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Newsletter vom 7. Februar 2008
FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
UMKEHR e.V. - Informations- und Beratungsbüro für Verkehr und Umwelt
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Bußgelder für Verstöße gegen Fußgänger und Radler sollen teilweise
herabgesetzt werden, Teil 2
Im letzten Newsletter berichteten wir über die anstehenden Änderungen des
Bußgeldkatalogs für Verstöße im Straßenverkehr. Das
Bundesverkehrsministerium plante, die "differenzierte Anhebung der
Geldbußen" bis zum 1.1.2008 über die parlamentarisch-bürokratischen Hürden
gebracht zu haben. Da Sie, werte Leserinnen und Leser, nichts davon in den
Tagesmedien gehört oder gelesen haben, wissen Sie auch, dass dieser
ehrgeizige Plan nicht geklappt hat.
Der Entwurf des Bundesverkehrsministeriums BMVBS "hängt" im Augenblick
zwischen Bundesrat und Bundesregierung. Im Dezember tagte eine
Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Thema "Bußgeldkatalog-Reform". Die Ergebnisse
dieses Gesprächs wurden jedoch unter Verschluss gehalten. Eine Einigung
sollte inoffiziell bis Januar erfolgen.
Gerüchten zu Folge scheinen sich unsere Befürchtungen zu bestätigen, dass am
Ende die geplanten Erhöhungen der Sanktionen gegen Raser wieder reduziert
und die geringen Bußgelder unverändert bleiben werden: So sollen Sanktionen
von Tempoüberschreitungen von bis zu 20 km/h innerorts nur noch um fünf auf
40 Euro erhöht werden.
Da sich FUSS und UMKEHR bei den sehr kurzfristig erbetenen Abgabeterminen
für die Stellungnahmen der Verbände im November allein auf weiter Straße
wähnten, gaben wir unseren Kommentar nicht nur beim BMVBS einfach ab,
sondern versuchten über ein breit gestreutes Mailing und Schreiben an die
zuständigen Landesministerien Druck zu erzeugen. Dabei kam zu Tage:
Während das BMVBS uns gegenüber erwartungsgemäß seinen Entwurf verteidigte,
ließen einige Bundesländer durchblicken, dass sie sich bei Verstößen gegen
Fußgänger, insbesondere beim Falschparken, durchaus mehr vorgestellt hatten.
Rheinland-Pfalz und Hamburg hatten ihre Vorstellungen lediglich
zurückgestellt, um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden, das Saarland und
Berlin wollen weiterhin auf Verbesserungen dringen.
Zumindest wissen wir also von vier Bundesländern, die eigentlich eine
Erhöhung der Geldbußen fürs Falschparken wollen. Da sollte doch noch was zu
machen sein im weiteren parlamentarischen Ablauf bei der Umsetzung der
Reform! Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden!
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