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Fruehjahrskonferenz und Aktionswochenende in Ahaus 1.-4. Mai 2008

Deutschland, 2008-02-13

Frühjahrskonferenz und Aktionswochenende in Ahaus 1.-4. Mai 2008

Die BI 'Kein Atommüll in Ahaus', der AKU Gronau und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen laden vom 1.-4. Mai 2008 in Ahaus zur Frühjahrskonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung und zum Aktionswochenende mit Camp ein. Konferenz-Schwerpunkte:

Es wird ein thematisch breitgestreute Konferenz angeboten, welche viel Platz zur Diskussion und zur Ausarbeitung neuer Perspektiven/Aktionen/Kooperationen bieten soll.

  1. Sofortiger Atomausstieg: Wie machen wir dem sofortigen Atomausstieg Dampf? Trotz des schweren Störfalls in Krümmel und der Kinderkrebsstudie ist der Atomausstieg nicht näher gerückt. Um Krümmel, Biblis, Brunsbüttel und Neckarwestheim wird hart gefightet, denn die Atommafia verteidigt jedes AKW mit enormem Aufwand. Dafür brauchen wir Gegenstrategien.
  2. Endlager: Wie verhindern wir die Inbetriebnahme des Schacht Konrads? Wie weiter mit dem Widerstand an der Asse? Wie kann der starke Widerstand vor Ort über die Region hinaus transportiert werden? Was sind die aktuellen Perspektiven für Gorleben? Wie verknüpfen wir den Widerstand an den zentralen Zwischenlagerstandorten Ahaus, Greifswald und Gorleben mit dem Widerstand gegen die Endlagerprojekte und die dezentralen Zwischenlager?
  3. Atomtransporte: Welche Strategie entwickeln wir, um gegen die geplanten 15-30 Rücktransporte von La Hague nach Ahaus vorzugehen? Wie verknüpfen wir Ahaus und Gorleben in der Öffentlichkeit? Wie entwickeln wir die Kampagne weiter gegen die Urantransporte, z. B. durch Norddeutschland sowie von Frankreich nach Gronau und von Gronau in alle Welt?
  4. Urananreicherung: In Gronau droht im Frühjahr die Inbetriebnahme der zweiten UAA durch die Urenco. Wie setzen wir der international expandierenden Urenco wirksamen Widerstand entgegen? Wichtig sind auch konkrete Absprachen zum Europäischen Uran-Aktionstag am 20. September 2008.
  5. Atomkonzerne: In Hamburg und Berlin wurde am Beispiel Vattenfall gezeigt: Die Atomkonzerne sind verwundbar und können massenhaft KundInnen verlieren. Letztes Jahr wurde EON verstärkt mit Uranmülltransporten und AKW-Neubau in Osteuropa in Verbindung gebracht. Wie können wir diese Ansätze stärken, um die Atomkonzerne zu schwächen?
  6. Internationale Vernetzung: Ob es um Uran(müll)transporte, Gorleben-Transporte oder den AKW-Neubau in Belene (Bulgarien), in Olkiluoto (Finnland) oder Flamanville (Frankreich) geht - ohne internationale Vernetzung bleibt der Widerstand wirkungslos. Die europäische Anti-Atom-Konferenz in Helsinki und die Internationale Urankonferenz in Dortmund waren 2007 erfolgversprechende Ansätze. Wir möchten die internationale Zusammenarbeit in Ahaus weiter stärken.
  7. Militärische Dimension: Am Thema Urananreicherung lässt sich die Verknüpfung von "ziviler" und militärischer Nutzung der Atomenergie leicht demonstrieren. Zu diesem Thema wäre die stärkere Vernetzung mit Friedensinitiativen sehr wünschenswert.

Das Aktionswochenende beginnt am 1. Mai mit einer Demonstration und anschließendem Maifest am Zwischenlager in Ahaus und endet am 4. Mai mit dem traditionellen Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage Gronau. Die eigentliche Frühjahrskonferenz soll vom 2.-4. Mai in Ahaus stattfinden (Freitagmittag bis Sonntagmittag).

Weitere Infos: [ www.sofa-ms.de ]


Thema: Aktion / Termin - Rubrik:
Quelle: www.sofa-ms.de

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14.02.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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