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Zwangsverlegung von Aktvisten aus Katzhütte !!!
Donnerstag Protest vor der Betreiberfirma K&S bei Bremen
Liebe Freundinnen und Freunde,
verstärkt die Solidarität!!!
heute morgen um 9°° Uhr wurden zwei Aktivsten des Lagers in Katzhütte
von Ausländerbehörde, Polizei und Sicherheitsdienst gezwungen ihre
Sachen zu packen. Sbaih wurde nach Eisenach und Sajren wurde nach Greiz
gebracht. Das eine Lager liegt im Norden, das andere im Süden Thüringens.
Die Weigerung der Flüchtlinge in Katzhütte, als Ergebnis ihrer Proteste
einer Sanierung der Schimmelbaracken zuzustimmen, bringt die Fratze der
Administration immer ungeschminkter zu Vorschein.
Das Geschäft mit dem Lager soll für die Kommune und die Betreiberfirma
ungestört weiter gehen.
Wir rufen zur Unterstützung der Flüchtlinge auf, in Katzhütte, Eisenach,
Greiz, über all wo sich der Widerstand gegen staatlich organisierte
Mißhandlung formiert.
KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Verstärkt die Solidarität!!!
http://thevoiceforum.org/node/801
unten eine Informationsupdate, bitte weiterteilen:
Nachrichten aus Thüringen
1.
aktuell!! Zwangsumverteilung Katzhütter Aktvisten
2.
jüngste Erklärung der Flüchtlinge aus Katzhütter
3.
bundesweiter Demonstrationsaufruf für Katzhütte/Saalfeld am 05.06.
4.
report from thüringen refugee meeting in Jena
5.
Bericht eines Flüchtlings aus Posseck/Sachsen
6.
Kurzbericht über Repression gegen Besuchsdelegation in Katzhütter
7.
jetzt-donnerstag!! 08.mai Protest vor der Betreiberfirma K&S des
Lagers Katzhütte. Firma sitzt zwischen Bremen und Hamburg (engl/de)
1.
The VOICE - Pressemitteilung und aktuelle Erklärung der Katzhütter
Flüchtlinge zur Umverteilung
Stellungnahme zu den Zwangsumverteilungen der Sprecher der
Flüchtlingsproteste in Katzhütte
Dienstag, 06.05.2008 - Asylbewerberheim Katzhütte
Im Angesicht der stattfindenden Gewaltanwendung ist für morgen Mittwoch,
den 07.05.2008 ein Meeting mit The VOICE Refugee Forum vor Ort in
Katzhütte um 13:00 Uhr geplant. Der Flüchtlingsrat Thüringen, Refugio
Thüringen und die städtische Initiative Saalfeld zur Schließung des
Katzhütter Barackenlagers sowie die interessierte Presse sind
eingeladen.Pressemitteilung und aktuelle Erklärung der Katzhütter
Flüchtlinge zur Umverteilung...
Die Ausländerbehörde des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt greift im
Streit um die mehr als fragwürdigen Zustände im Asylbewerberheim Katzhütte
zum Mittel der Zwangsumverteilung der beiden aktivsten Protagonisten der
Flüchtlingsproteste!
Mohammed N. S. Sbaih und Saadad Mustafa Sajren - beide Sprecher der
Flüchtlingsproteste in der so genannten "Gemeinschaftsunterkunft"
Katzhütte wurden heute morgen gegen ca. 09:00 Uhr durch 2 Mitarbeiter der
Ausländerbehörde Saalfeld-Rudolstadt unter Zuhilfenahme polizeilicher und
sicherheitsdienstlicher Gewalt gezwungen binnen einer Stunde ihre
persönlichen Sachen zu packen, um einerseits nach Eisenach (Sbaih) und
andererseits nach Greiz (Sajren) zwangsumverteilt zu werden.
Nach der Ankündigung des Landratsamtes die unmenschlichen (baulichen)
Zustände im Barackenlager Katzhütte bis Ende April "gelöst" (sprich
saniert) zu haben, verstrich dieses selbst gestellte Ultimatum ohne die
Einlösung der vollmundigen Versprechungen. Kurz vor Monatsende wurde
einigen(!) der betroffenen Flüchtlinge kurzfristig! das Angebot
unterbreitet, sich freiwillig in andere Lager umverteilen zu lassen,
welches von 2 Familien und 5 Einzelpersonen "dank" der bestehenden
Gesundheitsgefährdung auch angenommen wurde.
10 Asylbewerberparteien, davon 4 Familien entschieden sich allerdings,
sich nicht von ihren aufgestellten Forderungen nach dezentraler
Unterbringung in Saalfelder Wohnungen ohne "Lagersystem" abbringen zu
lassen und formulierten den ihnen vorgesetzten "Antrag" dementsprechend.
Diese Asylbewerber stehen als Beispiel für die Nachhaltigkeit der
aufgestellten Forderungen nach Schließung des Barackenlagers in Katzhütte
und für die Unterbringung aller Flüchtlinge in menschlich normalen
Wohnungen -- ohne Anwendung des bislang gängigen Lagersystems mit
Schikanierung der Menschen durch eine so genannte "Heimleitung" sowie die
Anwendung gesetzlich möglichen Bleiberechts für Flüchtlinge, die sich
schon seit Jahren in Deutschland aufhalten.
Von diesen 10 Asylbewerberparteien werden nun ausgerechnet die 2
Protagonisten in 2 verschiedene Lager in unterschiedlichen Richtungen
umverteilt -- "Ein Schelm, wer böses dabei denkt!".
Der Eindruck, dass hier der Widerstand der Betroffenen durch "bestrafende
Zwangsumverteilung" für die politisch Aktivsten gebrochen werden soll ist
nicht nur augenscheinlich, sondern nur allzu leidlich bekannter
Aktionismus lokal zuständiger Verwaltungsbehörden.
Erneut sollen hier die couragierten Stimmen des Protestes auf diese weise
zum Schweigen gebracht oder zumindest aus dem Fokus des Brennpunktes
"entfernt" werden!
Ein anwesender Journalist von OTZ (Ostthüringer Zeitung) wurde mit Verweis
auf das bestehende Hausrecht der Behörde nicht auf das Gelände
vorgelassen und Fotografien der stattfindenden Maßnahme durch solidarische
Mitbewohner im Barackenlager untersagt!
Die Informationspolitik der Pressestelle des Landkreises ist gelinde
gesagt "zurückhaltend" -- so gibt es keinerlei Information über die im
Weiteren geplanten "Sanierungsarbeiten" weder für die Vertreter der
Flüchtlings-Selbsthilfe-Organisation The VOICE Refugee Forum noch für
offizielle Vertreter der Presse -- die Zusammenarbeit mit dem
Flüchtlingsrat Thüringen wurde aufgekündigt!
Zur heutigen Zwangsaktion in Katzhütte wurde vom "Fachdienstleiter Medien
und Kultur" (Herrn Lahann) zumindest eine Pressemitteilung angekündigt.
Im Angesicht der stattfindenden Gewaltanwendung ist für morgen Mittwoch,
den 07.05.2008 ein Meeting mit The VOICE Refugee Forum vor Ort in
Katzhütte um 13:00 Uhr geplant. Der Flüchtlingsrat Thüringen, Refugio
Thüringen und die städtische Initiative Saalfeld zur Schließung des
Katzhütter Barackenlagers sowie die interessierte Presse sind eingeladen.
2.
Aktuelle Erklärung der Katzhütter Flüchtlinge:
Die Ausländerbehörde Saalfeld zusammen mit der Heimleitung Katzhütte haben
uns Ende April dazu aufgefordert Umverteilungsanträge in andere Lager
auszufüllen, damit die angekündigte "Renovierung" der Baracken und
Bungalows durchgeführt werden kann.
Wir möchten hiermit erklären, dass wir uns nicht mit dieser Form der
"Verteilung" unseres Widerstandes gegen die seit Jahren praktizierte
Behandlung durch die zuständigen Behörden einverstanden erklären können,
sondern darin vielmehr eine weitere Form der "Bestrafung" und
Nichtanerkennung unserer Forderungen sehen.
Wir akzeptieren keine "kleinen Lösungen" um uns ruhig zu stellen!
Gegen jede Kontrolle und Kriminalisierung der Flüchtlinge werden wir
tausend Mal aufstehen und protestieren!
Wir fordern die Schließung aller Isolationslager in Deutschland!
Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!
Wir wollen ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge!
Kein Kompromiss mit Abschiebungen und Residenzpflicht!!!
Wir wollen ein selbst bestimmtes Leben !
Für die Unterstützung unserer Kampagne gegen Isolationslager in Thüringen
und Deutschland rufen wir euch zur Teilnahme und Spenden auf!
Schließt euch uns an!
Schließt die Baracken in Katzhütte!!!
Katzhütte, den 01. Mai 2008
"Es gibt viele Möglichkeiten sich gegen Unterdrückung zur Wehr zu setzen
und für die eigenen Rechte einzustehen!" Mohammed N.S. Sbaih -- Sprecher
der Katzhütter Flüchtlinge (ab sofort in Eisenach!)
Für mehr Informationen:
Thomas M. Ndindah (The VOICE Refugee Forum -- Jena)
Handy: 0163-4811554 (O2) oder HomeZone: 03641-516144
oder
Muhammed N:S: Sbaih (Sprecher der Flüchtlinge in Katzhütte)
Handy: 0176-67679301
E-Mail: _thevoiceforum ät emdash.org
<https://mail.d-a-s-h.org/src/compose.php?send_to=thevoiceforum@emdash.org>_
Homepage: _http://thevoiceforum.org <http://thevoiceforum.org/>_
3.
05.06.08: Demo in Saalfeld - Schliessung des Asylbwerberlagers Katzhütte!
"Schließt euch uns an um die Baracken des Flüchtlingslagers in Katzhütte
zu schließen!"
Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!
Die Deklaration der Flüchtlinge aus Katzhütte für die Schließung der
Baracken
Wir wollen ein Bleiberecht!
Dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge in Ihrem Landkreis!!
Kein Kompromiss mit Abschiebungen und Residenzpflicht!!!
Demonstration am Donnerstag, den 5. Juni 2008 in Saalfeld
Solidarität der Flüchtlinge aus Thüringen für die Kämpfe in Katzhütte
Wir fordern die Schließung der Isolationlager!
Gegen jede Kontrolle und Kriminalisierung der Flüchtlinge
Werden wir tausend Mal aufstehen und protestieren...The VOICE Refugee Forum
Mit den Flüchtlingen solidarische Aktivisten werden aus dem gesamten
Bundesgebiet eingeladen!
Für die Unterstützung unserer Kampagne gegen Isolationslager in Thüringen
und Deutschland rufen wir euch zur Teilnahme und Spenden auf.
Schließt euch uns an!
Schließt die Baracken in Katzhütte!!
Kontakt für weitere Infos: The VOICE Refugee Forum, www.thevoiceforum.org
Bremen/Katzhütte
Anti-Lager-Aktion gegen Flüchtlingslager-Betreiberfirma K&S in Sottrum,
Zeit und Ort der Kundgebung: Donnerstag, 8. Mai um 10 Uhr, (Rotenburger
Str. Nr. 1) in Sottrum -- Bremem
° Kundgebung und Demo werden organisiert von Antirassistischen Plenum
Oldenburg-Blankenburg, von NoLager Bremen und von der Karawane Bremen
Aufruf zur Kundgebung vor K&S in Sottrum weiter unten:
4.
The psychological oppression in Thueringen - Germany
A Report from the event of Saturday 26 April 2008 -The VOICE Refugee
Forum in Jena.
The three day refugee conference organised by The VOICE Jena from Friday
25th to Sunday 27th of April 2008 in Jena a city in the state of
Thueringen in East Germany began on Friday evening at 17hrs. About fifty
refugees travelled from different states in Germany to attend the
meeting to plan for further events of the struggle and challenges of the
refugees in Germany and to witness the declaration of the rights and the
oppressive laws suppressing the refugees in Germany.
Among the themes of the day on Friday 25th were the recounts of the
refugees' despicable experiences in the battle against the human rights
abuses gushed onto them in the Federal Republic of Germany, through
police brutality, massive racism and discrimination in almost all of the
German institutions as the foreign office, the social department
offices, the deportation prisons and especially in the camps unfit for
human accomodation, and isolated to deliberately separate the refugees
from the real world.
Felleke from Ethiopia recounted the psychological trauma of the three
agonizing attempts of the Bavaria foreign office to deport him back to
Ethiopia under the directive of the Ethiopian authorities to the Germany
government through the Ethiopian embassy in Germany to deport all
opposition members back to Ethiopia.
In a string of five various prisons Felleke was first imprisoned in the
Augsburg male prison in September 2006 in Bavaria where he was then tied
up for deportation. His hands were bound together at the wrists (not
with handcuffs) with a rough and sharp-edged black belt that was
overlapped and came up to meet and press firmly around both wrists.
He was naked, inspected and left in a small room alone for a sometime
and then led towards the back stairs of the Lufthansa airlines at the
airport in Frankfurt. He was sneaked in before the "normal" passengers
boarded the plane with five commandos spotting dark green uniforms and
weapons surrounding their waists, guarding him like a diseased animal,
one in front, one on the left, one on his right side and one at the
back. The fifth one went in before in order to point to the exact sit.
He was covered from head to toe so he could not see where they were
leading him his head was covered with a heavy extension head scurf of
the coat he was wearing, bowed down inside of the cover so he could only
see the ground (stairs) and then the floor of the airplane.
Felleke waited patiently until they had safely boarded the plane, he
suddenly shook his head back so that he could see and communicate with
the flight crew, which caused panic to the aggressors and the crew. The
commandos immediately grasped each of his middle fingers and pulled them
away in order to cause as much pain to him as possible. He sadly saw the
flight crew rushing away as though they were faced with danger. He
called them not to run away, and raised his voice ??I am not a terrorist
or a criminal please there is no reason to fear, don't run away I need
your help!!``. The aggressors became more violent trying to keep him
silent and pushing, sliding him ahead, he positioned his knees as in a
long jump preparation, he extended his elbows away from his body and
suddenly jerked all commandos from all angles just as in a single karate
kick.
All of them went down on the floor of the plane then the struggle began,
first with the shock registering on all five faces of the guards
wrestling to recompose themselves away from the floor and at the same
instance trying to regain control of their prisoner.
Felleke continued screaming out for help drawing the attention of the
pilot who advised the group to leave the plane saving Felleke from that
first dreadful experience of deportation. Such severe psychological
torture and abuse to one's diginty.
The second time in October 2006 from a different prison in Munich
escorted with three policemen one on the left, one on the right and one
at the back just as previously and he was once again bound at the wrists
with the black belt. This time around Felleke employed a different
tactic as he was led into the plane just as before, by the same route at
the back and was forcefully pushed by the head and forced to sit down.
He stood up each time they pushed him down ( pushed, stood, pushed,
stood) it looked like one kindergarten drill till the air stewardess
informed the pilot who later approached them and threw them out of the
plane. Three times Felleke was traumatised in such a manner.
Previously these body guards in a small cell at the airport had advised
Felleke that if he coorperates with them and agrees to his deportation,
on reaching Ethiopia Felleke would lie to the authorities in Ethiopia
that he has lost his passport in the plane therefore it would be hard
for the authorities to prove his country of origin. That would enable
Felleke's return back to Germany.
Such insult and the mockery to the African mentality, the idiotic
suggestion indeed signifies the level of supremacy the white man
believes that he holds over the black man. Wearing dirty prison clothes
accompanied by a gang of four fierce looking animals calling themselves
bodyguards, without luggage and bundled up with a heavy black belt at
the wrists, his mouth taped to silence, and then claims the lost
passport on the plane. Thrown through the window or flashed down the
rest room?
The solidarity visit to the refugee camp in Katzhuette Thueringen on
Saturday 26 April 2008:
In the name of humanity and solidarity the group from Jena boarded a bus
and headed to the camp in Katzhuette another town on the outskirts of
Thueringen to protest against the overwhelming miserable conditions of
the camp and to raise their voices for the immediate closure of this dump.
The two hour journey was peaceful until the sight of the camp away on
top of a steep hill not unlike the one in Freiebessinge that was
recently closed down resulting from the same protests of the voice
refugee forum and the Karawane organisations for the wellfare of the
human beings labelled as subhumans in the expressions of the actions of
the Germany system.
The camp is placed in isolation on a hill engulfed by trees depicting it
as a forest away in the jungle of the mountains where wild animals visit
the place on a regular basis; the steep leading to the camp is not
facilitated with stairs rather a very slippery steep that turned the
group into mountaineers while climbing up.
On top of the steep, the group was greeted by an intimidating blockade
of heavily built men in securion uniforms who strongly resisted the
entrance to the grounds trying to push us back down the hill with
warnings of calling the police on grounds of disturbing peace. In spite
of the dangers involved if people were to roll back down that hill.
The group strongly resisted intimidation with the exchange scuffle of
words questioning the freedom of speech and continued to enter the
grounds at the camp. The securion followed the group into the grounds
and tried to hinder any form of activities with words of "order and the
police"pulling out their cellphones to call for back -- up, warning the
refugees of the implications and consequences from such activities.
The refugees overpowered the securion by ignoring their irritating
distruction and began with their slogan chanting of "abolish human
rights abuses and discrimination in Germany". These bouncers were
stationed there by the Thueringen foreign office to prevent the freedom
of association, expression and the freedom of speech, but failed to
achieve their mission and miserably stood in one corner and watched the
protests to the human rights abuses in
Germany.
Some of these securion men are foreigners themselves of the underpaid
security bodies employed by the foreign office as disclosed on
television, subjected to exploitation in the guise of having a job and
extending it to the point of attacking other foreigners prohibiting them
from raising their voices to express their disatisfaction in terms of
human diginity.
The refugees continued to recite the atrocities and were all in
agreement that the same savage conditions that force them to leave their
countries, suffocated by abuses of human rights and the rule of the
dictators who are supported by the Germany government and the same
government subject refugees with affliction of subhuman treatment with
massive hatred. And the inhuman deportation tactics as those applied to
Feleke and many others who lost their lives in the course of deporting
them back to the very dictators supported from here.
The police brutality which in most cases ends up in the murders of the
refugees and the mental torture inflicted upon the refugees to suppress
their human dignity by keeping them always inferior to the ??almighty``
Germans.
The excessive discrimination with the lowest standards of every possible
basic need and offering again the lowest standard of education as in the
simple matter of the German language keeping them on the ABC level of
the alphabet for years to continue marginalising them by controlling and
suppressing their intellect and thereafter labelling them mentally
handicapped or dormant, to hinder their full integration in the world of
the so called intelligentia.
Keeping them in the dark over the so called enforced laws and
regulations filled with boundaries hence the incapability of perusing
for their understanding and the prevention of the proper reaction
towards these so called laws on their part. These rules of seperation
and suppression are rules of injustices extended from severe apartheid.
The mental torture and the psychological disorders inflicted upon the
refugees in most parts of Germany thereafter acquiring the status of the
??almighty`` stamp to stay in Germany on the grounds of illness. Already
locked in the trance of helplessness heading for a lifelong attachment
to the socialwellfare system without work and without further education
to enhance their well being and acceptance in the society filled with
animosity in terms of consuming the social funds.
The refugees continued with facts that most of the so called poor
underdeveloped countries were and still are plundered of their human and
natural resourses by the so called developed countries. And that they
find it impossible to comprehend the strategies and policies of the
international community and all those human rights organisations aware
of their situations and do nothing about it, which simply categorises
them as the abettors of the system.
The camp in Katzhuette has separate buildings on top of the steep hill
where the centre building is allocated with the shower facilities,
subjecting the refugees into walking long distances for their daily
hygiene; one can portray the exact picture of the refugees in the winter
time with their children strolling back and forth in the snow for a shower.
The children's playground is along the refuse area where the garbage is
left filled to the brim before it is picked up and the wild animals
stroll down the area to graze while the children play. This represents
the exact conditions of the marginalised in the maintained German system
of divide, suffocate and rule.
Ruled and surpressed reflected here through the residents of the
katzhuette camp gripped with fear of what would happen to them in terms
of deportation and the infamous police brutality causing many to simply
keep a distance afraid of joining the group to raise their voices. Only
peeping and looking on with sad miserable faces of prisoners deprived of
their very own conscience.
They were right in terms of the instigated fear because as we completed
our protests and prepared to return back to the bus, we were shocked to
receive news that the bus is surrounded by the criminal police down in
the valley patiently awaiting our return. So the securion had unleashed
the police on the refugees.
The refugees with the residence pflicht froze with fear (borders of
separation prohibiting the refugees to move freely in the country from
one city to another confined to the proximity of not more than three
kilometres), the force of deprivation of the freedom of speech and
expression and the visualisation of the forthcoming police brutality,
picturing the story related by Feleke only yesterday intense fear
gripped the refugees.
The sight of five police cars including vans signifying an intention of
arresting people in those vans surrounding the bus as a constraint of
movment of the bus was unbearable for many refugees on this trip.
Confirming the facts reiterated at the protest the "inhibition" of all
traces of freedom.
Flashes of refugees killed by the police in Germany like Dominik
Koumadio from DRC Kongo shot by the police in Dortmund in April 2006,
and Oury Jalloh from Sierra Leon who was ferociously beaten up and
burned alive in the police basement in cell number five in Dessau East
Germany in January 2005, started forming into the minds of many refugees
at the sight of the police.
The police officers immediately confronted the group and consumed more
than one hour of our time in the scuffle of queries as to why we were
there. There was no violence in the protests it was a peaceful demand of
the portion of the human rights principles, it was not a case that
called for the unleashing of the police and the intimidation that
scattered the refugees in various directions.
Refugees were scattered in all directions as many had no permission to
leave their jurisdictions and the penalty for breaching this confinement
has already landed refugees in the court of law and sentenced to
imprisonment.
The police only showed face to intimidate and to confirm the vacuum of
freedom of speech in Germany, to terrify the refugees, exactly what
ensued when some refugees took cover inside of the bus only to be
advised to come out of it later and run into the nearby supermarket
called tegut hoping for a better cover. Where a woman cashier looked so
disgusted and shocked to see the colored people entering the shop, she
followed them around the shop and threw the receipts of their purchases
to them with irritation.
Three refugees with a little girl of eight were driven off to a nearby
train station for cover where they were met with another police car lay
in waiting; the refugees were then driven off further to another train
station five kilometres away and were left there. They squatted in the
small waiting room of the train station with fear of persecution and the
little girl kept peeking through the window to alarm them of any
incoming police vehicles.
That's the kind of life in this democratic and so called developed
country. Development and democracy as we are to understand it we the
unwanted foreigners, are the raised skyscrapers and the infrastructure
of all the facilities in the country, however civilisation and humanity
has nothing to do with it. The children were scattered and separated
from their parents in what seemed like a wild attack of a stampede.
Other refugees stayed back with fear and anticipation waiting for the
return of the car to pick them up. They wouldn't dare walk along the
streets as they were bound to bump into yet another police vehicle.
In the end the police had disorganised the whole peaceful program of
protest and had dispersed and disintergrated the solidarity of the
refugees, the police were there only to show the power of control and
the helplessness of the unaccepted people in this country. They demanded
identification from a few people and made sure that they spoil the
courage of challenging the system, make people suffer and maintain the
instigated fear of the power of divide and rule that was also introduced
to Africa more than a century ago.
R.B.K.
Text was written by Regina Kiwanuka Nürnberg with Felleke Bahiru Kum in
Nordlingen
Both of them are refugee activists from Bayern who participated in the
meeting of The VOICE Refugee Forum in Thueringia that took place on the
25-27.April 2008 in Jena.
"We stand against every form of control and the criminalisation of the
refugee, for that, we will protest thousand times against them!"
The VOICE Forum.
5.
Besuch im Flüchtlingslager in der Nähe von Posseck (Sachsen) im Januar
2008 bei der Familie von Claudia Omoroghomwan.
Claudia Omoroghomwan lebt seit 2006 mit vier Mädchen in dem
Flüchtlingslager in der Nähe von Posseck. Zuvor waren sie in Reichenbach
untergebracht.
Sophia 25.02.1994
Sandra 05.03.1955
Sonja 01.01.2000
Dammiana 28.11.2001
Claudia Omoroghomwan kam 2004 mit den beiden jüngeren Mädchen von
Nigeria nach Deutschland. Die beiden Älteren blieben vorerst bei ihrer
Großmutter in Nigeria. Um zusammen sein zu können, kamen auch sie nach
deren Tod nach Deutschland.
Das jüngste Mädchen ist ihre biologische Tochter und bei den Größeren
handelt es sich um die Kinder ihres Bruders. Dieser verstarb zusammen
mit seiner Frau bei einem Autounfall. Er überließ ihr als Tante das
Sorgerecht für die Kinder.
Wohnsituation in Reichenbach -- die frühere Unterkunft
Vor dem Umzug ins isolierte Lager bei Posseck, lebte die Familie in
Reichenbach. Dort waren sie mit der unangenehmen Situation konfrontiert
sich eine Toilette mit mehreren Männern teilen zu müssen.
Frau Omoroghomwan beschwerte sich mehrmals bei der zuständigen Behörde.
Ihre Beschwerden wurden mit dem Vorwurf abgewiesen, dass sie als Mutter
nicht genügend auf die Kinder achten würde. Dem hält Frau Omoroghomwan
entgegen, dass die Mädchen die Möglichkeit haben sollten ohne Furcht und
Schamgefühl die Toilette benutzen zu können.
Eine andere Frau, die sich über die Kakerlaken in den Zimmern
beschwerte, erlebte ähnliches. Ihre Beschwerde wurde mit der
beunruhigenden Aussage abgetan, dass die Kakerlaken sie schon nicht
töten würden.
Aufgrund dieser ganzen Unannehmlichkeiten war die Familie gezwungen viel
Zeit bei Freunden außerhalb des Camps zu verbringen. Dieser Umstand
führte wiederum zu der Beschuldigung, dass sie und die Kinder sich nicht
regelmäßig im Heim aufhalten würden.
Mittlerweile wurde die Unterbringung in Reichenbach aufgrund der
hygienischen Zustände geschlossen.
Isolation in Posseck
Das Lager liegt wie es üblich ist, isoliert von anderen Menschen und
Häusern, mitten im Wald.
Die nächstgelegenen Häuser sind ungefähr einen Kilometer entfernt und
zwei bis drei Kilometer weiter liegt Posseck, der nächste Ort.
Es gibt ist eine Busverbindung nach Oelsnitz und Hof. Das ist das
Einzige und die Entfernung beträgt 22 Kilometer.
Oelsnitz ist zwar eine Stadt in selben Landkreis, verfügt allerdings nur
über eine sehr geringe Infrastruktur.
Hof hingegen hat 50.000 Einwohner. Aber den Flüchtlingen ist es aufgrund
der Residenzpflicht verboten dorthin zu fahren, da Hof in einem anderen
Landkreis und des weiteren in einem anderen Bundesland liegt.
Bei dem Lager handelt es sich vermutlich um eine Unterkunft aus
DDR-Zeiten, in der die damaligen Grenzsoldaten teilweise untergebracht
waren.
Die durch die kasernenähnliche Atmosphäre des Lagers bedrückende Wirkung
auf die Bewohner, fällt jedem sofort auf. Selbst als Besucher kann man
das spüren.
Die Gegend wird nur von einigen wenigen Lampen erhellt. Sogar der
einzige Weg der durch den Wald zum nächsten Ort führt ist ohne Beleuchtung.
Bis zum heutigen Tag gibt es Zeiten in denen die Gegend um das Haus
herum für Militärübungen und Polizeitrainings zu Schießübungen genutzt wird.
Gesellschaftliche Vereinsamung
Die vier Mädchen teilen sich zusammen mit Frau Omoroghomwan ein 30
m²-Zimmer. Die Mädchen und ein kleines Baby sind die einzigen Kinder im
Heim.
Die belastende Situation, die aus der Isolation entsteht verschlimmert
sich für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben bei Freunden
unterzukommen oder anderweitig mehr Zeit außerhalb des Lagers zu verbringen.
Frau Omoroghomwan leidet sehr darunter, dass sie niemanden hat mit dem
sie sich austauschen kann.
Durch den Mangel an normalen sozialen Kontakten mit anderen Müttern wird
den Mädchen der Kontakt mit anderen Kindern in deren Alter entzogen.
Nach Frau Omoroghomwan Schilderungen braucht jeder im Flüchtlingsheim Hilfe.
Insbesondere bei der Aufklärung der eigenen Rechte, um staatliche
Unterstützung zu erhalten, sowie eine angemessene ärztliche Behandlung.
Zusammen mit vielen anderen sind sie einer hoffnungslosen Situation
ausgesetzt.
Wirtschaftliche Ausbeutung
Die Duschen liegen im Keller und können nur in der Zeit von 19:00 bis
22:00 Uhr benutzt werden. Manchmal gibt es plötzlich kein heißes Wasser
mehr und die Kinder müssen mit kaltem Wasser baden. Trotz dieser
Umstände beschwert sich der Hausmeister, dass die Kinder zuviel Wasser
verbrauchen.
Statt Geld für Lebensmittel gibt es Coupons, die es unmöglich machen
eine wünschenswerte Ernährung zu gewährleisten. Diese Coupons können nur
in dem im Flüchtlingslager ansässigen Laden und auch nur an zwei Tagen
in der Woche (Montag und Donnerstag in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr)
dort eingelöst werden.
So werden die armen Leute ausgebeutet und gezwungen völlig überteuerte
Produkte zu kaufen, die sie woanders sehr viel günstiger erwerben
könnten, wenn man Ihnen die Möglichkeit geben würde.
Beispielsweise werden hier Waren der günstigsten Marke von Edeka "Gut
und Günstig" (z. B. 750 gr. Honey Wheat (Weizenpops) für 3,99 #,
Multivitaminnektar für 0,89 # und Thunfisch für 0,90 #, ) zu extrem
hohen Preisen verkauft.
Für Kleidung bekommen die Familien alle zwei Monate einen Gutschein, der
nur in einem bestimmten Laden (KIK) einzulösen ist. Hier kann man zwar
Kleidung erwerben, nur leider keine Schuhe. Somit wird das kleine
Taschengeld zusammengespart, um sich überhaupt Schuhe leisten zu können.
Unmöglichkeit des Schulbesuchs
Bis Februar 2008 werden die Kinder der Möglichkeit eines Schulbesuchs
beraubt.
Bis zum Sommer 2007 wurde ihnen der Besuch der Schule sogar verweigert.
Frau Omoroghomwan schildert, dass sie auf den Wunsch, dass die Mädchen
zur Schule gehen sollten die Antwort erhalten hat, dass diese noch nicht
alt genug wären. Als die Erlaubnis zur Schule gehen zu dürfen in diesem
Spätherbst endlich von der Behörde erteilt wurde, war die Zweitjüngste
bereits sieben Jahre und neun Monate alt.
Bevor die Mädchen in die Klassen in der Grundschule gehen zu dürfen,
verlangt der Lehrer, dass sie einen Sprachkurs belegen, da sie kein
Deutsch sprechen.
Frau Omoroghomwan kann immer noch nicht nachvollziehen, weshalb man
ihnen nicht schon vorher diese Möglichkeit gegeben hat.
Abgesehen davon macht es die Wohnsituation den Kindern praktisch
unmöglich zur Schule zu gehen, da die für die soziale Versorgung
zuständige Ausländerbehörde nicht für die Fahrtkosten zur Schule
aufkommen will.
Zudem befindet sich die Schule in Bad Elster (ca. 30 Kilometer entfernt
von Oelsnitz) und ist nur sehr schwierig mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zu erreichen. Da die Mädchen um 08:00 Uhr in der Schule
sein müssen, müssten sie gegen 05:00 Uhr das Haus verlassen, um durch
den dunklen Wald einen langen Fußmarsch auf sich zu nehmen, damit sie um
05:20 Uhr den Bus erreichen können.
Seit einigen Wochen hat sich nun die AWO (Arbeiterwohlfahrt) bereit
erklärt die Fahrtkosten in Form eines Taxifahrdienstes zu übernehmen.
Dadurch müssen die Mädchen das Haus um 06:10 verlassen.
Das ist zwar bei Weitem einfacher zu handhaben als die Situation mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln, das bedeutet aber auch eine tägliche
Fahrtzeit von drei bis vier Stunden auf sich zu nehmen.
Ärztliche Behandlung
Die nächstgelegene Möglichkeit um einen Arzt aufzusuchen ist Oelsnitz.
Die Fahrt dorthin kostet jeweils 3,20 Euro.
Wenn Frau Omoroghomwan einen Termin beim Arzt hat, muss sie jedes Mal mit
einem Tagesticket nach Plauen (22 Kilometer von Posseck entfernt) fahren,
welches sie 7,00 Euro kostet. Sie hat aber nur ein kleines Taschengeld in
Höhe von 120,00 Euro für die komplette Familie im Monat zur Verfügung.
Mindestens vier Mal im Monat muss Frau Omoroghomwan den Arzt wegen ihrer
Beschwerden im Nackenbereich konsultieren. Ohne Fahrgeld ist dies aber
nicht möglich.
Auch wenn die Kinder krank werden sollten, bleibt das Problem weiterhin
bestehen. Im Fall einer schweren Erkrankung würde der Arzt nur nachts
vorbeikommen. Fragt man dann den Hausmeister um Hilfe, verweist dieser
nur auf das helle Tageslicht und darauf, dass man zum Arzt gehen kann.
Das bedeutet einen zwanzigminütigen Fußmarsch hinter sich zu bringen, um
danach noch mit dem Bus zu fahren, egal wie schlecht es einem geht.
Gesundheitliche Probleme -- Kontrolle
Basierend auf diesen depremierenden Verhältnissen wird ganz besonders
die Zukunft der Kinder beeinträchtigt.
Die Mädchen wurden in Kinderheimen untergebracht, als Frau Omoroghomwan
im November 2007 für einige Tage in die psychiatrische Klinik
eingeliefert werden musste, um zu überprüfen ob eine Selbstmordabsicht
vorliegt, da sie an Depressionen erkrankt ist.
Claudia Omoroghomwan hatte ständig chronische Schmerzen im Nacken. Im
letzten Herbst wurden die Schmerzen so extrem stark und breiteten sich
vom Nackenbereich über den restlichen Körper aus, dass am Sonntag der
Notarzt kommen musste.
Sie wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert, mit der Absicht einmal
gründlich untersucht und behandelt zu werden. Nur wurde sie bevor
irgendeine Untersuchung an ihr vorgenommen wurde vom Arzt mit der
Begründung, dass sie bei ihren Kindern bleiben solle, zurückgeschickt.
Frau Omoroghomwan hat eigenartigerweise keine Bescheinigung über ihren
Aufenthalt und keinen Krankheitsbericht vom Krankenhaus erhalten.
Vermutlich stand eine Intervention der Ausländerbehörde hinter dieser
Entscheidung.
Es ist immer noch nicht geklärt warum es nicht möglich war, die Kinder
für die Zeit des Krankenhausaufenthalts im Kinderheim unterzubringen,
damit sie eine adäquate ärztliche Behandlung erhalten konnte.
Andererseits wurde Frau Omoroghomwan der Drohung ausgesetzt, dass man
ihr die Mädchen wegnehmen und in ein Kinderheim geben würde.
Grund dafür war eine Reise zu einem Arzt ihres Vertrauens nach Dortmund
bezüglich des Asylantenstatus der jüngsten Tochter Dammiana. Diese
flüchtete aus Nigeria, um den Gefahren durch eine Beschneidung zu entkommen.
Auf der Fahrt gerieten sie in eine Polizeikontrolle. Diese stellte fest,
dass sie keine Erlaubnis der Ausländerbehörde hatte den Landkreis zu
verlassen. Diese hatte ihr die Bewilligung verweigert, da sie keine
schriftliche Einladung vorweisen konnte.
Die Information über den Verstoß gegen die so genannte Residenzpflicht
wurde an das für die Familie zuständige Jugendamt weitergegeben. Das
Resultat war die Androhung ihr die Kinder wegnehmen zu wollen.
Die Mädchen, die bei der Mutter bleiben wollten, konnten die
Bestrebungen des Jugendamts durch Proteste verhindern.
Das sind Auswirkungen des verbindlichen Gesetzes der Residenzpflicht --
ein rassistisches Sondergesetz, welches als Mittel zur Kontrolle
eingesetzt wird und welches das Grundrecht der persönlichen Freiheit und
der Bewegungsfreiheit in massiver Weise verletzt, ebenso die
persönlichen Entscheidungen der Familie.
Dieses Gesetzt steht im absoluten Widerspruch zu dem für deutsche
Familien geltenden Grundrecht, sprich unabhängig entscheiden zu können
mit den eigenen Kindern zu reisen, egal aus welchen Gründen. - Bei Frau
Omoroghomwan wurde die Wahrnehmung ihrer persönlichen Freiheit nicht nur
als kriminelle Straftat ausgelegt, sondern vielmehr als Rechtfertigung
ihre elterliche Fürsorgepflicht in Frage zu stellen, und somit ihre
Fähigkeit sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern.
In diesem Fall ist es völlig ersichtlich, dass die allgemeine Erklärung
der Menschenrechte missachtet wird. Dieses Gesetz nimmt den Eltern das
Recht die Entwicklung des eigenen Kindes selbst bestimmen zu können.
Beziehungsweise sagt es aus, dass über das Wohlergehen des Kindes der
Staat und nicht die Eltern entscheidet, jedenfalls soweit es
Asylsuchende betrifft.
Inzwischen wurde Frau Omoroghomwan der Vorschlag gemacht, dass sie
gemeinsam mit den Mädchen in das Jugendheim ziehen könnte. Einerseits
würde dies zwar die Isolation der Familie in dem abgelegenen Lager
beenden, andererseits wird ihr die Möglichkeit genommen unabhängig für
die Mädchen deren Entwicklung bestimmen zu können.
Zu ihren bisherigen Erfahrungen mit den Behörden erläutert Frau
Omoroghomwan:
" Jedes Mal wenn man die zuständigen Behörden nach etwas fragt,
erschweren sie einem die Situation."
Überdrüssig der sich weiter verschlechternden Umstände, hat sich Frau
Omoroghomwan 2007 an andere Länder gewandt, um Deutschland zu verlassen.
Bisher hat sie noch keine Antwort auf ihre Anfrage erhalten.
Perspektiven?
Hauptsächlich wünschen sich Frau Omoroghomwan und die Mädchen einen
Umzug in eine eigene Wohnung in einer größeren Stadt, die Möglichkeit
ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die lang anhaltende soziale
Isolation verarbeiten zu können.
Die Mädchen hätten die Möglichkeit regelmäßig die Grundschule zu
besuchen und könnten als überzeugte, gläubige Christen regelmäßig in die
Kirche gehen.
Die Bemühungen der AWO einen Beschluss des Umzugs in eine private
Unterbringung zu erwirken sind abgelehnt worden. Begründet wurde dies
mit der Duldung, da es ja jederzeit die Möglichkeit der Abschiebung gäbe.
Schlussendlich ist vom Bundesamt immer noch keine Entscheidung über den
Asylantrag getroffen worden.
Außerdem klagt Frau Omoroghomwan an:
" Wann auch immer wir uns an die für unsere Situation verantwortlichen
Behörden wenden, verschlimmert sich unsere Lage. Sie geben uns das
Gefühl, dass Wir nicht das Recht haben uns zu beschweren."
Alle Mädchen sind mit psychologischen Problemen belastet. Das geht so
weit, dass sie momentan nicht mit anderen Kindern zusammen spielen
können. Es ist für jeden ersichtlich, wie traumatisiert und ängstlich
sie sind.
Unsere Forderungen sind:
Eine schnelle Antwort vom Bundesamt.
Die Genehmigung der Ausländerbehörde zum Umzug in eine private
Unterbringung,
weil
- die Kinder dringend den Kontakt zu anderen Kindern brauchen.
- sie das Recht haben eine geeignete Schule zu besuchen.
- kein normaler Mensch mit permanenter, langer Isolation leben kann.
- Frau Omoroghomwan dringend den Kontakt zu anderen Frauen und Familien
braucht.
- mehr als genug depressive und psychologische Folter ertragen wurde.
- eine normale medizinische Betreuung gewährleistet sein muss.
- die Zukunft der Kinder in ernsthafter Gefahr ist.
- das Leben hier gefährlich bedroht ist.
- es das Recht eines jeden Menschen ist menschenwürdig zu leben.
Dieser Text wurde zum ersten Mal am 26. und 27. Febraur 2008 in Jena
beim Treffen von The Voice Refugee Forum zusammen mit Claudia
Omoroghomwan in Posseck vorgelegt und diskutiert.
Repression gegen Solidaritätsdelegation in Katzhütte
Solidaritätsbesuch des Ationswochenendes zur Schließung von
Isolationslagern in Katzhütte von Polizei und Sicherheitsdienst schikaniert!
Im Rahmen des Ationswochenendes zur Schließung von Isolationslagern in
Katzhütte und Jena / Thüringen fand heute, am 26. April, ein
Solidaritätsbesuch bei den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers in
Katzhütte statt. Diese kämpfen seit Wochen gemeinsam gegen ihre
miserablen Lebensbedingungen und für die Schließung des Lagers (siehe
www.thecaravan.org ; www.thevoiceforum.org).
Der Lager-Sicherheitsdienst wollte die Solidaritätsdelegation nicht aufs
Gelände lassen und rief die Polizei. Diese kontrollierte die Personalien
der BesucherInnen und nahm Anzeigen wegen "Hausfriedensbruch" auf. Von
einem Filmteam, das die Aktionen begleitete, wurden die Aufnahmen
beschlagnahmt.
Durch Repression versuchen die verantwortlichen Behörden, die
Flüchtlinge in Katzhütte und solidarische UnterstützerInnen einzuschüchtern.
Lassen wir uns nicht mundtot machen! Der Kampf geht weiter!
Keine Strafanzeigen für Flüchtlinge und UnterstützerInnen in Katzhütte!
Isolationslager in Katzhütte und anderswo schließen!
Solidarischer Beobachter aus München
information in English and Germany:
Katzhütte/Bremen
Anti-Lager-Aktion gegen Flüchtlingslager-Betreiberfirma K&S in Sottrum --
Bremen
_http://thevoiceforum.org/node/790_
Seit Februar protestieren die BewohnerInnen des Flüchtlingslagers
Katzhütte gegen ihre Unterbringung in einem ehemaligen Ferienlager mitten
im Thüringer Wald. Sie fordern stattdessen die Auflösung aller Lager. In
einer öffentlichen Resolution heißt es:
"Wir wollen ein Ende von diesem Leben voller Schikanen und psychischer
Folter! Wir wollen in normalen Häusern leben und nicht in Baracken! Wir
wollen dieses miserable Heim schließen! Wir rufen euch auf, uns zu
unterstützen in unserem Kampf um unsere Würde!"
Katzhütte liegt zwar im Osten Deutschlands, doch der Betreiber des Lagers
sitzt in Sottrum -- gerade mal 30 Kilometer von Bremen entfernt.
Es handelt sich um die Unternehmensgruppe K&S, einem der führenden
Anbieter beim Bau und Betrieb von Sozialimmobilien und Seniorenresidenzen
in Deutschland. Großspurig heißt es auf ihrer Website: "Der Mensch steht
im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Zufriedenheit, Selbstständigkeit und
Selbstbestimmung der von uns betreuten und gepflegten Menschen zu
erreichen." Ob K&S diesen Anspruch in seiner Betreuung alter Menschen
einlöst, wissen wir nicht. Klar ist jedoch, dass in Katzhütte die Rechte
der BewohnerInnen mit Füßen getreten werden -- auch durch die von K&S
eingesetzte Heimleiterin.
Bereits seit den 1990er Jahren gehört K&S zu jenen Firmen, die durch den
Betrieb von Flüchtlingslagern und Obdachlosenunterkünften satte
Extragewinne einfahren. Wir rufen deshalb zu einer Kundgebung vor der
Firmenzentrale in Sottrum auf -- inklusive anschließender Demo durch den
Ort. Unsere Forderung lautet, dass K&S von seinem Betreibervertrag
zurücktritt. Denn bislang verschanzen sich die zuständigen Behörden in
Thüringen hinter ihrem Vertrag mit K&S -- oder anders: Sie behaupten, sie
seien an den Vertrag gebunden und könnten deshalb nur wenig tun.
Der Flüchtlingsprotest in Katzhütte hat bereits überregional
Aufmerksamkeit erfahren. Um so wichtiger ist es, dass der Druck von allen
Seiten erhöht wird! Gerade Dienstleister wie K&S sind druckempfindlich --
denn sie haben ein Image zu verlieren!
Zeit und Ort der Kundgebung: Donnerstag, 8. Mai um 10 Uhr in Sottrum
(Rotenburger Str. Nr. 1).
Sottrum kann auch mit dem Zug erreicht werden. Vom Bahnhof sind es 3
Kilometer bis zu K&S -- am besten ist es deshalb, mit Fahrrädern zu
kommen (Zug ab 9.36 Uhr, Bremen/Hbf -- es werden Leute mit Ortskenntnis
dabei sein).
Grundsätzlich fordern wir: Abschaffung der Residenzpflicht! Stopp aller
Abschiebungen! Lager schließen!
Für globale Bewegungsfreiheit! Gleiche Rechte für alle!
Mehr Infos: www.thevoiceforum.org
Kundgebung und Demo werden organisiert von Antirassistischen Plenum
Oldenburg-Blankenburg, von NoLager Bremen und von der Karawane Bremen
- English
-
Katzhütte/Bremen >> Rally in front of K&S company in Sottrum (en/dt)
_http://thevoiceforum.org/node/791_
Anti-lager-action against the K&S company in Sottrum which runs refugee
homes in Germany.
Time and Place of the Rally:
Thursday, 8th of May at 10 o'clock
(Rotenburger Straße 1) in Sottrum - Bremen
Since february the inhabitants of the refugee camp Katzhütte are
protesting against their accomodation in an former holiday-camp in the
forest of Thüringen. They are demanding the dissolving of all camps. In a
public resolution they write:
"We want an end to this life of harassment and psychological torture !
We want to live in normal houses and not in baracks ! We want to close
this lousy home! We are calling you to support our struggle for our
dignity !"
Although Katzhütte is situated in the east of Germany, the company
running the camp is in Sottrum -- not more than 30 kilometres away from
Bremen. It is the company merger K & S, one of the leading suppliers what
the construction and running of social real estate and old people's homes
in Germany is concerned. On their website they write showily:
"The human being is in the centre. It is our aim to achieve the
contentness, independency and self-determination of the people we take
care of." We do not know if K&S can live up to this standard concerning
their care of old people. But it is very clear that in Katzhütte the
rights of refugees are walked all over -- also by the head of the refugee
home whom K&S employs. Already since the 1990s K&S belongs to those
companies who make cool extra profits by running homes for refugees and
homeless people. Therefore we call for a rally in front of the head
office of this company in Sottrum -- including a demo through the little
town. We demand that K&S steps back from their contract to run this
refugee home. Because up to now the responsable authorities in Thüringen
are entrenching themselves behind their contract with K&S -- or put
differently: They say, that are tied to this contract and therefore
unable to do much.
The refugee protest in Katzhütte has already gained attention from all
over Germany. Therefore it is important to increase the pressure from all
sides ! Because especially service industries like K&S are sensitive to
pressure -- because they have an image to loose !
Thursday, 8th of May at 10 o'clock in Sottrum (Rotenburger Straße 1)
You can get to Sottrum by train. K&S is three kilometres away from the
train station -- therefore it would be best if you take your bikes with
you on the train. (train 9.36 from Bremen/main station -- there will be
people knowing the way)
The rally and the demo are organized by the antiracist plenary
Oldenburg-Blankenburg, NoLager Bremen and Karawane Bremen
In general we demand: Abolish Residenzpflicht! Stop deportation! Close
down all camps!
For global freedom of Movement! Equal Rights for all!
more information: www.thevoiceforum.org
--
The VOICE Refugee Forum Jena
Adresse: Schillergässchen 5, 07745 Jena
Tel. Handy 0049(0) 17624568988,
Fax: 03641 / 42 02 70,
E-Mail: thevoiceforum ät emdash.org,
Internet: http://www.thevoiceforum.org
Gegründet: 1994, Arbeitsweise: Kampagnen,Aktionen, Vernetzung.
Publikationen: E-Newsletter
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