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Statement zum Prozess vor dem VG Meiningen - syrische Familie

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Erfolg für syrische Familie vor dem Gericht in Meiningen

http://thevoiceforum.org/node/786

Statement zum Prozeß vor dem VG Meiningen

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Hamburg, 27.04.2008

AktivistInnen von the Voice Forum erkämpfen ihr Recht auf Asyl!

AktivistInnen von the Voice Refugee Forum gewannen nach über sechs Jahren unter schweren Bedingungen den Kampf um ihr Recht auf Asyl. Die syrische Familie, Selam Shanan, Gassen Lbebidy und Tawfik Llbebidy, mußte jahrelang auf die Verhandlung ihrer Klage warten, nachdem das Bundesamt ihr Asylgesuch abgelehnt hatte. Obwohl zwingende Gründe vorlagen und diese Gründe jetzt vor Gericht bestätigt wurden, garantierte die Entscheidung des Bundesamts der Familie für Jahre: ein Leben in der Entrechtung (Grundrechte wie das Recht auf Bewegungsfreiheit werden per Gesetz Flüchtlingen
genommen), ein Leben in der Isolation (bis heute war die Familie gezwungen in einen kleinen Bungalow-Baracken Lager in einer Kleinst-Gemeinde auf den Thüringer Bergen zu leben), ein Leben der Entbehrungen (Flüchtlinge erhalten keine volle medizinische Versorgung sondern nur akute Schmerzbehandlung, sie dürfen nicht arbeiten oder studieren, sie bekommen oft nur Gutscheine und eine geringes Handgeld) und ein Leben mit der Angst, da ständig die Bedrohung mit der Abschiebung präsent ist.

Die Antwort der Familie auf die Entscheidung des Bundesamts war in Deutschland den Kampf für ihre Rechte und die Rechte der Menschen aufzunehmen. Sie schlossen sich the Voice und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge an und fanden dort den Raum für:

  1. die politische Arbeit aus dem Exil zur Unterstützung eines Wandels im Heimatland.
  2. die Organisierung des Widerstands gegen die rassistische Gesetzgebung und die permanente Verletzung ihrer Rechte.
  3. die Verteidigung und die Erkämpfung des Rechts auf Asyl gegen die Politik der Deportationen.

Zusammen mit vielen anderen praktizierte die Familie das Prinzip der Solidarität, der gegenseitigen Unterstützung. Sie nahm an
zahlreichen Kampagnen und Aktivitäten teil ,die die drei oben angesprochenen Punkte betreffen. Als es nun zur Verhandlung ihrer Klage kam, kam das Gericht nicht umhin, das politische Engagement und die kontinuierlichen Aktivitäten der Familie anzuerkennen und Asyl zu garantieren. Jetzt kann die Familie endlich aus einem etwas sicheren Stand heraus, ihre politische und soziale Arbeit
fortsetzen.

Asylrecht ist Menschenrecht und kein Privileg!
wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!

Solidarität gegen Abschiebung!!!

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Hamburg, 27.04.2008

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29.04.08    Kurdistan Infos <kigb@gmx.de>
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