gruppe in ihrem Artikel zitiert
hatte. Von »gewaltsamem Wegdrücken« ist allerdings nirgends die Rede.
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