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Bonn/Düsseldorf – Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Dies gilt insbesondere
für die so genannten Schwellenländer, also Länder, die auf dem Sprung von
einem noch nicht sehr stark entwickelten hin zu einem Industrieland sind.
Manchen Anlegern erscheinen die unter dem Kürzel BRIC zusammengefassten
Länder Brasilien, Russland, China und Indien nicht mehr so spannend zu
sein. Exotischere Märkte müssen her – die Schwellenländer der zweiten
Welle. Allerdings mahnt die Financial Times Deutschland (FTD)
http://www.ftd.de in einem Fonds-Spezial zur „Vorsicht vor dem
Wellenreiten“. Die neuen Märkte lockten zwar mit höherer Rendite, doch das
Risiko sei höher. Die politische Lage ist oft undurchschaubar und instabil,
und deshalb ist es nicht weit her mit der Planungssicherheit.
Investitionsbedingungen ändern sich von einem auf den anderen Tag.
Zudem seien die vier großen Schwellenländern weiterhin so groß, dass ihr
gewaltiges Investitionspotenzial noch lange nicht erschöpft sei, schreibt
die FTD: „Die Börsenkapitalisierung der Schwellenländer insgesamt liegt
bei sieben bis zehn Prozent des weltweiten Börsenkapitals – ein gewaltiges
Entwicklungspotenzial“. Sicherlich seien aufstrebende Staaten wie Vietnam
interessant, betont der Düsseldorfer Emerging Markets-Experte Jörg Peisert
http://www.joerg-peisert.de, der seit Beginn der 1990er Jahre auch sehr
intensiv die osteuropäischen Märkte beobachtet. Doch es bestehe kein
Grund, die BRIC-Staaten abzuschreiben. „China startet jetzt erst voll
durch und könnte im Jahr 2008 Deutschland als Exportweltmeister ablösen.
Und auch Russland hat in den vergangenen Jahren wieder einiges an
Muskelmasse aufgebaut, nicht nur in ökonomischer, sondern auch in
politischer Hinsicht. Momentan wächst die Weltwirtschaft. Das kann sich
aber bald wieder ändern. Insofern muss man bei Investitionen in
Schwellenländer immer umsichtig vorgehen“, so Peisert.
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