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Pünktlich zum Muttertag am 13. Mai 2012:
"Muttis Liebling" muss Farbe bekennen!
Am 12. März hat Bundesumweltminister Röttgen das Bergwerk Asse II besucht und
versprochen, dass binnen zwei Monaten ein Generalplan für die Räumung der
Asse vorliegt. Die selbst gesetzte Frist ist am 12. Mai vorbei. Am 13. Mai
ist Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Und Muttertag. Da der Minister auf
die Bitte (Schreiben vom 21. März), über die Umsetzung seiner Zusagen
berichten zu lassen, nicht reagiert hat, meinen die im Asse IIKoordinationskreis
zusammen geschlossenen Bürgerinitiativen und Gruppen nun:
"Muttis Liebling" muss endlich Farbe bekennen!
So stellt Andreas Riekeberg von Asse II-Koordinationskreis fest: "Wir haben
genug von Ankündigungen und Versprechungen und lehnen es ab, nun auch noch
den Ausgang der Wahl in Nordrhein-Westfalen abzuwarten und dann vielleicht
noch Koalitionsverhandlungen und dann wieder irgend etwas anderes, bis es
hier beim größten Umweltskandale in Deutschland weiter geht. Wie glaubwürdig
sind eigentlich die Beteuerungen von VertreterInnen der Bundesregierung, wenn
ihnen dann doch alles andere wichtiger ist, als die Rückholung des Atommülls
aus der Asse?"
- Hintergrund
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Norbert Röttgen hatte am 12.3.2012 zugesagt, ein eigenes Asse-Referat im
Umweltministerium einzurichten, ein Beschleunigungsgesetz für die Asse ("Lex
Asse") voranzutreiben und vor allem innerhalb von 2 Monaten in Abstimmung mit
dem Bundesamt für Strahlenschutz den Netzplan für die Rückholung mit
Zeitangaben und Ressourcen zu hinterlegen. Erst dadurch wird es ja möglich,
notwendige Vorleistungen, auftretende Fortschritte oder Verzögerungen sowie
technische Beschleunigungsmöglichkeiten bei der Rückholung zu erkennen. Der
Asse II-Koordinationskreis hatte den Minister gebeten, über die Umsetzung
dieser Zusagen zu berichten. Nun sind zwei Monate vergangen, in denen der
Umweltminister und seine für die Asse zuständige Staatsekretärin Ursula
Heinen-Esser im wesentlichen Wahlkampf betrieben haben anstatt sich intensiv
um das wohl größte aktute Umweltproblem Deutschlands zu kümmern.
Das Umweltministerium hält noch immer an seiner Position von Anfang 2010
fest, erst sei eine Faktenerhebung vorzunehmen und der Zustand der AtommüllGebinde
zu erkunden, bevor die Rückholung detailliert geplant und organisiert
wird (http://www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/endlagerung/asse/doc/
40319.php, Abruf am 4.5.2012). Dabei könnte schon heute Bergetechnik
entwickelt und beschafft werden, um den anzunehmenden worst-case aus
geborstenen Fässern, augelaufenen Flüssigkeiten und einem Gemenge von
Behälterresten, festem und flüssigem Atommüll und Salz in den AtommüllKammern
bewältigen zu können.
Wir bleiben bei dem Slogan, unter dem sich am 11. März über 24.000 Menschen
an der 80km langen Lichterkette in der Region Braunschweig beteiligt haben:
"Atomkraftwerke aus - Atommüll aus der Asse raus!"
im Asse II - Koordinationskreis arbeiten unter anderem mit:
Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel * Anti-Atom-Plenum Baunschweig *
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. * AufpASSEn e.V. * BASA Bürger
Aktion sichere Asse * BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel * Bündnis 90/ Die Grünen,
Kreisverband Wolfenbüttel * Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) *
Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse * Ev.-luth Kirchengemeinde St.
Thomas Wolfenbüttel * Robin Wood e.V. * SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück
und Remlingen * Umweltschutzforum Schacht-Konrad Salzgitter e.V. *
Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) * sowie zahlreiche Einzelpersonen
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