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DNR EU-Koordination | EU-News
Verkehrssektor in der EU reduziert zu wenig klimaschädliche Emissionen
04.03.08
Wenn die Europäische Union ihre klima-und energiepolitischen Ziele bis zum Jahr 2020 erreichen will, muss sie den wachsenden Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehrssektor in den Griff bekommen. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die europäische Umweltagentur (EEA) am 3. März dem Ausschuss für Klimawandel des Europäischen Parlaments vorstellte.
In den kommenden zehn Jahren müssen demnach weitere 50 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden, um die Klimaschutzziele zu schaffen. Die Maßnahmen, die bereits ergriffen oder vorgeschlagen sind, reichten nicht aus, heißt es in dem EEA-Bericht. Dazu gehöre beispielsweise der Vorsatz, ab 2012 nur noch Neuwagen zuzulassen, die höchstens 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft pusten.
Um die Pläne der Bali-Roadmap zu erfüllen, müssten die vom Verkehr verursachten Emissionen viel stärker gesenkt werden. Konkret schlug die Umweltagentur vor: Statt des prognostizierten Verkehrswachstums von 15 Prozent im Zeitraum 2010-2020 müsste dieser Sektor um bis zu zwei Prozent schrumpfen. Zudem müssten 165 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent weniger ausgestoßen werden als bisher.
Die Direktorin der Umweltagentur Jacqueline McGlade kritisierte die Verkehrspolitik der EU deutlich: "Der Verkehr ist schon zu lange Trittbrettfahrer, seit es den Kampf zwischen Erderwärmung und CO2-Emissionen gibt". Trotz verbesserter Energieeffizienz und dem vermehrten Einsatz alternativer Treibstoffe stiegen dem Bericht zufolge die verkehrsbedingten Treibhausgase. Der Güterverkehr mit seinen rasch steigenden Emissionen sei weiterhin problematisch. Gäbe es eine Zielsetzung für den kompletten Verkehrssektor, könnte dies Politiker motivieren hier etwas voranzubringen.
Die Empfehlungen der EEA: die Nachfrage nach Straßenverkehr mindern durch eine gezielte Preispolitik; die Verkehrswende weg von der Straße hin zu umweltfreundlicheren Trägern wie Schiene und Wasser realisieren sowie weitere Initiativen wie spritsparendes Fahren. Zwar könnte die zweite Generation Biokraftstoffe einen bedeutenden Beitrag zur Treibhausgassenkung liefern, aber sie kämen wahrscheinlich nicht rechtzeitig auf den Markt, um das Ziel zehn Prozent weniger bis 2020 zu schaffen. (mbu)
EEA-Jahresbericht 2007
http://reports.eea.europa.eu/eea_report_2008_1/en
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