|
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer
persönlichen Information.
England, 2008-05-05
England: Die weniger dramatischen Folgen eines atomaren Angriffs
Britisches Staatsarchiv veröffentlicht Memorandum aus den 50er Jahren, in dem vor Versorgungsengpässen bei Tee gewarnt wird
In den 50er Jahren wurde die Gefahr, dass der Kalte Krieg in einen heißen, thermonuklear geführten, umschlagen könnte, sehr ernst genommen. Zivilschutzprogramme wurden in den meisten Staaten des Nordens entworfen, die Versorgung der Bevölkerung nach einem eventuellen Atomangriff musste durchgeplant werden.
In Großbritannien gingen die Überlegungen weit, wie ein am Montag vom britischen Staatsarchiv veröffentlichtes Memorandum vom April 1955 zeigt: "Ernsthafte" Engpässe beim Nationalgetränk Tee könnten eintreten. Da bei einem Angriff damit gerechnet werden müsse, dass 75 Prozent der Tee-Vorräte radioaktiv verseucht und somit ungenießbar seien, könnte nicht einmal die Versorgung mit wöchentlich einer Unze (28 Gramm) pro Kopf garantiert werden, heißt es darin.
19 Städte im Vereinigten Königreich wurden in dem Memorandum als potenzielle Ziele von Wasserstoff- oder Atombomben geführt. In weiteren Dokumenten listeten die Behörden die wichtigsten Nahrungsmittel auf, die für den Notfall gelagert werden müssten - auch dort steht Tee an prominenter Stelle.
Thema: Krieg/Frieden - Rubrik:
Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3325776
gefunden bei contrAtom.de
|