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D E U T S C H :
Adressen in Saalfeld!! Eng/Deut) Katzhütte Aufruf:
http://thevoiceforum.org/node/732
E N G L I S H :
Katzhütte Rally in Saalfeld on March 31, at 11:30
http://thevoiceforum.org
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Kundgebung und Unterschriftensammlung in Saalfeld am Markt,
am 31. März 2008 - 11:30 Uhr bis 16.00 Uhr
Übergabe der gesammelten Unterschriftensammlung an die Leiterin des
Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt mit Anfrage zur Stellungnahme
(15:00 Uhr) Schloßstrasse 14.
Faxkampagne zur Scließung des Lagers befindet sich unter:
http://thecaravan.org/files/caravan/katzhuettemusterbrief1_de.pdf
http://thevoiceforum.org
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http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/sonneberg/sonneberglokal/art2407,791575
Erschienen am 29.03.2008 00:00
Asylbewerber
Flüchtlinge richten Appell an Abel
Offener Brief gegen Wertscheck-Ausgabe / Katzhütter demonstrieren in
Saalfeld für Schließung
Seit Jahresbeginn bekommen die Asylbewerber Wertschecks, mit denen sie
sich in Sonneberg mit Kleidung und Essen versorgen sollen. Das System
beschert den Betroffenen Ärger, weil vielfach das Rückgeld nicht
ausbezahlt wird. Fotos
Sonneberg/Katzhütte - Die Diskussion um die Probleme rund um die seit
Jahresanfang neu gestrickte Versorgung der Asylbewerber in Sonneberg
kommt nicht zur Ruhe. Freies Wort hatte berichtet, dass die seit Januar
ausgereichten Wertschecks (zuvor Chipkarten), mit denen sich die
Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln bzw. Textilien versorgen, auf
Akzeptanzprobleme in den Verkaufsstellen stoßen. Unter anderem wird
bisweilen kein Rückgeld erstattet, auch wenn die Wertschecks dies bis zu
zehn Prozent des Nennwerts des Gutscheines vorschreiben.
Im Namen der in der Gustav-König-Straße untergebrachten Asylbewerber
wendet sich der Flüchtling Agid Ramandan Ubed in einem offenen Brief an
die Bürgermeisterin - mit einem Hilfsappell: "Bitte sind Sie so nett und
nennen uns die örtlichen Gegebenheiten, die dazu beitragen, dass
Chipkarten und Gutscheine überhaupt ausgegeben werden. Es müssen ja
bestimmte Gründe für diese Regelung vorliegen." Weiter heißt es: "Es wurde
uns mitgeteilt, dass die Stadt Sonneberg mit dem Landratsamt entscheidet,
ob Bargeld oder Gutscheine ausgegeben werden. Nach wie vor werden bei der
Gutscheinverwendung die nicht bezahlten Rückgelder, die uns Asylanten
zustehen, von den Discountern einbehalten." Dies müsse sich ändern, so
Ubed. Die Hoffnung ist, das Wertgutscheinsystem durch Bargeldausgabe
abzulösen. Die Bitte an Abel ist, sich beim Landesverwaltungsamt in Weimar
in dieser Richtung einzusetzen. "Sehr geehrte Frau Abel, können Sie als
Vertreterin des Volkes der Stadt nicht aufgrund der jährlich sinkenden
Ausgaben für Asylbewerber irgend eine Möglichkeit schaffen, hier eine
menschenwürdigere Lösung herbeizuführen?" Aus dem Rathaus heißt es, der
Asylbewerber werde eine schriftliche Antwort von der Bürgermeisterin
erhalten. Ansonsten verweist die Verwaltung darauf, dass sie beim
Landratsamt nachgehakt habe. Dieses antwortete gegenüber der Stadt, der
Gesetzgeber schreibe ausdrücklich den Vorrang von Sachleistungen anstelle
von Barleistungen für den betroffenen Personenkreis vor: Wertgutscheine
sind als solche anzusehen. Ziel dieser Linie ist es, so teilt das
Landratsamt mit, "den Anreiz für Ausländer ohne Einkommen und Vermögen zur
Einreise nach Deutschland zu verringern. Dem Sachleistungsprinzip ist auch
dann Vorrang einzuräumen, wenn die Ausgabe von Bargeld für die Verwaltung
günstiger wäre".
Unter Berufung auf das Thüringer Innenministerium betont das Landratsamt,
dass es wenig Spielraum in dieser Frage habe. In dem von Sozialdezernent
Steffen Zinner unterschriebenen Antwortschreiben an die Stadt wird
erläutert: "Wir haben uns für das Wertgutscheinsystem der Firma Sodexho
Pass entschieden. Die Wertgutscheine werden in Sonneberg von mehr
Einkaufsstellen akzeptiert, als es davor der Fall war. Des Weiteren trägt
die Firma das Fälschungsrisiko. Die nunmehr mit der Ausreichung der
Wertgutscheine aufgetretenen Probleme haben wir dem Landesverwaltungsamt
angezeigt." Eine Antwort stehe noch aus.
Protestdemo für die sofortige Schließung in Saalfeld
Auch in Katzhütte kehrt nicht Ruhe ein. Die dort in der Sammelunterkunft
untergebrachten Asylbewerber hatten in den vergangenen Wochen immer wieder
auf den schlechten Zustand ihrer Wohnräume aufmerksam gemacht.
Insbesondere Schimmelbildung wurde bemängelt (Freies Wort berichtete
mehrfach).
Das Flüchtlingsnetzwerk "The Voice Refugee Forum" ruft nun gemeinsam mit
den Asylbewerbern zu einer Demonstration am Montag in Saalfeld auf. In der
Zeit von 11.30 bis 16 Uhr soll in der Feengrottenstadt protestiert und
Unterschtiften gesammelt werden für eine Schließung der Sammelunterkunft.
Eine Übergabe der Listen an die Leiterin des Landratsamtes
Saalfeld-Rudolstadt mit Anfrage zur Stellungnahme ist für 15 Uhr geplant.
Dabei sollen, so der Veranstalter, das Gesundheitsamt und das Jugendamt
sich äußern zur Vereinbarkeit von Schwarzschimmel mit dem Gesundheits- und
Jugendschutz in Deutschland. Weiterhin heißt es in einer vorab
veröffentlichten Erklärung, man sei für ein "Ende der Isolation in
geschlossenen Heimen und der damit verbundenen bürokratischen Willkür über
Bargeld, Bewegungsfreiheit und selbstbestimmten Lebens". Man wolle in
normalen Häusern leben und nicht in Baracken. Die Behörden werden
weiterhin aufgefordert die Sammelunterkunft umgehend zu schließen. "Nach
den bekannt gewordenen Zuständen gibt es keine Lösung unterhalb der
sofortigen Schließung dieser krankmachenden, unwürdigen Behausungen." Anb
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