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Deutschland, 2008-05-10
Vorstandvorsitzender von RWE: "Ich hoffe aber, dass wir sowohl durch Laufzeitverlängerung in Deutschland als auch durch Kernkraftinvestitionen im Ausland dann einen höheren Kernenergieanteil haben."
Ausschnitt aus einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit dem Vorstandsvorsitzenden der RWE AG Dr. Jürgen Großmann.
Wie hoch wäre der Anteil der Kernenergie bei RWE im Jahr 2020 bei einem Festhalten am Atomausstieg?
Auf jeden Fall niedriger, als ich ihn mir wünsche. Wenn der Ausstiegsfahrplan eingehalten wird, hätte RWE 2020 in Deutschland nur noch das Kernkraftwerk Lingen laufen. Ich hoffe aber, dass wir sowohl durch Laufzeitverlängerung in Deutschland als auch durch Kernkraftinvestitionen im Ausland dann einen höheren Kernenergieanteil haben.
Lässt sich eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten durchsetzen, solange entweder SPD und/oder Grüne an der Regierung beteiligt sind?
Davon gehe ich aus. Diese Woche hat es hier in Essen einen Klimakongress gegeben. Dabei wurde auch von den Klimaschützern eingeräumt, dass wir wahrscheinlich an einer langen Übergangszeit in der Kernenergie nicht vorbeikommen. Ich glaube, dass der deutsche Sonderweg des Atomausstiegs infrage gestellt wird und dass wir im Sinne eines ausgewogenen Energiemixes verlängerte Laufzeiten bekommen werden.
Das ganze Interview hier:
http://www.neue-oz.de/information/noz_print/wirtschaft/19455571.html
Thema: Politik/Diskussion - Rubrik: Rennaissance/Ausbau
Quelle: http://www.neue-oz.de/information/noz_print/wirtschaft/19455571.html
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