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Datenschutzbeauftragter Schaar kritisiert EU-Genehmigung für
Google-Doubleclick-Fusion
Hamburg (ots) - Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat
die Genehmigung der EU-Kommission für eine Übernahme des
Internet-Werbeunternehmens Doubleclick durch den
Suchmaschinenbetreiber Google scharf kritisiert. Wenn diese beiden
Unternehmen zusammenarbeiteten, könnten sie das Surfverhalten von
Millionen von Internetnutzern beobachten, sagt Schaar ZEIT Online.
"Anstelle zweier sehr mächtiger Datenbanken entsteht eine. Das
Nutzerprofil wird immer detaillierter. Und das alles ist in der Hand
eines einzigen Unternehmens. Für einen Datenschützer ist das eine
beunruhigende Konzentration." Die EU-Kommission hatte einer Übernahme
Doubleclicks durch Google am Dienstagnachmittag zugestimmt.
Schaar kritisiert auch, dass unklar sei, welche
Datenschutzbestimmungen für das fusionierte Unternehmen gälten - die
europäische Datenschutz-Richtlinie oder amerikanisches Recht.
Bekanntlich hätten beide Unternehmen zwar ihren Sitz in den USA.
Aber: "Der Internetkonzern betreibt in Europa Rechenzentren,
verarbeitet hier die Daten aus Europa und hat hier mehrere
Niederlassungen. Er ist unserer Ansicht nach an europäisches Recht
gebunden", sagt Schaar.
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www.zeit.de/online/2008/11/uebernahme-google-doubleclick
Originaltext: DIE ZEIT
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