Nadeshda
Forum: cl.politik.atom-presseschau
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

RWE will vorlaeufig kein Zwischenlager in Muelheim-Kaerlich (2 Artikel)

Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer persönlichen Information.


http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=12682

Umweltruf, 9.5.08

Ehemaliges Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich
RWE: Genehmigungsverfahren für radioaktive Abfälle in Mülheim-Kärlich soll ruhen

Die RWE Power AG hat heute beantragt, das Genehmigungsverfahren für das Standortlager auf dem Anlagengelände ruhen zu lassen Das Lager sollte für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen, die beim Abbau des ehemaligen Kernkraftwerks anfallen, genutzt werden. RWE begründet den Antrag mit dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss und den begonnenen Arbeiten für die Einrichtung des bundeseigenen Endlagers Konrad.

Umweltministerin Margit Conrad begrüßt den vorliegenden Antrag. Es zeichne sich damit die konkrete Möglichkeit ab, dass bei planmäßiger Inbetriebnahme des Endlagers Konrad ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle am Standort Mülheim-Kärlich nicht benötigt werde.

Für den zügigen weiteren Abbau des ehemaligen Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich und die dabei anfallenden radioaktiven Abfälle stehen nach Angaben von RWE in der nächsten Zeit noch genügend externe Zwischenlagerkapazitäten zur Verfügung. Danach existiere - sofern die Arbeiten für die Einrichtung des Endlagers Konrad planmäßig durchgeführt würden - ein geeignetes Endlager. Somit bestehe derzeit keine Notwendigkeit für das beantragte Zwischenlager am Standort Mülheim-Kärlich. RWE behält sich vor, das Verfahren wieder aufzunehmen, wenn absehbar wird, dass Zwischenlagerkapazitäten vor Ort benötigt werden sollten.

Das Genehmigungsverfahren für das Zwischenlager war von der ersten Rückbaugenehmigung abgetrennt worden, da Umweltministerin Conrad noch weitere Untersuchungen auch zur Erdbebensicherheit verlangt hatte.

Darüber hinaus hat Conrad RWE seit Beginn des Genehmigungsverfahrens wiederholt aufgefordert, Alternativen zu einer Zwischenlagerung am Standort Mülheim-Kärlich zu suchen. Dass der Schacht Konrad künftig als Endlager Konrad zur Verfügung steht, bestätigt dieses Vorgehen noch einmal.


http://www.linie1-magazin.de/linie1/news/Politik/artikel.php?id=20564

Linie 1, 9.5.08

RWE will vorläufig kein Zwischenlager in Mülheim-Kärlich
Das Kernkraftwerk selbst war lediglich von 1986 bis 1988 in Betrieb

Mainz (ddp-rps). Das stillgelegte Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich soll nun vorerst doch nicht als Zwischenlager für radioaktive Abfälle genutzt werden. Die RWE Power AG als Betreiber der Anlage hat am Freitag beim rheinland-pfälzischen Umweltministerium beantragt, das Genehmigungsverfahren für das Zwischenlager auf dem Anlagengelände ruhen zu lassen, wie das Unternehmen mitteilte. Grund sei der Baubeginn des Endlagers Konrad in Salzgitter, welches die durch den Abbau des Kraftwerks in Mülheim-Kärlich anfallenden Materialien aufnehmen könnte.

Nach Angaben von RWE stehen für den weiteren Abbau des Kraftwerks derzeit noch externe Zwischenlagerkapazitäten zur Verfügung. Später abgebaute Materialien könnten ins Endlager Konrad gebracht werden. Das Unternehmen behält sich jedoch vor, das Verfahren wieder aufzunehmen, sollten doch noch Zwischenlagerkapazitäten benötigt werden.

Das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich war im März 1986 ans Netz gegangen und wurde bis September 1988 insgesamt 13 Monate lang betrieben. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 9. September 1988 die erste Teilgenehmigung vom 9. Januar 1975 aufgehoben hatte, wurde die Anlage abgeschaltet. Im Rahmen des Atom-Konsenses war im Juni 2001 der Rückbau beschlossen worden. Die RWE hatte 2001 den Rückbau und die Einrichtung eines Zwischenlagers beim Ministerium beantragt. Mit einem ersten Teil-Rückbau wurde 2004 begonnen.

(ddp)

10.05.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.politik.atom-presseschau