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.ausgestrahlt: Anti-AKW-Aktionen in den naechsten Wochen

.ausgestrahlt-Newsletter
1. April 2008
Es schreibt: Jochen Stay

Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde,

die großen Störfälle der Atomindustrie im letzten Jahr sind kaum aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwunden und die vielen kleineren Pannen gehen im Alltag allzu gerne unter. Um nicht immer nur zu reagieren sondern einmal von selbst aktiv zu werden, haben Anti-Atom-Initiativen an den AKW-Standorten beschlossen, am Sonntag den 6. April vor verschiedenen Atomanlagen zu protestieren. Gefordert werden endlich Konsequenzen aus der Kinderkrebsstudie, die Ende letzten Jahres einmal mehr die schleichenden Gefahren der Atomkraft belegt hat. Dieses und viele weitere Möglichkeiten, aktiv zu werden, im nachfolgenden Newsletter.

Inhalt
1. Kinderkrebs-Studie: Aktionen vor zahlreichen AKW am 6. April 2. Weitere Aktionen in diesem Frühjahr

>> 1. Kinderkrebs-Studie: Aktionen vor zahlreichen AKW am 6. April

Die vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebene KiKK-Studie (Kinderkrebs in der Nähe von Kernkraftwerken) kommt zu dem
erschreckenden Ergebnis, dass für Kinder bis 5 Jahre im Umkreis deutscher Atomkraftwerke ein mehr als doppelt so hohes Risiko besteht, an Leukämie zu erkranken. Das Risiko steigt mit zunehmender Wohnortnähe zum AKW und ist noch in einem Umkreis von 50 km erhöht.

Seit der Veröffentlichung der Studie werden Konsequenzen verweigert. Deshalb wird am 6. April an zahlreichen AKW-Standorten öffentlich Druck gemacht: Die Studie muss ernst genommen und die Reaktoren stillgelegt werden. Die örtlichen Initiativen veranstalten Mahnwachen - mache haben sie auch Forderungs-Wachen genannt - und laden herzlich zum Mitmachen ein. Hier die genauen Angaben zu Orten und Zeiten:

Brokdorf
AKW-Tor
14 Uhr, Mahnwache

Brunsbüttel
am AKW
16 Uhr, Mahnwache

Esensham
Rodenkirchen, Marktplatz
16 Uhr, Forderungs-Wache

Gundremmingen
am Rathaus
16 Uhr, Kundgebung und Forderungs-Wache

Krümmel
am AKW
16 Uhr, Mahnwache

Neckarwestheim
Bietigheim-Bissingen, Kronenplatz, "Kuhriosum"
16 Uhr, Mahnwache

Gronau
Zufahrt zur Urananreicherungsanlage (UAA)
14 Uhr, Sonntagsspaziergang

>> 2. Weitere Aktionen in diesem Frühjahr

> Fast täglich: Aktionen gegen Endlager Konrad, Asse, Morsleben In der Region zwischen Braunschweig, Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter gärt es: Das Endlager für schwachaktiven Müll in Morsleben droht einzustürzen, das so genannte Versuchs-Endlager-Asse säuft mit 120.000 Atommüllfässern ab und im Schacht Konrad beginnen die Ausbau-Arbeiten in Richtung Endlager. Aber die Menschen wehren sich und deshalb gibt es derzeit fast täglich Veranstaltungen und Aktionen. Mehr darüber auf http://www.ag-schacht-konrad.de

> 25. April: Proteste bei der Hauptversammlung von EnBW in Karlsruhe Obwohl die Energie Baden-Württemberg (EnBW) den "Atomkonsens" unterschrieben und damit einem allmählichen Abschalten der
Atomkraftwerke zugestimmt hat, hat sie eine Laufzeitverlängerung für das Uralt-Atomkraftwerk Neckarwestheim I beantragt. Am 25.4 beginnt um 10 Uhr die Hauptversammlung des Konzerns im Kongresszentrum Karlsruhe. Vor der Tür ist eine Aktion geplant, aber auch in der Versammlung werden sich einige KleinaktionärInnen deutlich gegen die Atompolitik der EnBW aussprechen. Mehr unter http://www.bbmn.de/Termine/termine.html

> 26. April: Fahrradstaffel vom Atom- zum Ökostrom, Hamburg Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährt sich am 26.4.2008 zum 22. Mal. Bereits zum fünften Mal wird deshalb in Hamburg mit einer Fahrradstaffel von Krümmel nach Altona für den Ausstieg aus der Atomkraft und für den Stromwechsel geworben. In Anlehnung an die Kampagne "Tschüss Vattenfall" (http://www.hamburg-steigt-um.de) lautet das Motto der diesjährigen Aktion "Tschüss Vattenfall Bikeclassics". Los geht es um 10:30 Uhr am AKW Krümmel in der Nähe von Geesthacht. http://www.stromwechsel-jetzt.de

> 1.-4. Mai: Frühjahrskonferenz der Anti-Atom-Bewegung in Ahaus Die BI "Kein Atommüll in Ahaus", der AKU Gronau und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen laden für den 1. bis 4. Mai zur Frühjahrs-Konferenz der Anti-Atom-Bewegung nach Ahaus ein. Am 1. Mai wird auf der BI-Wiese das traditionelle Maifest der BI Ahaus stattfinden, vom 2. bis 4. Mai dann die eigentliche Konferenz. Erwartet werden zahlreiche inländische wie ausländische Anti-Atom-Bewegte, um folgende Themen zu diskutieren: Sofortiger Atomausstieg,
Urananreicherung, Atomtransporte, Endlagerung, Atomkonzerne, Internationale Vernetzung und militärische Dimension. Kommt nach Ahaus und macht mit!! http://www.bi-ahaus.de

> 26.-28. Mai: Proteste gegen Jahrestagung Kerntechnik in Hamburg Ende Mai findet die "Jahrestagung Kerntechnik" in Hamburg statt. Die wohl größte Versammlung der Atomlobby in diesem Land.
Anti-Atom-Initiativen bereiten sich darauf vor, die Atombande in der Hansestadt gebührend zu begrüßen und deren geplanten Werbefeldzug für die weiteren Nutzung der Atomenergie zu durchkreuzen. Auftakt wird nach derzeitigem Planungsstand Montag, der 26. Mai mit einem Konzert und einer Kundgebung im Schanzenpark sein. Am Dienstag-Vormittag, wenn die Atomlobby ihre Tagung mit viel politischer Prominenz eröffnet, wird es ab 9 Uhr Aktionen vor den Toren des Veranstaltungsortes, dem CCH am Dammtor geben. Unterstützung ist gewünscht: AntiAtomBüro Hamburg aabbuero ät nadir.org oder Robin Wood Hamburg.

> Mai oder Juni: Krümmel bleibt aus!
Nach fast einem Jahr Stillstand soll das Skandal-AKW Krümmel wieder ans Netz. Noch steht der genaue Termin nicht fest. Aber bereits jetzt planen norddeutsche Anti-AKW-Initiativen unter dem Motto "Krümmel bleibt aus!" eine Blockade des Kraftwerks direkt vor Wiederinbetriebnahme. http://www.contratom.de


Weitere Informationen zur aktuellen Atompolitik und was dagegen zu machen ist, findet Ihr wie immer auf http://www.ausgestrahlt.de

Spendenkonto
.ausgestrahlt Nr. 2009306400 BLZ 430 609 67 GLS Gemeinschaftsbank

Informationen: info ät ausgestrahlt.de
http://www.ausgestrahlt.de

Eintragen, Austragen, Adressänderungen:
http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ausgestrahlt

01.04.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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