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Terrorlisten und Terrorparagraphen abschaffen
Der Europarat fordert mehr Rechtsschutz von Terrorverdächtigen auf
Listen der EU. Gleichzeitig hat der hochrangige Rechtsgutachter beim
Europäischen Gerichtshof Pioares Maduro erklärt, die EU sei nicht an
die Terrorliste des UN-Sicherheitsrats gebunden, da der Schutz der
Grundrechte betroffener Personen und Organisationen nicht
gewährleistet sei. Dazu erklärt Ulla Jelpke,MdB DIE LINKE.:
Die von geheim tagenden Gremien der EU und des UN-Sicherheitsrats
erstellten Listen sind ein undemokratisches und unbrauchbares
Instrument zur Terrorismusbekämpfung.
Willkürliche außenpolitische Interessen diktieren, ob eine
Gruppierung als terroristische oder Befreiungsbewegung gewertet
wird. Eine Nennung von Organisationen und Personen auf sogenannten
Terrorlisten hat gravierende Folgen für die Betroffenen, deren
Konten gesperrt und Geschäftsbeziehungen unterbunden werden. Damit
verbunden ist die öffentliche Brandmarkung als „terroristisch“.
Der Europäische Gerichtshof hat den EU-Rat bereits mehrfach wegen
der Verletzung von Verteidigerrechten einzelner auf der Terrorliste
genannter Organisationen gerügt. Die Forderung des Europarats nach
minimalem Rechtsschutz für die Betroffenen ist ein Eingeständnis der
bislang undemokratischen Handhabung dieser Listen.
Die Terrorlisten gehören ebenso abgeschafft, wie die fast
ausschließlich zur Kriminalisierung, Ausforschung und
Einschüchterung von linken Organisationen und Bewegungen dienenden
Terrorismusparagraphen 129 a und b im deutschen Strafgesetzbuch.
Der beste Schutz gegen Terrorismus bleibt eine zivile Außenpolitik,
eine soziale Innenpolitik und eine gerechte Weltwirtschaftspolitik.
Ulla Jelpke, MdB
Innenpolitische Sprecherin
Fraktion DIE LINKE
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: (030) 227-71253
Fax: (030) 227-76751
Mail: ulla.jelpke@bundestag.de
Web : http://www.ulla-jelpke.de
http://www.linksfraktion.de/
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