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Agrarrat vertagt Einigung auf Pflanzenschutz-Novelle / Stellungnahme
des Industrieverbands Agrar
Frankfurt/Main (ots) - Der EU-Agrarministerrat hat sich heute
nicht auf eine gemeinsame Linie zur
Pflanzenschutzmittel-Zulassungsverordnung verständigen können. Eine
Einigung ist vor allen Dingen an den geplanten K. o.-Kriterien für
bestimmte Wirkstoffe gescheitert, die theoretische Gefahren statt des
tatsächlichen Risikos für die Verbraucher in den Vordergrund stellen.
Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e.
V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler: "Solche Totalverbote würden das
Aus für viele Pflanzenschutzmittel bedeuten; Ersatz dafür wäre nicht
so schnell zu schaffen. Der Agrarrat hat erkannt, dass unter diesen
Umständen die sichere Versorgung mit Lebensmitteln zu angemessenen
Preisen in Europa nicht mehr gewährleistet wäre." Europas
Landwirtschaft könne es sich nicht leisten, auf Betriebsmittel zu
verzichten, die ihre hohe Produktivität garantieren, so der
Verbandschef. "Wir glauben aber, dass es möglich ist, den Wunsch nach
sicheren und gesunden Lebensmitteln und die Bedürfnisse einer
leistungsfähigen Landwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Wir
wissen genug über die Wirkstoffe, um eine vernünftige
Risikoabschätzung vornehmen zu können, und wir hoffen, dass dies bei
den weiteren Beratungen der Pflanzenschutz-Novelle berücksichtigt
wird."
Der Industrieverband Agrar e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist
der Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und
agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern
der 45 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz,
Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.
Originaltext: Industrieverband Agrar e.V.
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