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Deutschland, 2008-05-08
Castortransporte: Landesregierung Niedersachsen zu Sicherheit und Zulassung von Behältern
In einer Presseerklärung nimmt der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 16/146) Stellung zu Sicherheit, Zuständigkeit und Zulassungsverfahren von CASTOR-Behältern. Zudem wird der Gorleben-Castor für Herbst diesen Jahres bestätigt sowie weitere Transporte aus England angekündigt.
Laut Umweltminister liegt die Zuständigkeit des Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz in der atomrechtlichen Aufsicht über das Transportbehälterlager Gorleben und die Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente aus Atomkraftwerken (Standortzwischenlager).
Die Zulassung von Transportbehältern für abgebrannte Brennelemente aus AKW und hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung hat hingegen das Bundesamt für Strahlenschutz. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) überprüft auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften die Bauart von Behältern und stellt ein Prüfungszeugnis aus.
Das niedersächsische Umweltministerium ist in diese Zulassungsverfahren für Transportbehälter nicht eingebunden.
Gorleben-Transporte: Castor 2008 findet statt
In Bezug auf die Komplikationen bei der Bauartprüfung des neuen Behältertyps CASTOR HAW 28 M nimmt der Umweltminister Stellung zu den geplanten Gorleben-Transporten: Demnach könne gegenwärtig lediglich der erste Transport im zweiten Halbjahr dieses Jahres auf der Grundlage der am 30. April 2008 vom Bundesamt für Strahlenschutz erteilten Transportgenehmigung mit Behältern der Bauart TN 85 stattfinden.
Der Transport im Jahr 2009 sei bisher mit 11 Behältern der neuen Bauart CASTOR HAW 28M vorgesehen gewesen. Dieser könne aber erst erfolgen, wenn die verkehrsrechtliche Prüfung abgeschlossen ist und die Aufbewahrungsgenehmigung für das Transportbehälterlager Gorleben vorliegt. Nach Mitteilung des hierfür zuständigen Bundesamtes für Strahlenschutz wird dies laut Umweltminister voraussichtlich nicht vor Anfang 2009 möglich sein. Erst danach könne mit der Beladung von Behältern der Bauart CASTOR HAW 28 M in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage begonnen werden.
Umbauten in La Hague geplant
In La Hague sollen laut Umweltminister von November 2008 bis Mai 2009 Umbauarbeiten erfolgen, so dass in diesem Zeitraum keine Behälter-Beladungen stattfinden können. Daher sei zu vermuten, dass die für den Transport im zweiten Halbjahr 2009 erforderlichen 11 CASTOR-Behälter nicht mehr rechzeitig bereitgestellt werden können.
Damit würde der für das Jahr 2009 geplante Transport voraussichtlich erst im Jahr 2010 durchgeführt werden können, der letzte Transport nach Gorleben dementsprechend im Jahr 2011.
Transporte aus Sellafield beginnen 2013
Laut Umweltministerium beginnen die Transporte von insgesamt 21 Behältern aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage nach heutigem Kenntnisstand nicht vor 2013.
Thema: Atomtransporte - Rubrik: Gorleben 2008
Quelle: http://www.umwelt.niedersachsen.de/master.jsp?C=46947208&I=598&L=20
Deutschland, 2008-05-08
Umweltminister: Realistischen Behältertest sinnvoll - aber nicht nötig
Der niedersächsische Umweltminister Sander (FDP) spricht sich für realistische Tests mit Behältern für abgebrannte Brennstäbe aus - hält diese aber nicht für notwendig.
In einer Presseerklärung wird dargestellt, dass Fallversuche mit Behältern im Rahmen der verkehrsrechtlichen Zulassung neuartiger Transportbehälter durchzuführen seien.
Nach Auffassung der Landesregierung kann eine Forderung nach praktischen Tests im Maßstab 1:1 nicht erhoben werden. Nach Ansicht vieler Experten seien rechnerische Sicherheitsnachweise und Analogiebetrachtungen grundsätzlich ausreichend.
Dennoch würde das Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Fallversuche im Originalmaßstab für sinnvoll erachten, um einen zusätzlichen praktischen Beweis für die Sicherheitsreserven eines solchen Behälters zu bekommen.
Thema: Sicherheit - Rubrik:
Quelle: http://www.umwelt.niedersachsen.de/master.jsp?C=46947208&I=598&L=20
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