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Weltweiter Protest gegen Streubomben / Bundesweite Aktionen zum
"Global Day" der Streubombenkampagne
München (ots) - Zu Hunderten werden sie über große Bereiche
verstreut. Es ist unsicher, wo sie auf den Boden auftreffen oder sich
in Zweigen verhängen. Oft bleiben sie liegen, ohne zu explodieren.
Ihre Opfer treffen sie durch Zufall. Streubomben töten und verletzen
die Zivilbevölkerung, während und nach dem Krieg - in fast 30 Ländern
der Welt.
Seit 2003 engagiert sich die Internationale Kampagne gegen
Streubomben Cluster Munition Coalition für ein Verbot dieser
grausamen Waffen - und könnte noch in diesem Jahr einen Erfolg
erringen: Ein internationaler Verhandlungsprozess soll im Mai in
Dublin zu einem Vertrag über ein Verbot von Streubomben und über eine
umfassende Unterstützung der Opfer führen. Einige Staaten, darunter
Deutschland, verhandeln bisher noch, um Einschränkungen im Vertrag zu
erreichen. "Im Sinne der Opfer fordern wir ein schnelles und
vollständiges Verbot von Streubomben! Es darf nicht sein, dass gerade
die deutsche Regierung in diesem viel versprechenden Prozess hemmend
wirkt", betont François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap
International Deutschland.
Einen Monat vor Beginn der entscheidenden Konferenz in Dublin ruft
die Cluster Munition Coalition deshalb weltweit zu einem "Global Day
of Action" am Samstag, 19. April auf. In mehr als 40 Ländern der Welt
beteiligen sich die Bürgerinnen und Bürger an diesem weltumspannenden
Ereignis. Als eine der führenden Organisationen der Kampagne plant
Handicap International eine Veranstaltung in München, unterstützt
mehrere weitere Aktionen bundesweit und beteiligt sich an der
zentralen Pressekonferenz, die vom Aktionsbündnis Landmine.de
gemeinsam mit Human Rights Watch für den 19. April in Berlin geplant
ist.
In München auf dem Marienplatz wird der Protest gegen Streubomben
am Samstag mit Hunderten "Protestballons" verstreut. Gleichzeitig
informiert Handicap International anschaulich über das Thema, und
Experten führen auf dem Platz vor, wie aufwändig und gefährlich die
Räumung dieser Waffen ist. Auch in Eutin, Frankfurt, Freiburg,
Hamburg, Limburg, Lünen, Schwäbisch Hall, Trier und Wolgast planen
lokale Friedensgruppen Aktionen und sammeln Unterschriften für die
weltweite Petition von Handicap International.
In den letzten zwei Jahren haben bereits über 575.000 Menschen
diese Petition unterzeichnet. Sie machen damit deutlich, dass der
Protest der internationalen Kampagne von den Bürgerinnen und Bürgern
mit getragen wird. Als Zeichen dafür wird Handicap International zum
Protesttag am 19. April ein Buch mit den Namen der Unterzeichnenden
an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in Deutschland
schicken. "Wir wissen, dass viele Mitglieder des Bundestages das
Streubombenproblem sehr ernst nehmen und dazu bereit sind, die
deutsche Verhandlungsposition noch einmal zu überdenken", sagt die
Kampagnensprecherin von Handicap International, Eva Maria Fischer.
"Wir hoffen deshalb, dass Deutschland gemeinsam mit der Mehrheit der
Staaten der Welt in Dublin im Mai einem sofortigen Verbot ohne
Einschränkungen zustimmen wird."
Orte und Zeiten der geplanten Aktionen und Online-Petition:
www.streubomben.de
Zur Organisation: Handicap International ist als internationale
Hilfsorganisation in 60 Ländern der Welt für Menschen mit Behinderung
tätig: in der Rehabilitation und Integrationsarbeit sowie in der
Prävention u.a. durch Kampfmittelräumung und Aufklärung der
Bevölkerung. Handicap International hat die Internationale Kampagne
für das Verbot von Landminen mit gegründet, die 1997 den
Friedensnobelpreis erhielt. Außerdem engagiert sich die Organisation
mit der "Cluster Munition Coalition" für ein Verbot von Streubomben.
Originaltext: Handicap International
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16206
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_16206.rss2
- Information
- Eva Maria Fischer 089-54 76 06-13, 0175-54 29 899, www.handicap-
international.de
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