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Katzhütter Heim weiter im Fokus der Öffentlichkeit
Zeitung OTZ vom 14.04.2008
Flüchtlingsrat Thüringen - Betreff: OTZ vom 11.04. - Hinter den Kulissen
laufen Gespräche zu Katzhütte
http://thevoiceforum.org/node/759
Antwort Ultimatum Fotos Saalfeld -Antwort Ultimatum Fotos Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/758
Landrätin: Asylbewerberheim Katzhütte wird nicht geschlossen
http://thevoiceforum.org/node/761
Katzhütter Heim weiter im Fokus der Öffentlichkeit
Philipp soll Schließung in Erwägung ziehen
Katzhütte/Saalfeld (OTZ/TS). Das wegen seiner Zustände kritisierte
Asylbewerberheim in Katzhütte (OTZ berichtete) bleibt im Fokus der
Öffentlichkeit. Wie der Flüchtlingsrat Thüringen und der Verein Refugio
der OTZ bestätigten, soll Landrätin Marion Philipp (SPD) bei dem Gespräch
mit Vertretern beider Organisationen in der vorigen Woche eine "Schließung
der Gemeinschaftsunterkunft zum Mai 2009 in Aussicht" gestellt haben, wie
Steffen Dittes, Ex-PDS-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des
Flüchtlingsrat Thüringen, sagte.
Dies wird von der Landrätin so nicht bestätigt. "Es gibt dafür keinerlei
Festlegung. Wir haben einen Jahresvertrag mit dem Betreiber und müssen
sehen, was daraus wird", so Philipp, die am Donnerstag erklärt hatte, man
werde das Heim nicht schließen.
Dagegen bestätigt Gesa Busche von Refugio: "Zudem äußerte Frau Philipp
Kritik an der Wohnsituation in Katzhütte und formulierte mehrmals ihre
Bemühungen, diese Unterkunft bis April 2009 zu schließen".
Zurückgewiesen wird von den beiden Organisationen auch, dass ihnen die
Gesetzlichkeiten erläutert worden seien. "Die Landrätin hat uns dann im
Verlauf des Gespräches versucht, eine tatsachenwidrige Darstellung der
gesetzlichen Grundlagen zur Begründung der Gemeinschaftsunterkunft zu
liefern, die den Eindruck gegenüber uns bekräftigen sollte, dass eine
andere Form der Unterbringung an den Bundesgesetzen scheitert", so Dittes.
Dies sei aber ganz und gar nicht der Fall, wie das Beispiel der Stadt Suhl
zeige, dort leben alle Flüchtlinge in Wohnungen. "Wir haben gegenüber der
Landrätin die falsche Darstellung des Rechtsrahmens deutlich gemacht und
bekräftigt, dass es die Entscheidung des Landkreises in eigener
Verantwortung sei, eine Gemeinschaftsunterkunft zu unterhalten oder eben
nicht," erklärte Dittes.
Der von dem Gespräch im Landratsamt ausgeschlossene Thomas Ndindah von der
Flüchtlingsselbsthilfeorganisation "The Voice Refugee Forum Jena" sagte,
er sei "empört über diesen Formalismus, der alles andere als
,athmoshärisch' und ,vertrauensbildend' erscheint und noch dazu mit der
Bemerkung begründet wurde, dass man vernünftig miteinander reden? wolle".
Alle drei Vertreter sehen in einer Schließung des Heimes die beste Lösung
für die dort aufgetretenen Probleme.
14.04.2008
The VOICE Refugee Forum Jena
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