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Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 5. April 2008
PA: atomstopp für eine Volksabstimmung über EU-Reformvertrag!
Österreich - Raus aus EURATOM!
"60 Organisationen wollen, dass die ÖsterreicherInnen über den EU-
Reformvertrag abstimmen dürfen! SPÖ-ÖVP und Grüne
Nationalräte wollen dem EU-Reformvertrag mit dem EURATOM-
Vertrag als Protokoll schon am 9. April ohne Wenn-und-Aber
zustimmen! Mit der unverblümten Festsetzung von EURATOM im
EU-Reformvertrag scheinen sie erstaunlicherweise kein
Problem zu haben - man untergräbt damit aber fahrlässig die
Anti-Atom-Position Österreichs!", so Roland Egger und
Gabriele Schweiger, die heute gemeinsam mit AktivistInnen
von atomstopp_oberoesterreich bei der Demonstration (ab 13 Uhr
Westbahnhof Wien) und bei der Menschenkette rund um das
Parlament (15 Uhr) für die Abhaltung einer Volksabstimmung
dabei sein werden.
Mindestens 40 Millionen EURO jährlich aus Österreich für Atomindustrie!
Mindestens 40 Millionen EURO österreichische Steuergelder
fließen jährlich in die Förderung der Atomindustrie! Trotz breiter
Ablehnung der ÖsterreicherInnen! Laut einer
Meinungsumfrage des market-Instituts vom Feber 2007, sehen
64% der ÖsterreicherInnen das Ziel des EURATOM-Vertrags -
nämlich die Förderung der Atomindustrie - als nicht mehr
zeitgemäß! 71% der Befragten stehen den jährlichen
Zahlungen Österreichs an die europäische Atomindustrie in
Höhe von mehr als 40 Millionen EURO negativ gegenüber und
63% der ÖsterreicherInnen würden einen Ausstieg Österreichs
aus dem EURATOM-Vertrag befürworten.
Atomindustrie geschützter Bereich!
EURATOM bleibt auch im EU-Reformvertrag ein geschützter Bereich: Der
Artikel 8b des EU-Reformvertrags über den Grundsatz der partizipativen
Demokratie, der vorsehen würde, dass EuropäerInnen, die Kommission zum
Handeln auffordern können, findet auf EURATOM keine Anwendung! "Ganz
offensichtlich fürchten sich die EU-Instanzen vor einem Votum über die
Atomindustrie!", so Egger und Schweiger. Laut Umfrage der EU-Kommission
vom Feber 2007 sind 61% der EuropäerInnen der Ansicht, der Anteil der
Atomkraft in der EU solle aufgrund der Gefahr von Unfällen und des
ungelösten Abfallproblems zurückgehen.
Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 664 421 56 13
Gabriele Schweiger + 43 664 390 77 09
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