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22 Jahre Tschernobyl: ein trauriges Jubiläum!
07.04.2008:
Die GRÜNE JUGEND präsentiert Aktionsideen für den 22. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl.
Vor 22 Jahren - am 26. April 1986 - ereignete sich die Tschernobylkatastrophe, der Albtraum eines Unfalls in einem Reaktor war wahr geworden. Wie viele Opfer das Unglück gefordert hat und wie viele es noch fordern wird, wird wohl nie genau beziffert werden können. Die Tschernobyl-Katastrophe machte über Nacht Millionen Menschen zu Opfern. Riesige Territorien wurden unbewohnbar. Die radioaktive Wolke zog um die ganze Erde. Nach den Studien des IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) und der Gesellschaft für Strahlenschutz hat die Katastrophe von Tschernobyl bereits zehntausende Tote sowie hunderttausende Krebs- und andere Erkrankungen verursacht.
Tschernobyl ist jedoch bei vielen Menschen wieder in Vergessenheit geraten oder wird bewusst verdrängt. Ziel von Aktionen am 22. Jahrestag des Geschehens ist es, die Katastrophe in der Öffentlichkeit wieder in Erinnerung zu rufen und darauf aufmerksam zu machen, wie schwer die Menschen und die Natur noch heute und in den nächsten Jahrzehnten unter der radioaktiven Verseuchung zu leiden haben. Die Reaktoren in Deutschland sind zwar eine andere Bauart, wie die in Tschernobyl. Ein Unfall, bei der radioaktive Strahlung austritt, oder gar der Supergau einen AKWs kann auch bei uns durch technisches oder menschliches Versagen jederzeit passieren.
Aktuell wird wieder versucht, Atomkraft als Klimaretter zu verkaufen. Hier müssen wir entschieden dagegen halten. Die Atomkraft ist eine Risikotechnologie und deckt zudem nur wenige Prozent der weltweiten Energieproduktion. Es müssten also hunderte von neuen Atomkraftwerken gebaut werden, obwohl es immer noch kein sicheres Endlager für den vielen hoch giftigen Atommüll gibt. Deshalb geht am 26. April mit eurer Basisgruppe raus auf die Straße! Informiert und erinnert die Menschen an den 22 Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe! Wenn ihr eine Aktion macht: schreibt doch bitte einen Bericht und sendet ihr an webredakteur(at)gruene-jugend.de oder stellt ihn insblog.gruene-jugend.de[Blog]. Bei Fragen könnt ihr euch an Kathrin wenden: kathrin.henneberger(at)gruene-jugend.de.
- Die Standartaktion
- Grundlagen der Aktion
- Blickfänge
- AKW Kekse
- Gesichter schminken
- Sarg
- Laternen und Kerzen
- Hilfe die Wolke kommt
- Tonnen
- Die Standartaktion
Idee: In weißen Schutzanzügen die Menschen Informieren, aufmerksam machen und schockieren.
Für die Aktion braucht ihr einen Infostand an einer zentralen belebten Stelle in eurer Stadt, an der viele Menschen vorbeikommen. Um einen Infostand zu machen braucht ihr in der Regel eine Genehmigung vom örtlichen Ordnungsamt. Am besten 2-3 Wochen vor der Aktion dort anrufen/ hingehen und euch die Genehmigung holen. Statt eines festen Infostandes könnt ihr auch zusammen durch die Stadt gehen, z.B. durch ein belebtes Einkaufsvierteln und dort Flyer verteilen. Damit so viele Grüne Jugend Menschen wie möglich mitmachen, frühzeitig informieren. Den Termin und die Aktionspläne allen mailen, auf eure Homepage stellen und eure Aktiven informieren. Fragt auch bei den anderen Basisgruppen in eurer Nähe an, ob sie auch eine Aktion machen. Wenn nicht ladet sie zu euch ein oder organisiert die Aktion zusammen.
Presse: Wenn ihr eine Aktion organisiert, schickt auf jeden Fall rechtzeitig eine Pressemitteilung raus. Ihr findet im Reader noch eine Standart PM. Diese könnt ihr übernehmen. Ihr müsst aber noch einfügen was ihr genau als Aktion macht, wo und wann genau sie stattfindet und wer die/der AnsprechpartnerIn für die Presse ist.
Infomaterial: Broschüre des Bundesverbandes zur Atomkraft. Bestellbar unter www.gruene-jugend.de.
Weiße Schutzanzüge: Weiße Ganzkörperanzüge bekommt ihr normalerweise in allen Arbeitsbekleidungs- Geschäften, in Kaufhäusern und Baumärkten. Auf den Rücken und auf die Brust könnt ihr mit gelber Plakafarbe das Atomzeichen aufmalen oder/ und in schwarz "20 Jahre Tschernobyl" Zusätzlich könnt ihr noch weiße Mundschütze (gibt es in jeder Apotheke) und weiße Handschuhe anziehen. Außer euren Augen und Füßen steckt alles in einer bedrohlichen aussehenden Strahlenschutz-Kleidung.
Infowand: Zusätzlich zum Infostand könnt ihr auch eine Infowand machen mit: Daten, Fakten und Bildern über die Tschernobylkatastrophe Infos über Atomkraft im Algemeinen Sicherheit deutscher AKWs eine Karte, wo in Deutschland AKWs stehen
2) Blickfänge
AKW Kekse: Auf einen Butterkeks als Untergrund befestigt ihr mit Zuckerguss (Wasser und Puderzucker), einen Mini Dickmann, der die Reaktorkugel symbolisiert sowie daneben ein Keksröllchen als Kühlturm. Super einfach zu machen und ein toller Blickfang! Bietet den Passanten einen AKW Keks zum symbolischen Atomkraft vernaschen/vernichten an.
Gesichter schminken: Zu den weißen Schutzanzügen könnt ihr auch statt eines Mundschutzes euer Gesicht schminken. Schwarzer Untergrund mit dem Gelben Atomzeichen (Stirn und Backen)
Sarg: Ihr bastelt aus Pappe einen Sarg, malt ihn weiß oder schwarz an und vorn wieder das Atom Zeichen. Den schultert ihr dann und tragt ihn durch die Straßen.
Laternen und Kerzen: Am Abend wenn es dunkel geworden ist, mit selbst gebastelten Atomlaternen (so wie die St. Martins Laternen) durch die Stadt ziehen. Aus vielen Grabkerzen ein großes Atomzeichen auf der Straße bauen
Hilfe, die Wolke kommt! Grüne-Jugend-Menschen rennen vor einem Atompilz (gebastelt oder als Transparent) weg. Das Ganze wird dann noch mit Sirenengeheul und Warnrufen eines Megafons untermalt.
Atomtonnen: Ihr braucht große schwarze Tonnen. Darauf dann ein Atomzeichen. Aus den Tonnen steigt weißer Qualm (Trockeneis) dampft.
Zugehörige Dateien:
Reader Tschernobyl Download (2414 kb)
http://www2.gruene-jugend.de/uploads/tschernobyl22reader.pdf
- Quelle
- http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/nachrichten/425659.html
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